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Ein Stück vom Meer

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»Eine kleine Heldin mit liebevollem Blick.« Süddeutsche Zeitung In ihrem Kindheitsroman erzählt Aliza Olmert vom Traum eines besseren Lebens, von der Sehnsucht nach einer Heimat, von der Liebe eines Mädchens zum Meer. Es ist die Geschichte ihrer Familie im Tel Aviv der späten 1940er Jahre – voller Zauber, Poesie und bewegender Momente. »Erzählt mit Verve, Wärme, ohne mahnenden Zeigefinger, aber mit viel Melancholie und Heiterkeit.« NDR Alusia ist fünf Jahre alt, als sie mit ihren Eltern ein Schiff besteigt. Krieg, Verfolgung und das Wunder, überlebt zu haben, liegen hinter der Familie, die nun das Gelobte Land ansteuert. Für das Mädchen ist die Welt der Erwachsenen ein Buch mit sieben Siegeln. Anuschka, die melancholische Mutter, fürchtet die unbequemen Lebensumstände und sehnt sich nach Europa, wo sie den geliebten Toten näher ist. Olek, der tatkräftige Vater, träumt von einem Neuanfang im jungen Staat Israel. Im Gepäck führt er einen Schatz, der das Glück seiner Familie besiegeln Aus den Trümmern Münchens hat er Tausende hochwertiger Schnallen, die für den Krieg produziert worden waren, geborgen. Aber in Palästina liegt das Glück nicht auf der Straße. Geld und Liebe sind knappe Güter, und die Schatten der Vergangenheit verfliegen nicht. Doch die heranwachsende Alusia weiß: „Wer ein Stück vom Meer sehen kann, muss glücklich sein.“ »Ein anrührendes Buch mit einem der schönsten ›happy endings‹ von einer Schriftstellerin von Rang.« Die Welt

Hardcover

First published March 5, 2009

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Aliza Olmert

3 books

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Jamie-Lee.
24 reviews
June 28, 2024
Soll ich drei oder vier Sterne vergeben - oder doch nur zwei? Ich weiß es nicht.
Die Geschichte einer polnischen Familie nach Israel nach dem Zweiten Weltkrieg zeichnet ein Familienbild, das es so auch heute noch vieler Orts gibt. Nur sind die Umstände, die Wahrheiten der Familien vielleicht andere. Ein Buch über den transgenerationalen Schmerz aus der Sicht eines Kindes.
Zunehmend werden die Risse in der Psyche der Charaktere sichtbar ohne sie aufzulösen. Sie bleiben, genauso wie die Schnallen, unbearbeitet und ungeliebt zurück. Es gibt keine Aufarbeitung, nur das Schale Gefühl der Verfremdung und Einsamkeit.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for gardienne_du_feu.
1,474 reviews12 followers
July 22, 2020
Alucia Meller ist fünf Jahre alt, als ihre Eltern mit ihr kurz nach dem 2. Weltkrieg ins neu gegründete Israel auswandern. Die Mutter steht diesem Unternehmen sehr skeptisch gegenüber, ist froh, dass sie und ihre Familie Krieg und Lager überlebt haben und nun ein normales Leben in bescheidenen, aber geordneten Verhältnissen führen. Der Vater hingegen ist voller Tatendrang und Zuversicht, dass im "Gelobten Land" eine glänzende Zukunft auf die Mellers wartet. Aus einer aufgegebenen Fabrik hat er kistenweise hochwertige Metallschnallen mitgebracht und hofft, Lieferant des israelischen Militärs werden zu können.

In der neuen Heimat angekommen, tut sich die Mutter extrem schwer mit der Eingewöhnung, kann sich weder mit Land noch Leuten anfreunden, während der Vater ernüchtert feststellen muss, dass seine Geschäftsidee nicht so einschlägt wie angenommen. Alucia selbst steht zwischen den Fronten, alles ist neu und merkwürdig. Die Mutter tendiert dazu, sie in Watte zu packen, während sie eigentlich gerne ihre Altersgenossen näher kennenlernen würde, aber nicht so recht weiß, wie sie das anstellen soll.

Die Geschichte der Israel-Auswanderer der Nachkriegszeit und ein Kind, das hin- und hergerissen ist zwischen zwei Elternteilen, die so unterschiedlich zu dieser Auswanderung stehen, ist ein großartiger Romanstoff. Mit Aliza Olmerts Stil konnte ich mich allerdings bis zum Schluss nicht wirklich anfreunden, er wirkte auf mich spröde und anstrengend und manchmal etwas wirr. Gerade zu Beginn wusste ich manchmal gar nicht, ob da gerade jemand irgendwas zusammenfantasiert oder ich was verpasst habe.

Die Gegensätze zwischen Mutter und Vater erschienen auf größtmögliche Verschiedenheit hin konstruiert, so dass der Konflikt, in den das Paar und besonders Alucia stecken, zwar deutlich erkennbar wurde, aber irgendwie unecht daherkam. Die Gefühle der Beteiligten kamen für mich nur ganz selten authentisch rüber, und ich habe mich beim Lesen über weite Strecken ziemlich gequält, weil mich die Figuren so wenig berührt haben.

Schade, dass das Thema hier so trocken angepackt wurde.
Profile Image for Esther.
Author 3 books51 followers
July 26, 2011
Ein junges jüdisches Mädchen lässt den Leser an seiner Familientragödie teilhaben. Die Eltern haben den Holocaust in Europa überlebt und beginnen mit ihrer Tochter ein neues Leben in Palästina. Die Mutter lebt mehr in der Vergangenheit und mit der Familie die nicht mehr da ist als sich um die Tochter zu kümmern. Der Vater hingegen träumt von einem neuen Leben im gelobten Land und ist lange nicht in der Lage, seine Träume der Realität anzupassen. Auch als sich die Situation der Eltern „normalisiert“, wächst das Mädchen, mit den Erinnerungen an ein Leben zwischen Depression und Selbstüberschätzung, ziemlich allein gelassen und oftmals verzweifelt auf.
Gleichzeitig erzählt sie all dies in einem sehr lockeren, kindlichen Stil, der es trotz der Schwere der ganzen Atmosphäre möglich macht, immer mal wieder zu lächeln und nicht vor lauter Traurigkeit aufzugeben.
Gerade für mich als Deutsche war das Bewusstwerden, dass das Leiden der Juden nicht mit Ende des Zweiten Weltkriegs vorbei war, erschreckend. Unsere ausführlichen Geschichtsstunden über diesen schrecklichen Teil der deutschen Vergangenheit endeten mit der Befreiung der Konzentrationslager. Wie diese „befreiten Menschen“ danach mit ihrem Trauma und ihren Erinnerungen umgehen, was es bedeutet ohne Familie weiter zu leben und ohne Wissen, was mit der Familie geschehen ist, wie viel davon an die nächste Generation bewusst oder unbewusst weiter gegeben wird, darüber habe ich nie wirklich nachgedacht. Nun ist mir traurig bewusst geworden, dass aufgrund dessen das Verhältnis auch der heutigen Generation der Juden mit Familienhintergrund in Deutschland/ Europa zu Hitlers Zeiten zu der heutigen Generation der Deutschen, auch wenn sie nichts mehr mit dieser Zeit zu tun haben, nicht unbelastet sein kann.
31 reviews
September 5, 2025
Schön poetisch geschrieben, interessantes Thema, hat sich teilweise etwas gezogen
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