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Henry David Thoreau: Waldgänger und Rebell. Eine Biographie
Wer war dieser Mensch, der, aufgewachsen als Sohn eines Bleistiftfabrikanten, in Harvard alte Sprachen studierte und die antiken Klassiker im Original las? Seine Karriere als Lehrer aufs Spiel setzte, weil er sich weigerte, seine Schüler mit dem Rohrstock zu malträtieren. Der sich, ein 28-jähriger menschenscheuer Junggeselle, zwei Jahre, zwei Monate und zwei Tage in eine selbstgebaute Blockhütte am Waldensee zurückzog, um außerhalb aller gesellschaftlicher Konventionen zu leben, und darüber ein Buch schrieb, das bis heute Pflichtlektüre für jeden Amerikaner geblieben ist: Walden. Der lieber ins Gefängnis ging, als die USA mit Steuergeldern für ihre Sklavenpolitik und den expandierenden Mexiko-Krieg zu unterstützen, und darüber sein Traktat »Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat« verfasste, das zum Kanon politischer Protestliteratur gehört, das Mahatma Gandhi als Lehrbuch an seine Schüler verteilte, das Martin Luther King und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung im Marschgepäck trugen und das die Occupy-Bewegung heute für sich entdeckt hat.
Frank Schäfers wissenschaftlich fundierte, spannend erzählte Biographie des einflussreichen Denkers, Politikers und Schriftstellers beantwortet diese Fragen. Er zeichnet das Porträt eines Mannes, dessen »Experimente« und Bücher die Welt verändert haben und heute aktueller denn je sind. (Amazon.de)
Frank Schäfers wissenschaftlich fundierte, spannend erzählte Biographie des einflussreichen Denkers, Politikers und Schriftstellers beantwortet diese Fragen. Er zeichnet das Porträt eines Mannes, dessen »Experimente« und Bücher die Welt verändert haben und heute aktueller denn je sind. (Amazon.de)
252 pages, Paperback
First published May 8, 2017
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Community Reviews
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
July 30, 2017
Seit ich während meines Studiums von Thoreaus zwei Jahren in Walden gehört hatte, wollte ich immer mehr über ihn und jene Zeit lesen, die er in der beinahe Abgeschiedenheit der Natur verbrachte und sich durch den Anbau diverser Pflanzen selbst versorgte.
Nun sah ich vor ein paar Wochen, pünktlich zum 200. Geburtstag Thoreaus, diese Biographie über ihn im Buchladen liegen und kaufte sie mir prompt, weil bereits das Titelbild mein ästhetisches Empfinden ansprach. Allerdings dauerte es auch gefühlte 200 Jahre, bis ich das Buch durchlas.
Obwohl sich Schäfer zweifellos intensiv mit Thoreau beschäftigte, seine Tagebucheintragungen und Korrespondenzen genau studierte und sich ebenso ausgiebig mit zeitgenössischen Weggefährten befasste, wollte mir das Buch bis zur letzten Seite keine rechte Freude bereiten.
Ja, ich habe mich der Person Thoreaus durchaus angenähert. Aber mit dem Aufbau des Buches und der Erzählweise Schäfers haderte ich bis zum Schluss. Seine Wortwahl war mir mancherorts einfach zu geschwollen. Außerdem ärgerte mich die Vorwegnahme diverser Geschehnisse in der Zukunft. Außerdem war ich enttäuscht über die wenigen Seiten, die von den zwei Jahren, zwei Monaten und zwei Tagen in Walden handelten. Hier hätte ich mir mehr Details gewünscht.
Hingegen fand ich es interessant, während des Buches auf historische Persönlichkeiten wie Ralph Waldo Emerson, Walt Whitman oder John Brown zu treffen. Außerdem inspirierte mich eines der letzten Kapitels dazu, unbedingt Thoreaus Essay über die Farben des Herbstlaubs lesen zu wollen.
Nun sah ich vor ein paar Wochen, pünktlich zum 200. Geburtstag Thoreaus, diese Biographie über ihn im Buchladen liegen und kaufte sie mir prompt, weil bereits das Titelbild mein ästhetisches Empfinden ansprach. Allerdings dauerte es auch gefühlte 200 Jahre, bis ich das Buch durchlas.
Obwohl sich Schäfer zweifellos intensiv mit Thoreau beschäftigte, seine Tagebucheintragungen und Korrespondenzen genau studierte und sich ebenso ausgiebig mit zeitgenössischen Weggefährten befasste, wollte mir das Buch bis zur letzten Seite keine rechte Freude bereiten.
Ja, ich habe mich der Person Thoreaus durchaus angenähert. Aber mit dem Aufbau des Buches und der Erzählweise Schäfers haderte ich bis zum Schluss. Seine Wortwahl war mir mancherorts einfach zu geschwollen. Außerdem ärgerte mich die Vorwegnahme diverser Geschehnisse in der Zukunft. Außerdem war ich enttäuscht über die wenigen Seiten, die von den zwei Jahren, zwei Monaten und zwei Tagen in Walden handelten. Hier hätte ich mir mehr Details gewünscht.
Hingegen fand ich es interessant, während des Buches auf historische Persönlichkeiten wie Ralph Waldo Emerson, Walt Whitman oder John Brown zu treffen. Außerdem inspirierte mich eines der letzten Kapitels dazu, unbedingt Thoreaus Essay über die Farben des Herbstlaubs lesen zu wollen.
May 28, 2026
Diese Biografie schafft es, die Lesenden ins 19. Jahrhundert in Neu-England mitzunehmen und sie an einen zweifelsfrei hochinteressanten Menschen heranzuführen, ohne den jedoch zu verherrlichen.
Sie zeigt das Leben und Werk Thoreaus in der Breite. Dadurch fehlt dann wiederum etwas Tiefe hier und da und wir folgen dem Leben Thoreaus ziemlich hastig. Nur so gelingt aber ein tatsächlicher Überblick über HDTs Schaffen und die Ausformung seines Denkens. Wer mehr wissen will, kann ja die Primärliteratur lesen oder weitere Sekundärliteratur.
Es ist ein guter Überblick, gerade für Menschen, die wenig über Thoreau wissen.
Die Zeitsprünge sind schlau eingesetzt, um teilweise eher thematisch als chronologisch zu erzählen. Das kann hier und da verwirren, es hilft aber das Namensregister am Ende des Buches. Nur die Jahreszahlen könnten etwas häufiger genannt werden. Ich wusste teils nichts mehr, in welchem Jahr ich mich befinde.
Eine gute Biografie, überwiegend spannend erzählt und mit vielen Zitaten Thoreaus.
Sie zeigt das Leben und Werk Thoreaus in der Breite. Dadurch fehlt dann wiederum etwas Tiefe hier und da und wir folgen dem Leben Thoreaus ziemlich hastig. Nur so gelingt aber ein tatsächlicher Überblick über HDTs Schaffen und die Ausformung seines Denkens. Wer mehr wissen will, kann ja die Primärliteratur lesen oder weitere Sekundärliteratur.
Es ist ein guter Überblick, gerade für Menschen, die wenig über Thoreau wissen.
Die Zeitsprünge sind schlau eingesetzt, um teilweise eher thematisch als chronologisch zu erzählen. Das kann hier und da verwirren, es hilft aber das Namensregister am Ende des Buches. Nur die Jahreszahlen könnten etwas häufiger genannt werden. Ich wusste teils nichts mehr, in welchem Jahr ich mich befinde.
Eine gute Biografie, überwiegend spannend erzählt und mit vielen Zitaten Thoreaus.
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