„Der Schalldämpfer” war eine der beliebtesten Radiosendungen Österreichs; Sprach- und Sprechkunst ihres Autors sind unvergessen. Aber nun, da Axel Cortis Stimme verstummt ist, stellt sich heraus: Seine Texte, scheinbar für den Tag geschrieben, haben Bestand und reihen sich würdig ein in die Tradition des österreichischen Feuilletons, eine Tradition, in der Wortwitz und skurriler Humor ebenso ihren Platz haben wie kritische Beobachtungsgabe und kämpferische Satire.
Eine Auswahl der besten Texte von Axel Corti aus den Jahren 1970-1990.
Inhalt: - Das gelbe Zimmer - Die sehr geehrten Herumgeher - Eine süsse Qual - Rundfunk 1952 - Abgeordneter, privatisiert - Heute ist der Drehtag mit der Blondine - Auch im Bild - Ein Magazin ruft an - Fritz Kortner ist tot - Er verkauft Zeitungen - Faschingsdienstag - Zu Besuch aus Israel - Ich muss auch leben - Der Stier zögerte nur wenig - Der Geist geht zu Fuss - Jetzt hat er Urlaub - Solche Hühner waren das - Was nicht im Polizeibericht stand - Die Aproposzettel - Die Dame ist aus Plastik - Der Besserwisser - Verkäuflich ist ein alter Kraftwagen - Wunder in Rot und Rund - Muskelkleinkunst - Die Ehre, die Ehre - Menschen auf Reisen - Das Telephon ist eine indiskrete Maschin' - Zum Beispiel Oberhofgärtneraspirant - Mannjahr, Fraujahr - Bei uns wär so was nicht möglich - Sozusagen - Wenn der Schauspieler zur Probe kommt - Das P funktioniert wieder - Himbeercreme - Jeder auf seinem eigenen Boden - Dank für Eberhard Fechner - Niemandsländer - Warst du der Rabbi Hillel?
Texte aus der Sendung "Der Schalldämpfer" aus den Jahren 1970-1993. Ich habe das Buch vor mehr als einem Vierteljahrhundert zum Geburtstag geschenkt bekommen und jetzt wieder gelesen. Ich konnte mich nur mehr an wenige Texte erinnern, aber sie sind zeitlos. Axel Corti beschreibt treffsicher die Österreicher mit all ihren Eigenheiten, zumeist beschreibt er eher negative Aspekte des "Typus Österreicher". Geltungssucht, Scheinheiligkeit, "Anstand", etc. -- ich kann das Buch sehr empfehlen, es ist auch heute noch absolut lesenswert. Viel hat sich im Land und bei den Leuten nicht verändert.