Als Louisa die Castings für die brandneue TV-Show »Battle Island« erfolgreich besteht, glaubt sie sich ihrem Ziel ein Stück näher: Mit dem Preisgeld die Therapie ihrer Mutter bezahlen und sie so vor dem sicheren Tod retten. Millionen von Zuschauern werden ihre Suche nach einem Schatz verfolgen, der auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel im Atlantik versteckt ist. Doch auch die anderen Kandidaten wollen an das Geld – dazu ist ihnen jedes Mittel recht, und so wird aus der Unterhaltungsshow bitterer Ernst ...
"Battle Island" gehört zu den Büchern, die mir bereits lange vor dem Erscheinungstag aufgefallen sind, da es einfach zu verlockend klang. Meine Erwartungen waren somit sehr hoch und ich bin froh, dass ich letztendlich nicht enttäuscht wurde, denn Peter Freund hat hier eine interessante Geschichte geschaffen, die mich überzeugen konnte.
Peter Freund besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt und dafür sorgt, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Gleichzeitig liest sich die Geschichte auch sehr spannend und ereignisreich, sodass die Geschichte komplett ohne Längen auskommt. Das Setting ist toll gewählt, die Figuren sehr gut gezeichnet und auch sonst wirkt hier alles sehr rund, sodass ich die Geschichte sehr gemocht habe.
Hierbei geht es um Louisa, die die Castings für die neue TV-Show "Battle Island" durchläuft und diese sogar erfolgreich meistert und als Kandidatin ausgewählt wird. Bei der Show handelt es sich um eine Insel, auf der eine Art Schnitzeljagd veranstaltet wird, der Sieger wird am Ende mit einem großen Schatz belohnt. Während viele aus Habgier und die Hoffnung auf Ruhm an der Show teilnehmen, hat Louisa nur ein Ziel: Den Schatz gewinnen, um ihrer schwerkranken Mutter zu helfen, die dringend eine Therapie benötigt. Schnell stellt sich dabei allerdings heraus, dass es auf der Insel ganz anders abgeht, als es Louisa zuvor erwartet hat und aus dem Spaß an einer Show schnell bitterer Ernst wird.
Die Idee mit der Schatzsuche ist zwar nicht zwingend neu, allerdings gefallen mir die Castingshow-Elemente dabei sehr gut. Gleichzeitig ist die Insel sehr gut beschrieben worden, sodass man sich sehr vieles bildlich vorstellen kann und einen guten Einblick bekommt. Dabei ist es auch besonders interessant zu beobachten, wie sich manche Figuren im Laufe der Zeit verändern und stellenweise sogar über sich hinauswachsen.
Das Cover ist sehr schön anzusehen und passt perfekt zur Geschichte, sodass dieses in meinen Augen rundum gelungen ist. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen und mein Interesse geweckt, von daher wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben.
Kurz gesagt: "Battle Island" ist eine spannende und ereignisreiche Geschichte, die das Thema "Casting-Show" bestens aufnimmt und einen interessanten Einblick hinter die Kulissen gewehrt. Dazu überzeugt die Geschichte mit vielseitigen Figuren und einem angenehmen Schreibstil, sodass ich "Battle Island" nur empfehlen kann.
Idee: Wie gesagt hat mich die Idee wirklich sehr angesprochen. Das Buch spielt in 2021 und handelt von einer - theoretisch durchaus denkbaren - TV-Show, in der 10 Jugendliche aus ganz Europa als Konkurrenten auf einer Insel nach einem Schatz suchen - Kameras natürlich immer dabei.
Struktur: Puh, die hat mich fertig gemacht. Zu Beginn gibt's andauernd Zeitsprünge. Von mitten in der Show bis Monate davor usw. Das ist schon problematisch, da es gleich zu Anfang so ist, wenn man sich erstmal orientieren muss. Doch hier waren sie leider besonders schlimm. Immer wenn es gerade auch nur ein wenig spannend während der Show wurde, gab es einen langen Rückblick - sehr lang. Länger als die spannende Stelle. Und das Komische: Diese Rückblicke waren einfach langweilig und haben nichts wirklich Wichtiges erklärt. Das war wirklich nervtötend und meinen Lesefluss stark gestört. Und dann auf einmal: Chronologisch. Kurz vor der Mitte gab es auf einmal kaum Zeitsprünge mehr, aber dafür - Perspektivwechsel. Angebrachter, da man die verschiedenen Charaktere schon kennt, doch irgendwie hat es sich immer noch nicht 'rund' angefühlt.
Schreibstil: Und jetzt geht's schon erst richtig los, leider. Der Prolog - sehr spannend, Protagonistin läuft um ihr Leben - war noch toll. Doch dann...Puh. Erst einmal muss man sich fragen, was für ein Bild der Autor von der heutigen Jugend hat. Die Kandidaten beleidigen sich nämlich andauernd - von Anfang an, das war auf einmal so - mit den geschmacklosesten und oberflächlichsten Beleidigungen. Ein Junge mit Narbe wird nur "Scareface" (=Narbengesicht) genannt, sämtliche Vorurteile über Länder werden ausgepackt. Jetzt kommt's noch schlimmer: Eine rothaarige Irin namens Poppy wird "Feuermuschi" genannt. Richtig gelesen. Einfach so, obwohl sie nichts gemacht hat, außer rote Haare zu haben. Ich bin 17, gehe auf noch zur Schule, und kann sagen, selbst wenn da Leute gemobbt werden - niemals in einer solchen Sprache. Diese Beleidigungen haben mich so angenervt. Neben der Kleinkindsprache waren auch die vielen merkwürdigen Anglizismen fehl am Platz. Mitten im Satz tauchen Wörter wie strange etc. auf, was ebenfalls meinen Lesefluss störte. Es passte einfach nicht.
Mal was anderes: Teilweise wurden recht unaufregende Ereignisse sehr detailliert beschrieben. Außerdem konnte sich der Autor gefühlt nicht immer entscheiden: Mal werden die wichtigen Wettbewerbe einfach abgekürzt von wegen 'Ja, hat Lou alles geschafft.' und dann tauchten sie mal wieder total ausführlich in einem Rückblick bzw. der späteren Chronologie auf. Die Geschichte ist übrigens in der 3. Person geschrieben, was die Perspektivwechsel natürlich erleichterte. Doch leider konnte ich kaum Verbindung mit den Personen spüren, was aber wohl eher an den Charakteren lag.
Charaktere: Durchatmen... Oberflächlich. Damit wäre eigentlich schon alles gesagt. Lou, Protagonistin, hat mir so gar nicht gefallen. Zum einen tut sie so, als wäre sie ein richtig nettes Mädchen, was sich für andere einsetzt während des 'Battles', doch zum anderen beleidigt sie die 'Bösen' genauso kleinkindartig und herablassend, geht nur von Vorurteilen aus. Ihre Gefühle zu ihrem Freund Tim konnte ich ihr überhaupt nicht abnehmen. Dann wird sie während der Wettbewerbe immer als sehr intelligent dargestellt, obwohl sie natürlich auch total sportlich ist und gut kämpfen kann, doch dann ist sie einfach so richtig naiv. Gott, bitte verzeiht den Ton, mich hat dieses Mädchen so sehr aufgeregt. Doch auch die anderen Charaktere sind, gelinde gesagt, unsympathisch und pure Klischees. Das reiche Kind wird von den Eltern vernachlässigt und sucht Aufmerksamkeit durch Drogen, die blonde Zicke ist herzlos und eine Schlampe, das jüngere Mädchen kann nur mit einer Puppe im Arm einschlafen und die Irin ist religiös bis zum geht nicht mehr. Ihr merkt es, oder?
Handlung: Auch so ein Knackpunkt. Durch den Schreibstil und diese Struktur wurde ich leider null gefesselt. Die Charaktere sind sind so unsympathisch, dass bei keinem gelitten habe. Diese Schatzsuche stellte sich auch als sehr unaufregend heraus, sodass ich auch - ich gebe es zu - mal einen Absatz übersprungen und eine Seite nur überflogen habe. Die Umsetzung der eigentlich guten Idee ist einfach total misslungen. Meiner Meinung nach jedenfalls. Das Ende ist sehr vorhersehbar. Es hat sich ziemlich abgezeichnet, und natürlich kam es für unsere Intelligenzbestie Lou total überraschend. Dieses Buch ist definitiv eine hohe Platzierung auf meiner Flop-Liste wert und manchmal fragte ich mich wirklich, warum sich dieser Verlag (von dem ich sehr viele Werke mag) dieser Geschichte angenommen hat.
FAZIT Tja... eines meiner absoluten Flops. Weder Schreibstil, Charaktere oder diese merkwürdige Struktur konnten mir zusagen, ich wurde wirklich wahnsinnig enttäuscht. Jediglich die Idee ist toll. Es hat mich weder emotional berührt noch in irgendeiner Weise gefesselt. Ich kann und will es euch nicht empfehlen.
