Spätsommer in Köln: Die 19-jährige Julia sitzt an einer Haltestelle und wartet auf den Nachtbus. Doch nicht der Bus liest sie auf, sondern ein limonengelber Porsche. Am Steuer: Ein ehemaliger Radrennfahrer, den eine Knieverletzung gezwungen hat, seine Karriere im Frühjahr zu beenden. Der abgestürzte Hochleistungssportler entlarvt sich als sadistischer Entführer: Tagelang hält er Julia in einem Keller gefangen, demütigt sie, foltert sie. Und Julia ist nicht sein erstes Opfer. Mindestens zwei Frauen hat er bereits misshandelt und ermordet – die Einser-Abiturientin ist jedoch die erste, die ihm nicht mit Furcht und Unterwürfigkeit, sondern mit Trotz und Verachtung begegnet. Als die Polizei an seiner Tür klingelt, beschließt er, Julia im nahe gelegenen Moor zu töten. Der Versuch misslingt: Etwas an Julia zwingt ihn, sie mitzunehmen auf seine Flucht durch Belgien, Frankreich und Spanien. Dabei mordet und vergewaltigt er weiter, und je blutiger die Serie wird, je mehr Frauen und Mädchen sterben, desto drängender stellt sich die Frage, ob Julia wirklich nur Geisel ist. Oder ob ihre Verwandlung zur Mittäterin nicht längst begonnen hat ... (Verlagstext)
Ein sehr schwer zu beurteilendes Buch. Der Schreibstil mag an einigen Stellen ein bischen Spannung aus der Geschichte nehmen, aber er ist perfekt für die psychologischen Hintergründe. Es wirkt manchmal oberflächlich geschrieben, letzten Endes finde ich, dass es genau so geschrieben ist, wie es Julia wohl auch geschrieben hätte, wenn sie real wäre. Das Stockholm-syndrom spielt sicherlich eine große Rolle in dieser Geschichte. Wer dieses Buch lesen möchte, dem empfehle ich sich jemanden zu suchen, mit dem man darüber reden kann. Ich denke das ist bei diesem Buch sehr wichtig.
Ich wusste, dass es wohl noch verstörender werden würde, dieses Buch zu lesen, als „Die Brut“ zu lesen. Was „Mädchenmörder“ mit mir gemacht hat, kann ich nicht wirklich beschreiben. Es ist meiner Meinung nach ein wirklich gutes Buch, toll und packend geschrieben. Man möchte immer weiterlesen, man möchte erfahren, wie diese Geschichte, die eigentlich die Geschichte von Julias Martyrium sein sollte und das rein gar nicht ist, schließlich endet. Aber da das Thema dieses Buches so beängstigend und verstörend ist, bin ich mir nicht einmal sicher, ob das Wort „gut“ hinsichtlich dieses Buches wirklich angebracht ist.
„Mädchenmörder“ ist die Liebesgeschichte von David und Julia. Eine ganz und gar nicht normale und ziemlich makabere Liebesgeschichte. Im ersten Teil erzählt Julia, wie sie in die Fänge ihres „Peinigers“, wie sie ihren Entführer hier nennt, geraten ist. Nach der Party ihrer Freundin wird sie, als sie an einer Bushaltestelle sitzt, von einem ehemaligen Radprofi aus Aachen entführt, vergewaltigt und gequält. Doch sie tötet er nicht, wie er es bei all seinen vorherigen Opfern getan hat, er nimmt Julia mit auf eine Reise quer durch Frankreich, Belgien und schließlich Spanien. Auf dieser Reise begegnen ihnen immer wieder Mädchen, auf die Julias Peiniger aufmerksam wird und bei deren Vergewaltigung und Ermordung Julia tatenlos zusehen muss.
Doch im zweiten Teil des Buches, der aus Briefen von Julia an David besteht, wird dem Leser plötzlich klar, dass Julia der gesamten Öffentlichkeit nach ihrer Befreiung aus den Fängen ihres „Peinigers“ etwas vorgemacht hat. Und dass ihr „Peiniger“ nicht nur ihr Peiniger war, sondern zu ihrer großen Liebe wurde, für den sie alles tun würde…
Verstörend. Einfach nur verstörend. Aber absolut lesenswert!
Da Die Unglückseligen von Thea Dorn mir gut gefallen hatte, wollte ich Mädchenmörder trotz des abgeschmackten Titels eine Chance geben. Leider wurde ich enttäuscht. Der Roman ist fad, zieht sich, baut keine Spannung auf, hat überhaupt nichts Neues zu bieten und der Wendepunkt ist einfach nur langweilig.
Der Inhalt lässt sich schnell erzählen: Ein Mädchen wird nachts von einem Serienmörder entführt und er nimmt sie mit auf eine Reise über Frankreich nach Spanien, auf der einige weitere Mädchen zu Tode kommen. Im Laufe des Romans stellt sich heraus, dass die Geschichte sich allerdings nicht ganz so abgespielt hat, wie zuerst angenommen.
Meine Empfehlung: Lieber ein gutes Buch von Thea Dorn lesen, z.B. Die Unglückseligen!
Manche Bücher vergisst man nach dem Lesen direkt, doch dieses Buch zählt definitiv nicht dazu. Es ist schon Jahre her, das ich es gelesen habe, doch es lässt einen nicht locker. Eine wirklich tiefgründige Geschichte, die einen zum Nachdenken bringt.
Ich habe das Buch im Rahmen einer Challenge gelesen wo man ein Buch lesen sollte welches vorwiegend schlechte Rezensionen hat. Dementsprechend lustlos bin ich an dieses Buch rangegangen und ich kann die ganzen schlechten Rezis absolut verstehen. Positiv ist, das das Buch sich wirklich flüssig liest und man nicht auch noch nachdenken muss. Das war es dann aber auch schon. Julia erzählt halt aus der ICH Perspektive von ihrer Entführung und anfangs, die ersten seiten, hatte ich noch mitleid und habe kurz mitgefiebert aber das verliert sich sehr schnell. Stockholm Syndrom ist mir zwar bekannt, trotzdem fand ich die Wendung die dieses Buch genommen hat nicht unbedingt nachvollziehbar. Nach der Mitte geht es dann in dem ‘Buch weiter mit Briefen von Julia an ihren Entführer, aber in diesen wird eigentlich auch nur die restliche entführung weitererzählt. Es war ziemlich langweilig bis zum Ende und ich musste immer wieder mit dem Kopf schütteln. Der Epilog war noch ganz ok weil er ne kleine Überraschung bereitgehalten hat aber wirklich empfehlen kann ich das Buch leider nicht.
This is the biggest mindfuck story I have ever read. I would have NEVER guessed that Julia was being a bigger psychopath than David... How could Julia love him? Why? He was a murderer! HOW CAN YOU LOVE A MURDERER? She made me sick. They both did. And than she even got pregnant. I actually already thought that would happen, but it still shocked me.
I don't know what to say about this book. It was faszinating and captivating, but I was so happy when it was finally over. And I doubt I will read it again. Ever.
Dieser Krimi ist einmal nicht nach 0815-Strickmuster gewebt, streng genommen ist es nicht einmal ein Krimi. - Das Buch hat mich irritiert und das ist das Beste, was man von einem Buch sagen kann. Plötzlich war nichts mehr klar in meinem Wissen über Opfer und Täter: Erklärt das Stichwort "Stockholm-Syndrom" wirklich alles?