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Ein Land so weit.

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Libro usado en buenas condiciones, por su antiguedad podria contener señales normales de uso

342 pages, Hardcover

First published January 1, 1999

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Petra Reski

28 books4 followers
Petra Reski is a German journalist and author renowned for her anti-Mafia publications.

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Community Reviews

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Gerhard.
379 reviews33 followers
June 27, 2025
Auf den Spuren Ihrer Familie trifft die Autorin im ehem. Ostpreußen noch Deutsche, welche dort noch leben. Diese erzählen Lebenswege und Anekdoten der dort lebenden Familien, in denen die eigene Verwandtschaft der Autorin eingeblendet wird. Es ist ein sehr humorvolles Buch, allerdings nur interessant mit einem eigenen familiären Bezug zu Ostpreußen oder Schlesien.
Profile Image for Carolin.
488 reviews101 followers
March 20, 2013
Ein sehr persönliches Hörbuch. Informativ und doch berührend.

Wie erging es jungen Frauen, die während des Krieges in Ostpreußen lebten und dann flohen? In diesem Hörbuch werden zwei Schicksale beleuchtet: zum Einen das der Großmutter der Autorin, die mit ihren Kindern ins Ruhrgebiet floh, und zum Anderen das einer alten Frau, die noch heute in Reußen, Ostpreußen, lebt. Erstere hat eine beschwerliche Flucht auf sich genommen, dabei ein Kind und ihre Heimat verloren und konnte schließlich ein neues Leben im Wohlstand beginnen. Letztere musste umkehren, sie hat es nicht mehr rechtzeitig geschafft bevor die russische Armee kam. Sie lebt noch immer in dem Dorf, in dem sie geboren wurde, hat aber ein entbehrungsreiches Leben geführt.

Man erfährt Vieles über das Leben zur damaligen und heutigen Zeit in Ostpreußen und die Ängste der Flüchtlinge - und dabei hatte ich, dank des besonderen Formates des Hörbuchs den Eindruck, alles aus erster Hand erzählt zu bekommen.
Profile Image for Gabriele Goldstone.
Author 8 books47 followers
April 27, 2020
Loved this book! Creative non-fiction. Best book I read all year. Proof that history doesn't have to be dry. This book shone with love for its subject. East Prussia has never felt closer and more real to me. Highly recommended!

Re-reading this book, more than five years later, after a trip to former East Prussia and I love it even more. Such wonderful use of language and the characters are delightful.
121 reviews1 follower
June 5, 2025
Petra Reski ist 1958 geboren, ich 1959
Mein Vater 1932 geb. kam aus Ostpreussen / Siedlerfelde
Meine Großeltern führten dort einen Hof mit Tieren und Feldern, die sie bewirtschafteten. Das Wort Heijmat - Marjällchen u.v.m. habe ich als Kind so oft gehört.
Dieses Buch war wird ein Ritt in die Vergangenheit. Auch wir waren vor etlichen Jahren in der „Heijmat“ in Siedlerfelde mit meine Eltern. Wir standen auf den Feldern unter dem unvergleichlichen Wolkenhimmel, mit den Störchen auf dem Horst und den alten Häusern. Die Einschusslöchern aus dem Weltkrieg sichtbar auf den Wänden. Auch die Menschen, die Reski beschreibt haben wir dort kennengelernt. Die geschilderten Wohnsituationen, schlechten Straßen und ostpreußisch deutsch sprechenden freundlichen, offen Bewohner durften wir kennenlernen.

Das Buch war einfach klasse!!!

Mein Großvater wollte nie zurück. Aber das Ostpreussenlied war immer Thema. Das Lied fand zuletzt sogar Platz auf der Trauerkarte meines Vaters.