- Enttäuschte 1,5 von 5 Feenfaltern -
Dennoch natürlich vielen Dank an den cbj Verlag für das Rezensionsexemplar.
Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Grundidee ist super und richtig spannend, wurde für mich aber leider nicht richtig umgesezt. Gut fand ich, wie der Autor gezeigt hat, wie es hinter den Kameras der Medienwelt wirklich zugeht und wie viele Intrigen es wirklich gibt, allerdings war das ganze Drumherum einfach nicht realistisch. Es wurde ziemlich viel vermischt, das nochmal für neue Spannung sorgen sollte, dadurch aber einfach nicht authentisch und glaubhaft rüberkam. Leider konnte man dadurch, dass so viele hinzukommenden DInge sich in die Geschichte einmischten, auch keine Bindung zu Lou, der Protagonistin aufbauen. Gleich auf den ersten Seiten erfährt man, dass sie ihren Vater bei einem tragischen Erlebnis verloren hat - ich hätte es besser gefunden, wenn hierauf der einzige Schwerpunkt neben dem eigentlichen Battle Island Ereignis gelegen hätte. Stattdessen hat jeder Kandidat Gheeimnisse, es tauchen plötzlich einfach so auf einer komplett überwachten Insel weitere Personen auf (die sich unbemerkt dort verstecken konnten) und einfach viele weitere Dinge und Aspekte kommen hinzu, die sehr unglaubwürdig wirkten, auch wenn man das Buch mit 12 liest. Hinzu kam, dass der Autor versucht hat, seine jugendlichen Protagonisten drch ihre Jugendsprache authentisch wirken zu lassen; wenn man aber ständig Wörter wie "Pussycat" und "Feuermuschi" liest, macht das keinen Spaß. Meine Meinung: Eine ganz tolle Grundidee, die ein wirklich tolles Buch hätte werden können, wenn der Autor der Zielgruppe einfach schon mehr zugetraut hätte: Denn auch mit 12 kann man sich durch weniger begeistern lassen und muss nicht so viele unrealistische Ereignisse aneinderreihen.
Luisa ist Teil der neuen Reality-Show Battle Island. Sie und neun weitere Jugendliche spielen auf einer Insel mitten im Atlantik bei einer Art Schatzsuche um eine Million in Gold. Dabei erhalten sie Hinweise auf den Standort des Schatzes durch Kärtchen mit Koordinaten, welche sie bei den täglichen Battles gewinnen können. Was wie ein Abenteuerurlaub begann, wird bald bitterer Ernst.
Das Buch beginnt bereits bei Tag acht auf der Insel und Luisa befindet sich auf der Flucht vor drei Mitspielern, die hinter ihren Hinweiskärtchen her sind. Zwischendurch gibt es immer wieder kurze Flashbacks in die Vergangenheit. Der Leser erfährt, wie Luisa auf Battle Island aufmerksam wurde, wieso sie unbedingt mit machen wollte und wie die Castings verliefen. Außerdem folgen Infos über ihr leben, Familie und Freunde. Als sie dann an Tag acht in eine wirklich aussichtslose Lage gerät, switcht die Story nochmal und wir beginnen am ersten Tag auf der Insel. Wir werden Zeuge von der Ankunft, wie die Jugendlichen sich zurecht finden, sich verbünden oder zerstreiten. Es werden einige Battles beschrieben. Zusammenfassend verlaufen Tag 1-7 eigentlich relativ langweilig, bis es danach zum großen actiongeladenen Finale kommt. Schade finde ich, dass es nicht kontinuierliche Spannungsspitzen gibt, sondern sich auf drei Tage beschränkt. Die Handlung an sich ist unvorhersehbar und es kommt zu einigen interessanten Wendungen.
Charaktermäßig bin ich wenig begeistert. Ich mochte Luisa und Elena ganz gerne, die sich schnell anfreunden. Dann gab es drei Mitspieler, die einfach nur ätzend waren und sich richtig asozial verhalten haben und einem fast die Hutschnur haben platzen lassen. Der Rest der Jugendlichen bleibt relativ blass, wobei eigentlich niemand so wirklich in die Tiefe geht, außer vielleicht Luisa. Von einigen erfährt man mehr über ihre Beweggründe bei Battle Island mit zu machen, bei anderen gar nicht.
Was mich am allermeisten gestört hat war der Umgang der Jugendlichen untereinander. Mir kam es so vor, als würden sie sich permanent nur anpöbeln, beleidigen und anzicken. Total nervig, pubertär und unreif. Dabei hatten sie eine dermaßen assige und schimpfwortlastige Sprache an sich, die absolut unglaubwürdig und konstruiert daher kam, dass ich mich beim Lesen teilweise für sie geschämt habe.
Die kurzen Kapitel und das ständige hin und her zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat wenig Langeweile aufkommen lassen. Man konnte das Buch dadurch schnell und flüssig weg lesen.
Schön fand ich es, dass Luisa am Ende einmal kurz zusammen gefasst hat, was mit den einzelnen Mitspielern nach Ende der Sendung passiert ist. Das gab nochmal einen runden Abschluss.
Das Buch ist auch eine Art Kritik an der Film- und Serienbranche. Es zeigt, dass Filmemacher teilweise für gute Quoten alles tun würden. Teilnehmer werden unter Druck gesetzt, manipuliert, Dinge anders dargestellt, als sie wirklich passiert sind und bestimmte Szenen einfach wahllos und völlig aus dem Zusammenhang heraus zusammen geschnitten, um einen falschen Eindruck zu hinterlassen. Formate wie Battle Island sollen authentisch rüber kommen, sind aber oft gestellt beziehungsweise stark beeinflusst. Aber auch neben diesen Dingen, die den meisten ja eh bereits klar sein dürften, schrecken die Macher von Battle Island vor viel schlimmeren Dingen nicht zurück, was ich stellenweise doch schon recht erschreckend fand.
"Battle Island" hatte ich lange Zeit auf meinem Wunschzettel und war nun sehr gespannt dieses Buch endlich zu lesen.
Zu Beginn haben mir die verschiedenen Zeitebenen Probleme gemacht und es hat für mich das Interesse und die Spannung leider nicht unbedingt gefördert. Zudem war alles sehr klischeehaft und es gab nicht wirklich viele neue Ideen. Alles hat man in irgendeiner Art und Weise schon mal gelesen. Hiermit hätte ich leben können, wenn das Buch es geschafft hätte mich zu unterhalten, dies war leider nur sehr selten der Fall.
Zum Ende wurde es zwar deutlich actionlastiger, aber so richtig überraschen und überzeugen konnte mich die Geschichte auch an diesem Punkt nicht mehr.
Die Charaktere waren am Reißbrett gezeichnet und genau das, was man von einer Geschichte dieser Art erwartet. Für mich waren alle Personen komplett austauschbar.
Der Schreibstil und die kurzen Kapitel ließen das Buch sehr schnell lesen, ansonsten hätte ich das vermutlich abgebrochen, denn es konnte mich nur wenig unterhalten.
Das ist wahrscheinlich das erste Mal seit .... ever, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese und bereits nach nicht einmal der Hälfte abbreche. Aber ich hab einfach nicht die Nerven diesen Schinken zu beenden. Der Schreibstil des Autors ist so anstrengend, die unnötigen Anglizismen, die dir in den Rachen geschoben werden, sind so dermaßen nervtötend. Wieso kann man nicht einfach Kaugummi sagen anstatt "Gum"?? Oder wieso sagt er nicht einfach, dass sie einen Anhänger mit einem halben Herzen hat, anstatt ständig "das Broken Heart" zu sagen?? Das unterbricht einfach den Lesefluss und gibt dem Buch einfach was Lächerliches. Es ist als würde der Autor vormachen, dass er die Geschichte auf Englisch geschrieben hat und nun wurde sie ins Deutsche übersetzt. Und zusätzlich beschreibt er Dinge, die überhaupt keiner Beschreibungen bedürfen - und diese baut er dann in normale Gespräche ein, was total unglaubwürdig erscheint, weil einfach *niemand* so redet. Auch die Story ist ein billiger Hunger Games-Abklatsch und dass im Buch selbst Andeutungen darauf gemacht werden, macht es auch nicht besser. Ich glaub der Autor hat einfach zu sehr versucht "hip" und "trendy" zu erscheinen oder was auch immer. Jedenfalls ist das Buch ein tragischer Misserfolg.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Inhalt: Zum Jubiläum des Internet-Senders YOUR TV soll es eine gigantische TV-Show geben: Battle Island. Ein Wettkampf auf einer fernen Insel auf den Azoren. 10 Jugendliche aus ganz Europa und ein Schatz von 1 Million Euro in Gold. Jeder hat Geheimnisse und einen Grund, unbedingt als Gewinner die Insel zu verlassen, was dazu führt, dass es nicht immer gerecht zugeht. Doch auch ganz andere haben Interesse daran, sich in das Spiel einzumischen...
