Diskursanalytisch untersuchen sie wie Krieg, besonders im Neoliberalismus, mitnichten ein Ausnahmezustand ist. Auch wenn mir hier und da Interpretationen etwas an den Haaren herbeigezogen vorkommen, überzeugt mich ihre Sichtweise. Es ist nicht mehr ganz aktuell, es gibt eine neuere Auflage, ich fand aber das Cover dieser, mit den Gymnastik machenden Männern, es wirkt eher unstramm, ansprechender.
Schon länger habe ich nicht mehr so sehr mit einem Buch gekämpft wie mit Tom Holerts und Mark Terkessidis Analyse zu Krieg als Massenkultur. Auch wenn ich manche ihrer Standpunkte durchaus nachvollziehbar fand, so hat die verschachtelte und mit Fremdwörtern gespickte Schreibweise das Buch nicht unbedingt zu einem Lesevergnügen gemacht. Gegen Ende war ich nicht sicher was ich genau davon mitnehmen sollte und fühlte mich, ehrlich gesagt, ziemlich dumm.