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Eichendorfs frohe Aussteigernovelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" wurde 1822/23 verfasst, aber erst drei Jahre später veröffentlicht. Die Novelle gilt als beispielhafter Text lyrisch-musikalischer Stimmungskunst. Die für die Spätromantik typische lyrische Stimmung und märchenhafte Atmosphäre des Werks erzeugt Eichendorff mit Hilfe zahlreicher Gedichte und durch die Verwendung der offenen Romanform.
Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt,
Dem will er seine Wunder weisen
In Berg und Wald und Strom und Feld.
Eichendorffs Gedichte gelten neben denen Brentanos als Höhepunkt deutscher, spätromantischer Lyrik. Viele Gedichte erschienen zuerst in Romanen und Erzählungen, wie zum Beispiel in dem hier vorliegenden 'Aus dem Leben eines Taugenichts' von 1826. Gesammelt erschienen sie erst 1837. Sprache, Thematik und Form der Gedichte von Eichendorf sind von einer Schlichtheit geprägt, die an das Volkslied erinnert. Viele wurden von Mendelssohn-Bartholdy, Robert Schumann oder Hugo Wolf vertont. In ihnen werden Bilder der Natur zum Ausdruck von Gefühlen und Stimmungen. Im Taugenichts zum Beispiel kontrastiert ein unbeschwert fröhlicher Ton mit Wehmut und Gedanken an Abschied und Tod.
Neben dem Taugenichts gehren der autobiographische Roman 'Ahnung und Gegenwart' und die Novellen 'Das Marmorbild (1819)' , 'Dichter und ihre Gesellen' (1834)' , 'Das Schloss Durande (1836)' , 'Die Glückritter (1841)' und natürlich die gesammelten Gedichte zu seinen wichtigsten Werken.
Ergänzt wird der Originaltext mit Worterklärungen und biografischen Notizen über den Autor.
224 pages, Paperback
First published January 1, 1826
“And the world suddenly appeared to me as such an awfully large place, with I so totally alone in it
that I could have cried from the bottom of my heart.”