Meinung: Battle Island klang im ersten Moment zwar nicht gerade neu, versprach jedoch eine Menge Spannung und so konnte ich mich nicht zurückhalten.
Gleich zu Beginn wurde ich mit dem speziellen Aufbau des Buches überrascht. "Battle Island" besitzt keine Unterteilung in Kapitel, sondern lediglich kurze Headlines mit Angaben von Datum, Ort und Zeit. Insbesondere zu Beginn hat mich das Springen zwischen Tag 8 und der Zeit vor Beginn des Wettkampfes irritiert, was dafür sorgte, dass mir der Einstieg in die Geschichte wirklich schwergefallen ist und ich beinahe die Lust verloren hatte, weiterzulesen. Irgendwann schien das Buch linear zu verlaufen, bekam dann jedoch wieder andere vereinzelte Rückblicke.
Einmal an den Aufbau und die Vielzahl an Charakteren gewohnt, kann der Leser begierig den Hintergründen der Figuren folgen. Peter Freund schafft es gekonnt, kleine eingestreute Andeutungen im Laufe des Buches zu vertiefen, sodass die Charaktere mehr und mehr Tiefe erhalten und sich Sympathien plötzlich ganz anders verteilten als zu Beginn des Buches.
Neben den kämpferischen und teils egoistischen Mitspielern hat Protagonistin Lou auch noch mit den Machern der TV-Show zu "kämpfen", denen Einschaltquoten mehr bedeuten als alles andere. Hier ist der Leser den Figuren teilweise an Wissen voraus, was die Spannung weiter steigert – es gibt jedoch auch gut eingefügte Auslassungen, damit man nie zu viel weiß.
Gelungener Nebenaspekt sind die zahlreichen Rätsel, die es im Rahmen der Show von den Charakteren zu lösen gilt und bei denen auch der Leser über mehrere Seiten miträtseln kann. So bleibt es auch jenseits des Kampfes um den Schatz - der zeitweise wenig präsent ist - immer interessant. Insgesamt ist die Geschichte recht vorhersehbar, recht schnell vermutet der Leser, worauf es hinauslaufen wird, aber wirklich gestört hat dieser Umstand nicht.
Die Dramatik nimmt gegen Ende der Zeit auf der Insel immer weiter zu. Alles spitzt sich zu und nach letzten Erklärungen kann der Leser das Buch zufriedenstellend abschließen.
Urteil: "Battle Island" ist nichts komplett Neues, doch die spannende Umsetzung und die tiefgründigen Charaktere sorgen gepaart mit zahlreichen Rätseln für großen Lesespaß, sobald man sich im Buch eingefunden hat. 4 Bücher für Lou und den Wettstreit um die Million.
Das Buch beginnt am 8. Tag auf Battle Island. Ohne Erklärungen ist der Leser mitten in der Show, was es so richtig spannend macht. Abwechselnd wird dann erzählt, was auf Battle Island passiert und wie Louisa in der Show gelandet ist. Kurz vor der Hälfte hören die Zeitsprünge auf und es werden dann die Geschehnisse auf Battle Island chronologisch geschildert. Da wird es dann wirklich spannend und ich hätte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt.
Die TV-Show ist eine Mischung aus Dschungelcamp und Casting-Show und es ist durchaus vorstellbar, dass es ein ähnliches Format einmal geben könnte. Erschreckend ist, wie Zuschauer und Teilnehmer manipuliert werden und was die Chefs des TV-Senders alles für hohe Einschaltquoten zu tun bereit sind.
Louisa, die Lou genannt wird, ist tapfer und stark. Sie ist eine Kämpferin. Lou ist ein schlaues Köpfchen. Sie wirkt aber zu perfekt. Sie kann viel zu viel.
Tim ist Louisas Freund. Er ist ein totaler Gegner von Battle Island. Ihm sind solche Formate verhasst und er engagiert sich auch als Aktivist gegen den TV-Sender. Er ist Lou ein sehr liebevoller Freund, auch wenn er ihre Ansichten nicht teilt.
Sophie ist die Teilnehmerin von Battle Island, die am meisten Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sie ist arrogant und eingebildet. Sie ist von sich eingenommen und glaubt, sie ist die allerbeste. Sie lässt auch keine Gelegenheit aus, den Fernsehzuschauern ihren Körper zu präsentieren. Sophie schreckt vor nichts zurück. Sie wurde ziemlich schnell nervig.
Noch nerviger war aber der Franzose Jean-Luc, der ebenfalls an Battle Island teilnimmt. Der geschriebene Akzent war schon vor der Hälfte des Buches ziemlich anstrengend zu lesen.
Dann gibt es noch den sympathischen Rowan. Er ist der Sohn des Produzenten von Battle Island. Er hat den Tod seiner Mutter noch nicht verkraftet und leidet auch darunter, dass sein Vater keine Zeit für ihn hat. Er ist sehr hilfsbereit und unterstützt Lou.
Die Charaktere erfüllen alle Klischees und konnten mich leider nicht überzeugen. Ich konnte mich in keinen Charakter so richtig einfühlen.
Der Schreibstil hat mir gefallen und das Buch war flüssig zu lesen. Peter Freund schreibt sehr detailliert.
Durch die Zeitsprünge in der ersten Hälfte des Buches wurde die Spannung leider immer wieder unterbrochen. Die zweite Hälfte war wesentlich besser und konnte mich so richtig fesseln.
Fazit:
Spannender Jugendroman! Für alle, die Casting-Shows und Abenteuer mögen!
Lou ist Kandidatin einer neuer TV-Show. Zehn Jugendliche werden auf einer Insel als Schiffbrüchige ausgesetzt und wer als Erster den Schatz findet gewinnt eine Million Euro. Um Hinweise zum Versteck des Schatzes zu bekommen, müssen sie täglich Aufgaben lösen. Lou braucht das Geld dringend um ihre Mutter vor dem sicheren Tod zu retten. Doch so einfach wie Lou denkt wird die Show nicht, denn auch die anderen Kandidaten wollen gewinnen und schrecken dazu vor nichts zurück.
Ich mag Bücher die sich um TV-Shows drehen. Daher hab ich auch bei „Battle Island“ nicht gezögert. Das Cover sieht tatsächlich wie eine Werbung für eine TV-Show aus und es verspricht einen spannenden und actionreichen Roman.
Die Charaktere fand ich bis auf Lou alle sehr oberflächlich. Wirklich kennen gelernt hat man keinen und Jean-Luc fand ich mit seinem geschriebenen französischen Akzent sehr nervig und dieser Akzent hat den Lesefluss auch immens gestört. Lou empfand ich als sehr naiv und in manchen Situationen hätte ich sie gerne genommen und geschüttelt, damit sie aufwacht.
Die Kandidaten müssen während der Show auch Rätsel lösen. Sehr gut gefallen hat mir, dass der Leser hier die Möglichkeit hat mit zu rätseln, da die Lösung erst ein paar Seiten später verraten wird.
Das Buch startet am achten der Tag der Show und man wird direkt und ohne Erklärungen in die Story hineingeworfen. Die Erklärungen folgen dann in Rückblenden. Ein bisschen mehr Info, hätte ich mir Anfangs schon gewünscht, da ich es doch ein wenig verwirrend fand und ich nicht genau wusste, was gerade los ist. Es hat dadurch leider ziemlich gedauert, bis ich in die Geschichte reinkam. Die Rückblenden, wie Lou zur Show kam und warum sie dort mitmacht sind sinnvoll, aber dass dann plötzlich von Tag acht zu Tag eins gesprungen wird und dann die Story chronologisch weiterläuft bis zum Ende der Show fand ich ziemlich verwirrend und unnötig. Die bereits geschilderten Vorkommnisse von Tag acht werden hier auch nicht nochmal erwähnt. Ich hätte einen komplett chronologischer Verlauf sinnvoller und spannender gefunden.
Die Story war leider sehr vorhersehbar, teils ist das der Aufteilung der Kapitel und Rückblenden geschuldet. Überraschende Wendungen gab es leider gar keine.
Fazit: Vorhersehbarer Jugendroman, der meine hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte. 3 von 5 Sternen.
Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Bloggerportal und cbj Verlag zur Verfügung gestellt in Tausch gegen eine ehrliche Rezension. Diese Rezension könnt ihr auch auf meinem Blog Blattzirkus lesen.
Klappentext
Louisa "Lou" Harder, 17, ist einen Schritt näher, um das Leben ihrer Mutter zu retten: mit der Teilnahme bei der höchstumstrittenen Show Battle Island hat sie die Möglichkeit eine Million Euro zu gewinnen und so die Krebsbehandlung ihrer Mutter zu finanzieren. In der Show muss sie innerhalb von zehn Tagen auf einer Insel eine Schatztruhe finden, in der das Preisgeld in purem Gold versteckt ist. Mithilfe der Battle of the Day Herausforderungen können die Kandidaten Hinweise gewinnen, um den Schatz schneller aufzuspüren. Doch als wäre es nicht schon schier unmöglich einen Schatz auf einer riesigen Insel zu finden, muss Lou auch noch gegen brutale Mitspieler ankommen und gegen die Tatsache ankämpfen, dass hinter der Show viel mehr steckt, als der Produzent Michael Mannings verraten will.
