Auf dem Gipfel der Friedenshysterie geschonken gekrochen fürs Babysitten. Hatte das Buch als Pausenschmöker zu einer Probe der Münchner Philharmoniker mitgenommen. War gleich doppelt fassungslos. Celibidache probte die Eröffnungstakte von Bruckners Vierter den ganzen Morgen und den halben Nachmittag, aber noch tödlicher als die Monomanie des Mastros war das allseits hochgejubelte Friedensgeseiere des Report-Moderators, der alle unguten gesellschaftlichen Phänomene, aus christlicher Sicht, auf das Konto der Atomwaffen schrieb. Auch den Ehebruch, dabei ist der so alt wie die Monogamie, wenn nicht gar die Menschheit. Wenn Franz Alt seine Bibel so gut kennen würde, wie er vorgibt, wüsste er das. Aber vermutlich litt er vor lauter Doppelbeschluss-Hysterie unter absolutem Tunnelblick.