Musik verändert Leben. Mit vier Titeln zum Auftakt etabliert KiWi eine neue Reihe zum Thema Musik. Bekannte Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstler, Musikerinnen und Musiker schreiben über ihre Lieblingsband oder ihre liebsten Sängerinnen und Sänger: radikal subjektive Liebeserklärungen auf knapp 100 Seiten.
Als riesiger Leonard Cohen-Fan habe ich mich sehr gefreut, dass es ein Büchlein aus der KIWI-Musikbibliothek über den großen Songwriter gibt und so war klar, dass das mein nächster Band der Reihe sein wird.
Autor Klaus Modick nähert sich dem Mythos Leonard Cohen nicht wie in den anderen Büchern der Musikbibliothek biographisch, sondern hat einen kurzen Roman verfasst: Es geht um Lukas, der als Jugendlicher erstmals einen Song von Leonard Cohen hört und dann jahrelang (ja, so war das damals ohne Google und Shazam) auf der Suche nach diesem mysteriösen Musiker mit der tiefen Stimme und den verheißungsvollen Texten ist. Immer wieder streift Lukas im Laufe seines Lebens an Cohens Liedern, immer wieder findet er Zeilen, die mehr für ihn bedeuten. Bereits in seiner kleinen Schülerband imitiert er dem großen Idol nach, versucht, Cohen gleich Songs auf der Gitarre zu schreiben.
Eine kurze Geschichte darüber, was die Musik eines Menschen im Leben eines anderen auslösen kann. ________
Die fiktive Geschichte um Lukas war ganz nett, aber ich hatte ein Sachbuch erwartet und wurde dementsprechend etwas hängengelassen. Mich hätte Cohens turbulentes Leben und die Interpretation einiger seiner Texte durchaus interessiert, vor allem, da ich ihn tatsächlich für einen großartigen Lyriker und weisen Mann halte. Da hätte die Realität denke ich auch genug für die 100 Seiten hergegeben.
Nicht schlecht, aber ich hätte eine nichtfiktive Herangehensweise (wie in den anderen Teilen der KiWi-Musikbibliothek) bevorzugt.
KiWi Musikbibliothek ist eine schöne Reihe, die zum Sammeln einlädt. Großartige Autorinnen und Autoren schreiben Geschichten über großartige Musiker und Bands.
Hier erzählt Klaus Modick, wie das Leben eines jungen Mannes auf verschiedenste Art und Weise von Leonard Cohens Musik beeinflusst wird.
Das erste Buch aus der KiWi-Musikbibliothek, das mir nicht so recht gefallen hat. Es ist das erste, bei dem der Autor sich in Form eines (kurzen) Romans dem Thema nähert, in diesem Fall Leonard Cohen. Und für meinen Geschmack wird eben dieses Thema zu sehr aus den Augen verloren, vor allem im zweiten Teil des Textes. Das leibhaftige Auftauchen eines fiktionalisierten Cohen ist schon fast die einzige Verbindung, und auch im ersten Teil lässt sich die Rolle Cohens für den Text in einem, höchstens zwei Sätzen zusammenfassen. Nichtsdestotrotz ein netter Text, der sich gut und schnell lesen lässt, aber mir doch zu wenig. Zudem gibt es ein paar Sexszenen bzw. Szenen mit vom Protagonisten imaginiertem Sex, und die waren für mich beim Lesen äußerst störend, weil detailliert und unpassend für meinen Geschmack.
Klaus Modick ist mit diesem Buch gelungen, einerseits einen Roman über die Jugend der 60ziger und 70ziger Jahre zu schreiben, andererseits Leonard Cohen und seinen Songs angemessen zu huldigen.
Der Protagonist des Buches ist Lukas, der zusammen mit einem Freund als Musiker auftritt und bei einem Konzert Gitte trifft, die ein großer Leonard Cohen-Fan ist. Diese Musik fasziniert auch Lukas und begleitet ihn sein Leben lang, genauso wie seine Sehnsüchte nach Liebe und Freiheit, die ebenfalls über die Cohen-Songs transportiert werden.
Statt Kapitel gibt es Tracks, die Protagonisten hören noch Langspielplatten und tragen Miniröcke etc.. das verleiht dem Buch etwas nostalgisches. das Lebensgefühl wird wirklich übertragen.
Diesmal keine autobiographische Erinnerung. Eher eine Kurzgeschichte über einen jungen Mann in den 60er/70er Jahren. Kurzweilig und schön. Die anderen Bücher der Reihe empfinde ich als „intensiver“ mit dem jeweiligen Künstler auseinandergesetzt.
A nice and short story about how a life connects to the beaming person of Leonard Cohen. I would have loved to listen to that voice for much longer and it's a pity that the story is such a short one.
Eher eine Kurzgeschichte, als eine Biografie. Sehr lesenswerte, wenn auch sehr kurze Findung von Lukas, der in Bands spielt, erst den Beatles usw. nacheifert, irgendwann einen Cohen-Song hört, den Künstler aber nicht kennt, bis er ihn irgendwann wieder hört und dann auf der Suche nach sich selbst reist.