Zum Autor Peter Freund
Für mich wurde das Buch auch interessant des Autors wegen. Vor rund 10 Jahren (es könnten auch schon mehr sein) ist mir Peter Freunds Buchreihe Laura in die Hände gefallen und ich habe diese Bücher verschlungen. Deshalb war es nicht umwegig Battle Island lesen zu wollen, besonders um zu sehen ob ich von diesem Autoren noch Geschichten lesen kann.
Cover und Aufmache
Bei dieser Ausgabe von Battle Island handelt es sich um ein Taschenbuch. Das Cover erinnert mich an eine Film/TV Show Ausgabe, was einerseits zum Buchinhalt passt, andererseits könnte es so wirken als ob es wirklich einen Film oder eine Fernsehserie dazu geben könnte. Der Schriftzug selbst deutet auf einen eisernen Kampf hin. Persönlich bin ich kein Fan von Fotomontagen dieser Art, da es rasch billig wirken kann, weswegen ich eigentlich alleine der Inhaltsangabe und des Titels wegen aufmerksam auf das Buch wurde.
Gut fand ich bei dieser Taschenbuchausgabe, dass es einen Klappentext gab, wie es so oft nur bei Schutzumschlägen von Hardcover-Büchern üblich ist. Pluspunkt hierfür.
Erstes Durchblättern
Ich habe mich sehr gefreut als ich gesehen habe, dass es eine illustrierte Karte auf den ersten Seiten zu finden gab.Sie ist im etwas futuristischen Stil gestaltet worden, was ganz gut kommt, da die Geschichte im Jahr 2022 spielt. Ich finde die Karte auch deshalb toll, weil man sich so wieder orientieren kann, wo sich die Charaktere zum jeweiligen Augenblick der Geschichte befinden. Manchen Menschen könnte so etwas stören, ich hingegen mag es sehr, wenn man sich hin und wieder orientieren kann.
Zur Handlung
Es lässt sich nicht abstreiten, dass jeder, der Die Tribute von Panem gelesen oder gesehen hat, Verbindungen zu diesem Buch ziehen wird. Verbindungen können gut oder schlecht sein, je nach dem wie die Geschichte aufbereitet wird. Wenn die Idee ähnlich ist, wen kümmert es dann, dass man dabei an eine weltberühmte Geschichte zuerst denkt? Wenn aber Punkte darin vorkommen, die doch verdammt ähnlich sind, fragt man sich schon, wie viel Originalität in der Geschichte steckt.
Die Geschichte beginnt damit, dass wir mitten in die Geschehnisse von Battle Island geworfen werden. Verwirrung, Panik – was geht hier vor und was ist passiert, dass es so kommen musste, wie es nun ist? Doch kein Verzagen, das alles wird noch aufgeklärt, denn es passieren markierte Zeitsprünge, welche langsam aber sicher aufklären, wie es zu Battle Island gekommen ist und wie der Hintergrund von Louisa aussieht. Dadurch bleibt die Geschichte frisch und hält auf Trapp.
Zeitsprung
Der Schreibstil selbst passt meiner Meinung nicht zur Geschichte und zu den Charakteren. Es handelt sich um ein Jugendbuch und es wird auch zu hundert Prozent wie ein Jugendbuch mit Charakteren geschrieben, welche unzählige Metaphern und Sprüche auf Lager haben, die keiner seit fünf Jahren mehr benutzt, schon gar nicht mehr im Jahr 2022. Dadurch wirken die Teenager verweichlicht und trotz badass Attitude sehr schlaff. Selbst als es zu bedrohlichen Ereignissen kam, habe ich nicht wirklich gedacht, dass es wirklich ernst und bedrohlich sein könnte. Ebenfalls waren immer wieder Anglizismen gestreut, die nicht wirklich nötig waren.
“Wie soll ich denn jetzt Kaffee oder Tee kochen? Und Bacon und Eier braten? Es hat doch noch keiner gefrühstückt!” Battle Island, S.444
Außerdem machte Lou für mich immer einen leicht bipolaren Eindruck. Damit wären wir auch bei den Charakteren angelangt. Einerseits wirkte der Hauptcharakter wie eine 13 Jährige, andererseits hatte sie dann plötzlich kurze Momente 17-jähriger Züge, es war zum aus der Haut fahren. Und mehr Tiefe als Lou bekam man sowieso nicht, drei weitere Charaktere mit dem Namen Sophie, Jean-Luc und Daniel hatten noch recht prominente Auftritte, waren aber auch nicht sehr tiefgründig. Die restlichen sechs Teilnehmer waren auch nur gefühlte Statisten, die hätten sterben können und niemand hätte sich um sie gekümmert.
“Sorry, Lou.” Rowan sah sie fast bedauernd an. “Aber manchmal tust du so naiv, dass es fast schon wehtut!”Battle Island, S.476
Dieses Zitat fasst das Buch auch ganz gut zusammen und es ist fast ironisch, dass es von einem Nebencharakter ausgesprochen wurde. Denn ziemlich alle Charaktere stellten immer Fragen, die ziemlich dumm und naiv wirkten, nur um den Handlungsstrang fortzuführen. Das habe ich ziemlich früh in dem Buch bemerkt und fand es bis zum Ende hin etwas lästig, da es so wirkt als ob der Autor seine Leser für dumm hält.
Meine Kritikpunkte zur Seite geräumt, habe ich mich dann gefragt, was ich an dem Buch gut fand. Einerseits fand ich die Geschichte von Grund auf interessant, sonst hätte ich das Buch auch nie angefragt. Peter Freund mochte ich früher ganz gerne, könnte mir aber heute nicht mehr vorstellen, seine Bücher zu lesen. Womöglich bin ich doch alt geworden (haha). Eigentlich habe ich das Buch auch schnell weitergelesen, deswegen kann ich auch behaupten, dass es ziemlich rasch und flüssig zu lesen war. Die Atmosphäre, auf einer größtenteils verlassenen Insel eine TV-Show zu veranstalten war auch sehr angenehm zu lesen.
Es bestehen also sehr wohl Punkte, die für das Lesen des Buches sprechen. Ich kann mir auch vorstellen, dass es viele Leute geben wird, denen das Buch sehr gut gefallen wird, weswegen ich auch nicht behaupten kann, dass es unlesbar ist. Ist es nicht, es trifft nur nicht mehr ganz meinen Geschmack.
Fazit
Battle Island von Peter Freund bekommt von mir trotz alldem 3 von 5 Sternen, da es ein ganz solides Buch mit guten Ansätzen war, die Umsetzung meiner Meinung nach dann doch etwas in die Hose ging.
- Abgebrochen - das Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen -
~ Ein Buch, das mich leider überhaupt nicht packen konnte. Ich haderte mit dem zu detaillierten Schreibstil, der fehlenden Spannung, den hölzernen Dialogen und wurde mit den Personen einfach nicht warm, so dass ich nach etwa zweihundert Seiten leider abbrechen musste. Es kann also durchaus sein, dass die andere Hälfte sich ganz anders gestaltet, nur habe ich es leider nicht bis dorthin geschafft. ~
Klappentext
Als Louisa die Castings für die brandneue TV-Show »Battle Island« erfolgreich besteht, glaubt sie sich ihrem Ziel ein Stück näher: Mit dem Preisgeld die Therapie ihrer Mutter bezahlen und sie so vor dem sicheren Tod retten. Millionen von Zuschauern werden ihre Suche nach einem Schatz verfolgen, der auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel im Atlantik versteckt ist. Doch auch die anderen Kandidaten wollen an das Geld – dazu ist ihnen jedes Mittel recht, und so wird aus der Unterhaltungsshow schon bald ein Spiel auf Leben und Tod…
Informationen
Erzählstil: Personaler Erzähler, Präteritum; Perspektive: aus verschiedenen Perspektiven
Meine Meinung
Ich hatte mich wirklich so auf dieses Buch gefreut, und, zugegeben, meine Erwartungen waren hoch. Atemlose Spannung erwartete ich, vielleicht eine Mischung aus „Isola“ (von Isabel Abedi) und „Die Tribute von Panem“ (natürlich in milderer Form), auf jeden Fall ein Buch, das genau meinen Geschmack treffen würde.
