Charlotte Pfeffer hat es faustdick hinter den Sie führt ein richtiges Doppelleben. Als weißgestärkte »Dr. Anita Bach« steht sie täglich in der Seifenserie »Unsere kleine Klinik« des Privatsenders »Vier Minus« vor der Kamera. Aber ihr Privatleben sieht anders aus. Vernunftverheiratet mit dem grundsoliden, karrierebewußten Wirtschaftsprüfer Ernstbert, der außer den Zwillingen Ernie und Bert noch nichts Nennenswertes zur Ehe beigetragen hat, verzaubert sie in ihrer Freizeit nach Lust und Laune unschuldige Männer, sozusagen als Ausgleich gegen den Alltagsfrust. Der einzige, der auf ihre Zaubertricks nicht reinfällt, ist der phlegmatische Gatte. Hier muß Charlotte andere Geschütze auffahren...
Das ist also Trivialliteratur - alle Klischees bedient, von der Erzählkunst her nicht allzu anspruchsvoll, in weiten Strecken vorhersehbar, wenngleich doch recht unterhaltsam dabei. So las ich das Buch entgegen aller anfänglichen Erwartungen dann doch zu Ende (trotz absurdester Inhalte und Wendungen) - nicht, weil es so unglaublich spannend oder realistisch oder bereichernd war, sondern einfach, weil Frau Lind es recht humorvoll (nur stellenweise nervten die Wiederholungen) versprachlichte. Es wird sicher das letzte von dieser Autorin sein.
Aus nostalgischen Gründen gelesen. Leider schlecht gealtert, es ist langweilig und die Gags zünden im Internetzeitalter nicht mehr.Ähnliches und Besseres findet man in jedem Internetforum. Schade, hatte ich das Buch doch in recht guter Erinnerung.