Petra Reski erzählt über ihre Kindheit und Jugend, in der es eine sehr dominierende Frau gab: ihre Großmutter. Diese Großmutter hat die ganze Familie im Griff, ohne sie geht nichts.
Petra Reski sind die Erzählungen von „der Heijmat“ entsetzlich. So weit fort. Trotzdem profitiert sie davon: wenn sie mit ihrer Busenfreundin Gabi, mit der sie ständig im Clinch liegt, Stadt-Land-Fluß spielt, punktet sie bei Stadt immer mit „Allenstein“ –was Gabi überhaupt nicht passt. Wo soll das denn überhaupt sein?!
Reskis Beschreibung von Familienfeiern haben mich auch an unsere großen Feiern erinnert.

Reski ist eine großartige Beobachterin (gewesen), sie erinnert sich minuziös, wie das (immer!) ablaufen mußte: gemischte Platte (Schwein und Rind), gemischtes Gemüse (in der Mitte immer ein Blumenkohl) – dazu Musik von einer halbseiden wirkenden 3-Mann-Kapelle in glitzernden Jacken. Und natürlich lautet das Großmutter-Diktat auch: es muß getanzt werden. Schnaps fließt in rauhen Mengen, wer keinen trinkt, ist ein Weichei. Und zum Schluß natürlich immer: das Ostpreußenlied.
Auch die Beerdigungen haben es in sich: für die Großmutter ist nur eine richtige Beerdigung, wenn der Kirchhof proppenvoll ist. Und Berge von Kränzen angeliefert werden. Und alle (alle!) weinen. Der Pfarrer, der den obligatorischen Schnaps ablehnte, statt dessen Apfelsaft trank, war kein ernst zu nehmender Pfarrer.
Natürlich ist der Autorin als Kind manches dieser Rituale auf den Wecker gegangen. Trotzdem: dieses Ostpreußen beschäftigte sie. Als Erwachsene reist sie durch Polen und landet in dem Dorf Reußen, aus dem ihre Großeltern stammten. Sie trifft auf steinalte Frauen, die sich noch an sie erinnern. Sie wird herumgereicht und bekommt Geschichten erzählt. Wie uns Lesern allerdings Reski deren Geschichten erzählt, das ist das eigentlich Interessante daran: wir werden mit keinerlei süßlicher Verlorener-Heimat-Sentimentalität melancholisiert. Im Gegenteil: Reski zeigt uns ihre Gesprächspartnerinnen zwar mit liebevollen, aber durchaus kritischen Blicken. Die eine hat weder fließendes Wasser noch ein Klo im Haus. Die andere hat einen Säufer als Sohn, der gerade sein kostbares Gebiß im Suff zertrümmert hat. Und wieder eine andere flüchtet sich vor der Sinnlosigkeit ihres Daseins ins ewige Putzen...

Es ist seltsam für die Autorin, an einem Ort zu sein, von dem sie nichts kannte als Erzählungen. In ihrer Kinderphantasie existierte er eigentlich nicht. Und plötzlich wird sie konfrontiert mit einem Leben ihrer Großeltern, von dem sie eigentlich nichts wußte.

Ich habe dieses wirklich großartig erzählte Buch mit viel Vergnügen gelesen.

Nun werde ich meiner Mutter dieses Buch geben und bin gespannt was sie später erzählen wird. Ich bin mir sicher, dass mein verstorbener Vater und Großvater in ihrer Erinnerung wieder zum Leben erweckt werden.

Fazit:
Es ist KEIN In-der-Heijmat-war-alles-schöner-besser-Buch voller unreflektierter Sentimentalität. Es ist vielmehr ein Buch, das mit viel erzählerischem Witz und ebenso viel Wärme unseren Horizont erweitert. Lesevergnügen bereitet.
Eine Leseempfehlung - vor allem für Ostpreußen interessierte.
9 reviews55 followers
July 28, 2010
Ein liebevolles Buch über Ostpreußen, die eigene Vergangenheit und all die vielen Geschichten, die man in seiner Kindheit zu hören bekommt.
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