Schreibstil
Leider wurde ich schon auf den ersten Seiten enttäuscht, denn es wollte sich so gar keine Spannung einstellen. Dieses Buch, auf das ich mich wochenlang so gefreut hatte, übte überhaupt keinen Sog auf mich aus und ließ mich schon am Anfang das Interesse verlieren. Das lag vor allem am Schreibstil, mit dem ich (persönlich, manche werden ihn lieben) einfach nicht klarkam. Er war mir immer wieder viel zu detailliert, so dass auch eigentlich spannende Momente eine gewisse Langatmigkeit entwickelten. Manchmal kam es auch zu Wiederholungen; dieselben Dinge wurden zweimal erklärt, nur mit anderen Worten. Jede Erinnerung, sei sie auch noch so klein (und unwichtig), wird aufgebauscht und im Detail erläutert, was mich aus dem Lesefluss riss und in mir das unbändige Verlangen weckte, zu überspringen, zu überlesen und zu überblättern. Ich gebe zu, was den Schreibstil betrifft, bin ich empfindlich – gefällt mir der nämlich nicht, hat es das Buch schwer, mich noch zu überzeugen. So kam es auch, dass ich mich zweihundert Seiten durchkämpfte, und schließlich frustriert aufgab (was ich selten tue, wenn ich mir vornehme, ein Buch wirklich zu lesen), weil es mich einfach nicht packte.
Gut gefallen hat mir die exotische Atmosphäre, die der Autor gut kreieren konnte. Die Vogelrufe, den Wind an den Klippen und die fremden Pflanzen konnte ich anschaulich vor mir sehen.
Personen
Durch den Abbruch nach zweihundert Seiten habe ich natürlich kein Gesamtbild der Personen, es kann natürlich sein, dass sie einem mehr ans Herz wachsen, wenn man bis zum Ende durchhält. In dem Teil, den ich gelesen habe, schienen mir die Personen zu einem großen Teil sehr klischeehaft zu sein (Sophie, der Franzose,…), was mir schon einmal der erste Dorn im Auge war. Sicher, so hat der Leser schnell ein Bild im Kopf, aber durch diese flachen, teilweise übertrieben gezeichneten Figuren hat sich bei mir schnell Antipathie eingestellt. Ich wurde einfach nicht mit ihnen warm, ihr Schicksal war mir gleichgültig. Auch mit der Hauptperson konnte ich einfach nicht mitfiebern. Ich weiß nicht genau, woran es lag (sogar eine tragische Hintergrundstory war vorhanden).
Aber wie sagt man so schön: Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Dieses Buch scheint einfach nicht für mich gemacht zu sein.
Idee und Themen
Dabei hat die Idee doch so gut geklungen! Nach atemloser Spannung, Intrigen und einer starken, überzeugenden Heldin. Da ich abgebrochen habe, weiß ich jetzt natürlich nicht, wie stark und tiefgründig der Autor die Medien-Kritik verarbeitet. Für all das Potential, das ich hier trotz allem sehe, ist auch der zweite Stern. Ohne zu wissen, was der Autor sich noch alles einfallen hat lassen einfach einen Stern zu geben, fände ich unfair.
Negativ aufgefallen ist mir allerdings die Struktur des Romans. Der direkte Einstieg ist interessant und spannend, doch hat es mich eher gestört, dass man an Tag acht von zehn zu erzählen begonnen hat. Als Leserin hatte ich das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die häufigen Rückblenden liefern zwar die nötigen Informationen, stören aber ebenso den Lesefluss, und das ständige Herumspringen in der Zeit ist auf Dauer anstrengend. Ich kann mir gut vorstellen, dass es das Ziel des Autors war, mit dieser Struktur Spannung aufzubauen, nur leider hat das bei mir nicht geklappt. Mir hätte ein traditionellerer Handlungsverlauf (mit weniger) Rückblenden besser gefallen.
Dialoge
Eine weitere Sache, die mich gestört hat, waren die oft hölzern und künstlich wirkenden Dialoge. Manchmal schien die Jugendsprache etwas gewollt und manche Dialoge wirkten auch sehr unnatürlich, manche Themenwechsel schienen abrupt.
Dennoch gab es auch immer wieder Passagen, die gelungen waren und mich auch überzeugen konnten.
Spannung
Leider war für mich niemals wirklich Spannung vorhanden. In den ersten Kapiteln war ich noch neugierig und überzeugt, nicht so schnell aufzugeben, weil ich unbedingt WOLLTE, dass mir das Buch gefällt, aber irgendwann musste ich einfach abbrechen. Meiner Meinung nach habe ich dem Buch genug Zeit gegeben, mich zu überzeugen, aber nach den ersten zweihundert Seiten konnte ich mir einfach nicht vorstellen, mich jetzt durch weitere 350 zu kämpfen.
Mein Fazit
Ein Buch, das mich leider überhaupt nicht packen konnte. Ich haderte mit dem zu detaillierten Schreibstil, der fehlenden Spannung, den hölzernen Dialogen und wurde mit den Personen einfach nicht warm, so dass ich nach etwa zweihundert Seiten leider abbrechen musste. Es kann also durchaus sein, dass die andere Hälfte sich ganz anders gestaltet, nur habe ich es leider nicht bis dorthin geschafft.
Meine Empfehlung: Fans von „Die Tribute von Panem“und „Isola“ und einem detaillierten Schreibstil sollten nicht zu viel erwarten und das Buch einfach einmal anlesen.
Ich habe mich für Battle Island von Peter Freund als Rezensionsexemplar entschieden, weil ich 1. das Cover unglaublich toll und ansprechend fand, 2. Lust auf ein bisschen Action hatte und 3. der Klappentext einfach unglaublich vielversprechend klang, trotz der Tatsache, dass die Inhaltsangabe des Buches doch sehr stark an Die Tribute von Panem erinnert.
Allerdings muss ich sagen, dass mich das Buch doch sehr enttäuscht hat. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht zu hohe Erwartungen hatte, jedoch konnte mich Battle Island leider nicht überzeugen.
Die Geschichte beginnt total plötzlich. Man wird quasi in eine bereits laufende Geschichte hineingeworfen, wie als würde man einen Film irgendwo in der Mitte starten. Ich war anfangs komplett verwirrt, wusste weder wo ich dran war, noch was gerade passierte, geschweige denn, wer jetzt eigentlich wer war. Ich war einfach absolut überfordert. Die Zeitsprünge zwischen damals, bevor alles begann, und heute - der eigentlichen Zeitlinie - haben die ganze Sache nicht gerade viel einfacher gemacht. Erst nachdem ich die ersten paar Kapitel gelesen hatte, habe ich mich endlich etwas zurecht gefunden und konnte mit dem Ganzen auch einigermaßen etwas anfangen.
Mein größtes Problem hatte ich wahrscheinlich mit dem Schreibstil. Die Geschichte an sich ließ sich zwar flüssig und recht zügig lesen, wenn ich mich dann endlich mal dazu aufraffen konnte, das Buch überhaupt in die Hand zu nehmen, allerdings empfand ich insbesondere die wörtliche Rede als unglaublich unpassend. Das Buch spielt irgendwann in der Zukunft und hier sind Jugendliche die Hauptprotagonisten, ihren Aussagen und Sprüchen nach zu urteilen hatte ich manchmal allerdings das Gefühl, irgendwo in den 80er Jahren zu stecken und einem alten Ehepaar bei einer Unterhaltung zuzuhören. Nicht mal heute reden Jugendliche noch so, oder sehe ich das anders? Auf der anderen Seite allerdings war die Sprache dann auch ziemlich vulgär. Spitznamen oder in diesem Fall wohl eher Beleidigungen wie "Pussy" und "Feuermuschi" müssen meiner Meinung nach nun wirklich nicht sein, dann tut es das gute alte "Miststück" auch.
Die ganze Grundidee dieser Story hinsichtlich der TV Show finde ich richtig richtig toll, allerdings hat es meiner Meinung sehr stark an der Umsetzung gehapert; zum Beispiel wäre die Geschichte meiner Meinung nach besser rüber gekommen, hätte man sie chronologisch erzählt und nicht so durcheinander, dass der Leser gedanklich ständig von einer Zeit, von einem Setting, zum nächsten hüpfen musste. Auch mit den Charakteren konnte ich mich leider gar nicht anfreunden und schon gar nicht identifizieren. Meiner Meinung nach waren sie allesamt ziemlich naiv und dumm und dazu dämlich, insbesondere auch Lous Mutter. Da fällt mir gerade diese eine Szene ein, ganz am Anfang das Gespräch zwischen ihr und dem Arzt. Welcher Arzt reagiert so? Und welcher Patient lässt sich einfach so abspeisen? Es tut mir wirklich Leid, aber manche Sachen in diesem Buch haben mich einfach so dermaßen aufgeregt, dass ich es am liebsten gleich abgebrochen hätte. Die Charaktere im Allgemeinen waren mir persönlich viel zu flach und blass, nicht im geringsten ausgearbeitet und einfach nur langweilig. Ich konnte mir nicht mal die Hälfte der Namen merken und ein Gesicht zu den Personen habe ich ebenfalls nicht vor Augen.
Die Story war teilweise recht spannend, teilweise aber auch wirklich langatmig. Leider konnte ich mich kaum aufraffen, das Buch weiterzulesen, was unglaublich schade war, denn wie gesagt die Grundidee ist einfach so klasse und interessant und vor allen Dingen spannend, dass ich so viel mehr erwartet habe von diesem Buch. Die Handlung war auch für mich recht vorhersehbar, sodass sie mich kaum überrascht hat.
Die Thematik die das Buch behandelt finde ich allerdings sehr wichtig, gerade in unserer heutigen Zeit und insbesondere auch, weil das Buch ja hauptsächlich Jugendliche anspricht/ansprechen soll. Manipulation im Fernsehen und in den sozialen Netzwerken ist ein sehr wichtiges und auch aktuelles Thema und öffnet hoffentlich Einigen die Augen, dass einfach nicht alles für bahre Münze genommen werden darf. Nicht mal das, was in den Nachrichten gesagt wird, entspricht immer der Wahrheit. Im Fernsehen geht es nur um Einschaltquoten, darum viel und schnell Geld zu machen und auch gerade in den sozialen Netzwerken sollte man aufpassen, dass man nicht alle möglichen Daten Preis gibt. Dieses Buch enthält eine sehr wichtige Message wie ich finde, schade nur, dass sie in dem ganzen Drum herum etwas untergegangen ist.
Wie ihr seht, konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Es hatte ein paar spannende Momente, doch leider hat die Langeweile überwogen und gerade die Tatsache, dass ich absolut nichts mit den Charakteren anfangen konnte, hat mir das Lesen nicht gerade erleichtert. Allerdings bedeutet das natürlich nicht, dass das Buch nicht gut ist. Ich habe schon viel Gutes darüber gehört, allerdings auch ebenso viel Schlechtes. Es ist reine Geschmackssache, für mich allerdings nur ein Versuch, irgendwie an den Erfolg der Hungerspiele anzuknöpfen, was absolut nicht gelungen ist. Ich hoffe allerdings, dass euch das euch das Buch viel besser gefallen wird, als mir.
An dieser Stelle aber noch einmal vielen vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, auch wenn es mir leider nicht so gut gefallen hat, wie erhofft.
Das Buch ist richtig gut! Von Peter Freund fand ich ja bereits die "Laura Leander"-Reihe hervorragend und habe sie als Kind/junger Teenie regelrecht verschlungen. Und Battle Island ist wirklich spannend. Die Handlung ist einerseits nicht wirklich vorhersehbar, andererseits war das irgendwie die einzig logische Möglichkeit, wenn man es gelesen hat. Sehr toll. Empfehle es definitiv weiter :D
Rezension: Direkt beim Aufschlagen des ersten Kapitels fällt auf: Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt. Das Buch beginnt bei „Tag acht“ der TV-Show und erzählt die Geschehnisse dieses Abends und des nächsten Morgens, immer wieder unterbrochen durch Kapitel, die „Wochen zuvor“ spielen und Schritt für Schritt die Ereignisse vor Beginn der Show erklären. Diese Wechsel erfolgen, bis die Vorgeschichte bei „Tag null“ angekommen ist, dem Anreisetag vor Beginn der Show. Ab dort werden die Ereignisse auf der Insel chronologisch erzählt mit einer Lücke an der Stelle, an der sich die bereits geschilderten Geschehnisse von „Tag acht“ und „Tag neun“ einreihen, auf die zwar verwiesen wird, die aber nicht nochmals ausgeführt werden. Im ersten Moment mag dieser Aufbau verwirrend klingen, aber für den Spannungsbogen ist er unerlässlich. Durch den rasanten Einstieg in eine der dramatischsten Szenen des Buches wird sofort Spannung aufgebaut, die mitreißt. Die Kapitel, die die Ereignisse „Wochen zuvor“ schildern, wie beispielsweise Lous Praktikum beim Fernsehsender, Aktivitäten mit ihrem Freund und Ausscheidungswettkämpfe um die wenigen Plätze in der Show, bieten zwischendurch eine willkommene Möglichkeit zum Durchatmen. Komplett chronologisch erzählt wäre der Anfang des Buches wohl ziemlich langweilig gewesen. Daher ist der gewählte Aufbau des Buches wirklich genial, um den Leser sofort in die Geschichte hinein zu reißen und ihn bis zum Schluss nicht mehr los zu lassen. Dadurch, dass zu Beginn jedes Kapitels detailliert angegeben ist, wo die Handlung beginnt, um welchen Handlungsstrang es sich handelt (Tag der Show vs. Wochen zuvor), welcher Wochentag, welches Datum und welche Uhrzeit gerade ist, kommt es auch nicht zu Verwirrung, wo die Szenen einzuordnen sind.
Ebenfalls gefallen haben mir die Charaktere, obwohl sie wirklich jedes Klischee bedienen. Da es sich aber um Kandidaten für eine Fernsehshow handelt, ist das diesmal sogar ein positiver Aspekt. Denn da nur zehn Personen an der Sendung teilnehmen können, müssen sie sich natürlich so weit wie möglich in ihren Persönlichkeiten, ihrer Herkunft und ihren Fähigkeiten unterscheiden sowie eine tragische Vergangenheit aufweisen, um für eine solche Show ausgewählt zu werden (wer glaubt schon daran, dass in irgendeiner TV-Show die Kandidaten jemals wegen ihrer Leistungen in zufällig gewählten Vorentscheiden ausgewählt werden?). Nur bei einer solchen Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes entsteht eine glaubwürdige TV-Show. Diese Ironie ist traurig, vom Autor aber wirklich gut umgesetzt. Da zwischen all diesen Klischees Lou am ehesten dem Durchschnittsmenschen entspricht und eine Menge Sympathien sammelt, schafft sie es als Erzählerin, trotzdem dafür zu sorgen, dass das Buch flüssig zu lesen ist und die Prototypen der erfolgsgeilen Tussi, des Millionärssöhnchens und des Jungen mit krimineller Vergangenheit nicht allzu sauer aufstoßen.
Doch nicht nur die Auswahl der Kandidaten ging nicht mit rechten Dingen zu, sondern die ganze Show offenbart sich langsam als ein einziger Betrug, so wie es wohl auch fast alle Shows sind, die tatsächlich tagtäglich im Fernsehen laufen. Relativ schnell stellt sich heraus, dass die Kandidaten den Produzenten vollkommen egal sind. Sie interessieren sich nur für gute Einschaltquoten und im Notfall gehen sie dafür über Leichen. Dass einige von ihnen gleichzeitig in persönlichen Rachefeldzügen unterwegs sind, heizt die Stimmung zusätzlich auf. Und dass sich außerdem die Kandidaten gegenseitig an die Gurgel gehen, weil jeder diesen Gewinn unbedingt haben will, treibt Dramatik und Gewalt immer weiter voran. Bis zum Schluss ist das Buch unheimlich mitreißend. Eskalation ist wirklich ein milder Ausdruck für das Finale, das den Leser erwartet.
Fazit: Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite ein einziger Rausch aus Spannung und Dramatik. Der nicht ganz chronologische Aufbau treibt den Puls schon im ersten Kapitel nach oben und je mehr von dieser dramatischen Geschichte erzählt wird, desto aufgeheizter und gewaltreicher wird die Stimmung, bis die Situation zum Schluss vollkommen eskaliert. Das Buch ist mitreißender als jede TV-Show, obwohl es eine solche in allen Details beschreibt, von den klischeebehafteten Charakteren mit tragischer Vergangenheit über künstliche Inszenierungen für die Zuschauer bis hin zur gewissenlosen Jagd nach Einschaltquoten, für die auch über Leichen gegangen wird. „Battle Island“ ist ein dermaßen packendes Buch, dass ich sehr gerne alle fünf Schreibfedern vergebe.
Zehn Jugendliche haben zehn Tage Zeit um einen Goldschatz auf einer Insel zu finden. Doch es wird nur einen Gewinner geben, der mit einer Million Euro im Koffer nach Hause fliegt. Herzlich Willkommen zur neuen Spielshow: Battle Island
Da die 16 jährigen Louisa regelmäßig bei dem Berliner Sender YOUR TV jobbt, weiß sie schon vor Beginn der Show, dass es bei dem neuen Event um sehr viel Geld geht. Eigentlich ist das überhaupt nicht nach ihrem Geschmack, doch seit sie von der Erkrankung ihrer Mutter weiß, sieht sie in dieser Aufgabe ihre einzige Chance, die teuren Behandlungskosten aufzubringen. Doch dafür muss sie gewinnen. Ist sie genauso skrupellos wie ihre Gegner? Auf jeden Fall werden diese zehn Tage ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellen.
Autor Peter Freund hat schon seit den 1980er Jahren mit dem TV zu tun. In diesem Werk kann er sein Hintergrundwissen hervorragend veranschaulichen und aus dieser dramatischen Geschichte einen wahren Page Turner kreieren.
Natürlich steht in dieser Geschichte Louisa im Fokus des Geschehens. Da die Präsentation jedoch aus der Erzählperspektive erfolgt, rücken automatisch auch andere Protagonisten in den Mittelpunkt. Doch zunächst sollte ein Blick auf Louisa geworfen werden.
Louisa nennt sich selbst nur 'Lou'. Sie ist jung, hübsch und sportlich. Seit längerem pflegt sie eine Beziehung zu Tim, der zwei Jahre älter ist. Ihr Vater ist früh gestorben und nun lebt sie mit ihrer Mutter Eva und ihrem kleinen Bruder Jonas in Berlin. Sie ist ein sympathischer und authentischer Charakter, der von Anfang bis Ende durchweg charismatisch und liebenswert erscheint. Ihr zur Seite stehen verschiedene Personen, die nicht alle nur positiv gestimmt sind. So gibt es ihre Battle-Gegner Sophie, Jean-Luc und Daniel, die ihr das Leben schwer machen. In der spanischen Kandidatin Elena findet sie hingegen eine Freundin. Zusätzlich kennt Lou durch ihre Arbeiten beim Sender den Produzenten und Erfinder von Battle Island. Dieser Mann zieht die Fäden im Hintergrund, seine Rolle dabei bleibt aber bis fast zum Schluss undurchsichtig. Jedenfalls ist für ordentlich Potenzial gesorgt worden, denn jeder Protagonist hat seine eigenen Stärken und Schwächen.
Die Handlung baut sich langsam auf. Dennoch muss hier ein wenig nachgedacht werden, denn der Verlauf erfolgt nicht chronologisch. Zunächst wird der Leser gleich in den Kampf auf der Insel verstrickt, ehe es mit den früheren, weit vor Beginn der Show, weitergeht. Im regelmäßigem Wechsel erfährt der Betrachter so Louisas Werdegang und die Hintergründe zum Gesamtwerk. Diese Erzählweise verwirrt gerade zu Beginn etwas. Doch nach und nach wird es flüssiger und ab etwa der Hälfte des Buches widmet sich der Autor der zeitgetreuen Wiedergabe, so dass sich die Spannung wunderbar aufbaut und in einem fulminanten Finale gipfelt.
In diesem Buch werden verschiedene Themen angesprochen, die zum Nachdenken animieren. Dabei geht es weniger um die Gefühlswelt der Protagonisten, sondern vielmehr um die Einstellung des Fernsehnens auf unser eigenes Verhalten. Zusätzlich wird die Kommerzialisierung durch einen Sender, der exakt auf das junge Publikum zugeschnitten ist, (YOUR TV) infrage gestellt. Es gibt eine Pro- und eine Contra-Seite. Also wird hier nicht nur in einfachen schwarz-weiß-Mustern agiert, sonder auch die Grauzone wird betrachtet.
Spannend und sehr unterhaltsam - Nicht nur für Jugendliche eine tolle Erfahrung!
Mein persönliches Fazit: Mit fast 550 Seiten ist dieses Buch keine kleine Lektüre. Doch dafür ist sie unglaublich fantasie- und ideenreich. Ich habe dieses Werk tatsächlich in einem Rutsch verschlungen und konnte es kaum noch aus der Hand legen. Immer wieder musste ich einfach erfahren, wie es nun mit Lou und den anderen Kandidaten weiterging. Auch die süße Liebesgeschichte zwischen ihr und Tim hat mich begeistert, denn hier gab es endlich mal keine großen Katastrophen, sondern vielmehr Vertrauen und gegenseitige Unterstützung. Also alles in allem gehört dieses Buch mit zu meinen Lesehighlights des Sommers, denn die Geschichte hat mich vollkommen fasziniert, die Charaktere begeistert und die Dramatik gefesselt. Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung!
Ich bin wirklich mit sehr, sehr hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen - und das war vielleicht ein Fehler. Denn wirklich überzeugen konnte mich "Battle Island" nicht, aus mehreren Gründen.
Das Buch steigt sehr unvermittelt ein, nämlich schon mit Tag 8 von 10 auf Battle Island. Das hat mich im ersten Moment so verwirrt, dass ich tatsächlich nochmal gegooglet habe, ob es auch wirklich der erste Teil ist. Ist es, das Buch ist sogar alleinstehend. Aber verwirrend war es anfangs schon. Aber nicht nur das. Der Anfang hat mich so dermaßen an die "Tribute von Panem" erinnert, dass ich gar nicht wusste, was ich davon halten soll. Denn die Protagonistin Lou, die Pfeil und Bogen auf den Rücken geschnallt hat, wird von drei Mitspielern gejagt und kann sich nur mit Mühe und Not retten. Dieser Einstieg vermittelte für mich etwas ganz anderes als das, was das Buch dann tatsächlich ist: Denn in erster Linie geht die Gefahr für die Spieler gar nicht voneinander aus, sondern von außen. Deswegen war der Einstieg für mich unpassend.
Auch dass die Erzählung nicht chronologisch erfolgt, hat mich etwas geärgert. Klar ist es schön, mitten in die Geschichte hineingeworfen zu werden. Allerdings kommt es dadurch zwangsläufig auch zu einigen Dopplungen und Wiederholungen, was die Spannung heraus nimmt und die Geschichte bremst. Eine chronologische Erzählweise wäre mir hier wirklich lieber gewesen.
Ein weiteres Problem hatte ich mit der Sprache. Zwar ist der Schreibstil sehr flüssig und gut zu lesen, sodass man kaum ins Stocken gerät, allerdings war mir die Sprache vor allem in den wörtlichen Reden viel zu vulgär. Müssen Spitznamen wie "Pussy" oder "Feuermuschi" wirklich sein? Für mich jedenfalls nicht.
Gut fand ich wiederum, dass sehr viel auf Manipulation im Fernsehen und in den Sozialen Netzwerken aufmerksam gemacht wurde. Hier konnte der Autor, der selbst schon lange in der Fernsehbranche tätig ist, sein Fachwissen weitergeben. Ich kann mir vorstellen, dass das Buch für einige Leser wirklich zu Aha-Momenten führt, wenn deutlich wird, dass eben nicht alles für bahre Münze genommen werden muss, was im Fernsehen gezeigt wird und dass man wirklich vorsichtig im Umgang mit seinen Daten sein muss. Da die Zielgruppe des Buches vor allem Jugendliche sind, passt das perfekt, denn die Aufklärung erfolgt ohne erhobenen Zeigefinger.
Aber leider gab es auch diesmal ein Problem, dass ich öfter mit Büchern habe: Ich kam einfach nicht mit der Protagonistin klar. Lou ist der Inbegriff für Liebenswürdigkeit und Selbstlosigkeit - und wird genau dadurch unglaubwürdig. Sie verhält sich super naiv, sodass sie zum Teil von weiteren Figuren in dem Buch darauf aufmerksam gemacht wird. Zwar ist ihr Verhalten tadellos, aber das hat sie mir nicht sympathisch gemacht. Überhaupt waren die Figuren in "Battle Island" entweder lieb und nett, die Helden sozusagen, oder eben gemein und böse. Warum immer schwarz-weiß?
Die Story an sich ist eine wirklich gute Idee gewesen, nur für mich nicht passend umgesetzt. Denn die Handlung ist sehr vorhersehbar und auch wenn am Ende nochmal Spannung aufkommt, rechnet man als Leser doch genau mit diesem Ausgang. Schade!
Insgesamt konnte mich das Buch nicht völlig überzeugen. Einige Dinge haben mir gut gefallen, andere wiederum gingen für meinen Geschmack gar nicht. Deswegen gibts von mir nur 2,5 Sterne.
Der Inhalt: Louisa ist Teil einer neuen TV-Show bei welcher es darum geht, den Schatz vor den anderen Teilnehmern zu finden. Alleine auf einer Insel kämpfen die Teilnehmer nun um Ruhm und Reichtum. Was als Unterhaltungsshow gedacht war, wird auf einmal grausame Realität, denn den Teilnehmern machen vor nichts Halt - und Louisa ist mittendrin.
Rezension: Das Cover hat mich wirklich sofort neugierig gemacht! Es ist nicht verträumt, sondern passt gut zur Handlung des Buches. Zu sehen sind vier Jugendliche, die den Leser anschauen.. naja zwei davon zumindest. Von der Stimmung her fand ich, dass es spannend und dramatisch wirkte. Also das Cover mag ich auf jeden Fall!
Zu Beginn habe ich recht schnell in die Geschichte gefunden, aber das lag wohl auch daran, dass ich durch den Klappentext wusste wo sich Louisa befindet. Leider hat mich der Anfang aber nicht richtig fesseln können, sodass ich das Buch erst mal beiseite gelegt hatte. Habe dem Buch aber dann doch noch mal eine Chance gegeben. Leider musste ich feststellen, dass die Szenen zwar von der Handlung her oft spannend und nervenaufreibend sind, mich aber der Schreibstil nicht richtig packen konnte. Daher kam diese Spannung auch nicht ganz bei mir an. Das hat sich leider so (für mich) durch das Buch gezogen. Auch die vielen Schimpfwörter und Beleidigungen fand ich manchmal etwas zuuuu viel und übertrieben.
Die Zeitsprünge in der Geschichte find ich generell gar keine so schlechte Idee, nur waren sie manchmal einfach zu lang, was dann die Spannung genommen hat. Außerdem musste man immer genau schauen, wie weit man zurück springt, denn das variierte auch ab und zu... hat man da nicht aufs Datum geschaut war es schon mal etwas verwirrend. Tendenziell finde ich es aber eine gute Möglichkeit die beiden Seiten Louisas kennen zu lernen. Die auf "Battle Island" und die Louisa vor Battle Island. Dennoch hat mich der manchmal distanziert wirkende Schreibstil eben nicht richtig warm werden lassen mit Louisa und den anderen Charakteren. Obwohl ich fand, dass sie sich schon deutlich voneinander unterschieden, bleiben sie alle irgendwie nur sehr oberflächlich und sind oft von typischen Klischees und Vorurteilen geprägt.
Die grundsätzliche Idee fand ich aber gut. Die Idee der TV-Show und auch die Hintergründe wie diese entwickelt und aufgebaut wird hat mir gut gefallen. Da Peter Freund selber in dieser Branche tätig ist, konnte er hier sein wissen natürlich super einsetzen! Denke die Handlung selber hätte aber auf jeden Fall Potenzial. Schade, dass es mich dann doch nicht überzeugen konnte. Denn die über 500 Seiten haben sich dann doch sehr gezogen und mir war das Ende persönlich einfach zu sehr "Happy End".. es wirkte vor allem runtergerattert.
Fazit: Ich habe echt lange überlegt, wie viel und was ich alles in die Rezension schreibe. Ich denke aber ich halte sie "kurz". Ich fand den Schreibstil leider wenig überzeugend, was einfach daran lag, dass die Spannung gefehlt hat. Für eine andere Art der Geschichte mag dieser mit Sicherheit gut geeignet sein. Das viele hin und her hat im Lesefluss oft gestört und die Charaktere bleiben nur sehr oberflächlich.
Klappentet Als Louisa die Castings für die brandneue TV-Show »Battle Island« erfolgreich besteht, glaubt sie sich ihrem Ziel ein Stück näher: Mit dem Preisgeld die Therapie ihrer Mutter bezahlen und sie so vor dem sicheren Tod retten. Millionen von Zuschauern werden ihre Suche nach einem Schatz verfolgen, der auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel im Atlantik versteckt ist. Doch auch die anderen Kandidaten wollen an das Geld – dazu ist ihnen jedes Mittel recht, und so wird aus der Unterhaltungsshow bitterer Ernst ...
Der Autor Peter Freund ist seit 1980 in der Film- und Fernsehbranche tätig und lebt und arbeitet in Berlin. Schon seit Ende der 80er-Jahre hat er neben Drehbüchern für Filme und Serien immer wieder auch Romane und Geschichten geschrieben und veröffentlicht. Viele seiner Bücher stürmten die Bestsellerlisten, wurden in neunzehn Sprachen übersetzt und in dreiundzwanzig Ländern veröffentlicht. In Battle Island verarbeitet er nun erstmals sein berufliches Insiderwissen in Form eines aufregenden Romans.
Meine Meinung
Story Die Leser unserer Rezensionen wissen, dass wir sehr selten,( fast überhaupt nie) ein Buch abbrechen. Bei Battle Island konnte ich aber meine Lesezeit nicht weiter verschwenden. Ich bin völlig unbefangen an das Buch heran gegangen, aber nach wenigen Seiten fingen mich die Protagonisten an zu nerven. Ihre Pöbeleien auf unterstem Niveau wurde von der Gossensprache, die der Autor schriftlich übernommen hat, noch getoppt. Ich habe der Handlung, die für mich verwirrend, langweilig und alles andere als gut zu lesen war, nach 180 Seiten abgebrochen. Auch die ständigen, sehr verwirrenden Zeitsprünge waren echt nervig.
Erst in nachhinein habe ich gesehen, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine war und das Buch sehr schlechte Kritiken bekommen hat.
Schreibstil Wie bereits erwähnt, war der Schreibstil recht nervig. Die langweiligen, teilweise niveaulosen Dialoge waren nicht gerade motivierend. Also mich konnte an der Story und der Schreibweise nichts fesseln. Es war teilweise echt eine Zumutung.
Charaktere
Hierzu kann ich nur sagen, langweilige und oberflächliche Charaktere haben mir absolut nicht zugesagt und waren null sympathisch. Sie waren sehr kindlich naiv und konnten mich absolut nicht fesseln.
Mein Fazit
Also, da ich das Buch abgebrochen habe, weil mir die Charaktere zu nervig, die Sprache teilweise zu gossenmäßig und die Spannung absolut nicht vorhanden war, gebe ich dem Buch nur eine von fünf Leseratten / Sternen. Ich kann das Buch nicht weiterempfehlen, vergeudet nicht eure Lesezeit mit solch einem Buch.
An sich klingt die Idee für die Story einfach mega interessant.
Ein Castingshow auf einer einsamen Insel, verschiedene Aufgaben und einen Goldschatz, den es zu gewinnen gibt.
Allerdings hat die Umsetzung mir nur mittelmäßig gefallen. Grade zum Ende hin stand immer weniger die Castingshow und deren Teilnehmer im Vordergrund, sondern eine komplett andere Geschichte.
Außerdem gab es immer wieder Szenen, die entweder einfach viel zu schnell vorbei waren, zB. dadurch, dass sie gefühlt in 3 Sätzen abgehandelt wurde, oder einfach viel zu lang, wodurch sich alles gezogen hat.
Auch an Spannung hat es in der Story gefehlt, zum Ende hin wurde aber immerhin das besser.
... die Personen....:
Meiner Meinung nach hat man leider alle Personen nur total oberflächlich kennen gelernt. Selbst Lou, die ja immerhin die Hauptperson ist.
Lou war mir an vielen Stellen zu naiv und am liebsten hätte ich sie mal kräftig geschüttelt oder ihr eine verpasst, damit sie mal aufwacht.
Was allerdings sehr positiv auffällt ist, dass sich die verschiedenen Charaktere, trotz das man sie nur oberflächlich kennen lernt, doch sehr verschieden beschrieben, wodurch man sie wenigstens durch mehr als nur ihren Namen voneinandere differenzieren kann.
Was mir am meisten gefallen hat:
Die Idee hinter der Story war echt nicht schlecht, auch wenn sie nur mittelmäßig umgesetzt wurde.
Was mir nicht gefällt:
Die Charaktere sind mir zu oberflächlich beschrieben worden, man hat mit wirklich keinem irgendwie mal mitfühlen können.
Zudem konnte mich die Story einfach nicht begeistern, grade weil anfangs die Spannnung gefehlt hat.
Außerdem hat mich der französische Akzent von Jean-Luc einfach total genervt, der Lesefluss wurde dadurch tatsächlich ein wenig gestört und irgendwann hab ich nur noch gehofft, dass er aufhört zu reden.
Bewertung: 3 von 5 Sternen Das Buch war weder wirklich schlecht noch wirklich gut. Und grad da es immerhin 544 Seiten hat, find ich nicht, dass es sich wirklich gelohnt hat die ganze Zeit, was bei meinem Lesetempo immerhin knapp 5,5 Stunden sind, da hinein zu investieren.
Bei diesem Buch fand ich es enorm schwer, die passende Bewertung zu finden...es hat mir auf alle Fälle gefallen aber irgendwie hat es mich nicht so erreicht und mitfiebern lassen wie ich es erwartet hatte...Ich glaube mir hat Nähe zur Hauptfigur Lou ein wenig gefehlt und generell die Nähe zu den handelnden Figuren. Von der Story wars nämlich richtig gut...Okay am Ende ist das ganze ein wenig aus dem Ruder gelaufen, aber sooo unangenehm aufgefallen ist das auch nicht. Ich bin generell kein Fan nicht-linearer Handlungsstränge, diese Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Teilen der Handlung (vorher-jetzt-dazwischen) macht es irgendwie schwer direkt in die Geschichte hinein zu kommen. Ich hätte wahrscheinlich am ehesten 3,5 Sterne gegeben, da das aber nicht möglich ist, eben doch die 4 :) Auf alle Fälle eine spannende Story, die sehr gut in unsere Zeit der unzähligen Reality-TV-Shows passt :)
Das Buch wurde leider erst gegen Ende spannend. Mir ging es viel zu sehr um das Casting an sich, anstatt auf der Insel zu überleben. Mit den Charakteren musste ich mich auch erst warm machen.