Du dachtest, ein GPS-Tracker liefert Antworten – doch er stößt dich in finstere Abgründe
Digital, emotional und hoch Dieser Psychothriller ist Domestic Noir vom Feinsten von Bestseller-Autorin Ursula Poznanski. Ein spannender Technologie-Thriller um ein altes Haus, eine Frau mit Handicap und ein digitales Katz-und-Maus-Spiel zwischen Wahrheit und Wahnsinn
Gefangen im eigenen Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.
Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …
Ein Psychothriller mit einem packenden Plot à la Hitchcock, einer lebensechten Heldin und raffinierten digitalen Twists
Wie kein anderer Thriller-Autor denkt Ursula Poznanski neue technische Errungenschaften konsequent zu einem Gänsehaut-Ende. Ihre Heldin Viola ist gefangen in einer klaustrophobischen Atmosphäre. Aber wird sie einfach nur langsam paranoid – oder ist sie in tödlicher Gefahr?
Entdecken Sie auch Ursula Poznanskis Thriller-Bestseller »Die Burg« um ein tödliches Escape Game mit einer KI.
Born on 30 October 1968 in Vienna, Ursula Poznanski (a.k.a. Ursula P. Archer), after finishing high school, she began studying Japanese studies, journalism, law and theater.
She has worked as a medical journalist since 1996.
She has been a published book author since 2003.
She lives with her family in the south of Vienna. ------------------------------------- Geboren am 30. Oktober 1968 in Wien. Nach Beendigung des Gymnasiums Studium der: Japanologie, Publizistik, Rechtswissenschaften, Theaterwissenschaften (in ungefähr dieser Reihenfolge, ohne Gewähr und ohne Abschluss). Seit 1996 Medizinjournalistin, seit 2003 veröffentlichte Buchautorin.
Fantastisch! Einfach großartig. Am Anfang wundert man sich über einiges - da stehen mitten in der Geschichte immer wieder Sätze, die keinen Sinn machen. Man wird in die Irre geführt (ich hab aber tatsächlich das meiste vor der Enthüllung selbst herausgefunden) und es ist alles sehr atmosphärisch. Poznanski in Hochform! Einfach großartig!
Finally mal wieder ein 5 Sterne Buch! Und das obwohl extrem oft erwähnt wird, wie die Hauptperson auf Klo geht, was sie isst, wann sie duscht etc etc :D Habe die ganze Zeit mitgefiebert und es innerhalb von drei Tagen beendet. Es gab keinen krassen Plottwist am Ende, aber das Buch war trotzdem actiongeladen und unterhaltsam. Das "Gefangen im eigenen Körper/Haus" mit Leuten, denen man nicht vertrauen kann, sorgt für eine Grundanspannung, die sich das ganze Buch über aufrechterhält. Auch das Kind als Informanten zu nehmen, das merkwürdige Geschehnisse erzählt, diese aber nicht einordnen kann, macht es spannend. Die Art wie das Kind, welches Trisomie 21 hat, gelesen wurde (nämlich dümmlich und undeutlich) fand ich aber unpassed bis respektlos. Die eingestreuten "Zaubersprüche" fand ich aber super, es sorgt für eine leicht gruselige Atmosphäre und man hat am Anfang wirklich keinen Schimmer was das soll. Man merkt aber leider, dass es eine gekürzte Version ist, grad am Anfang kommt es sehr aus dem Nichts, dass Viola die Tracker bestellt und damit Gegenstände und Menschen überwacht. Auch scheint sie keinerlei moralische Bedenken zu haben, so einen Vertrauensbruch zu begehen (oder diese wurden rausgekürzt). Generell ist ihr moralischer Kompass...nun ja, interessant. Besonders bei der dritten Person, die sie trackt, kam es mir nicht logisch vor, warum sollte sie das machen? Außer natürlich weil es für die Handlung notwendig ist.. Apropos unlogisch, bei der Regal-Sache wäre ich direkt abgehauen, egal wohin, aber Violas schien das nicht groß zu schockieren. Also ja, ein paar Logik-Lücke gibt es, sie haben mir aber nicht die Freude am Buch genommen, alles in allem sehr spannend. Im Übrigen möchte ich anmerken, dass Dubai kein Paradies, sondern eine menschenrechtliche Katastrophe ist.
*Rezensionsexemplar* Mit "Das Signal" liefert Ursula Poznanski einen spannende und fesselne Thriller. Der durchgehend ruhige Schreibstil hat mir sehr gefallen, auch die kurzen Kapitel haben gut gepasst und "Schwung" in die Story gebracht. Auch Viola als Hauptprotagonistin war mir sehr sympathisch. Ein Kritikpunkt, der mich sehr gestört hat, allerdings ist, dass bei dem Nennen der Bands/ Songtitel, welche Viola sich bei ihrem Spiegeltraining anhört, mehrmals Fehler waren. Beispielsweise wurde aus "Panic at the Disco!" "Panic in the Disco!" Und "My Chemical Romance" wurde zu "Chemical Romance". Wie so etwas passieren kann, ist mir nicht verständlich.
Dennoch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen (ja, zwischendurch wurde es etwas langatmig, aber durch die kurzen Kapitel konnte ich diese Phase gut "überbrücken") und mit jeder neuen Erkenntnis, die Viola gemacht hat, wollte ich nur noch mehr wissen, was jetzt eigentlich Sache ist. Daher eine klare Leseempfehlung meiner Meinung nach.
Wieder ein sehr spannender Thriller von Ursula Poznanski. Die Geschichte hätte etwas kürzer sein können, da sich vor allem der Mittelteil etwas gezogen hat. Und ja, es gab Plotholes und nicht alles hat 100% Sinn gemacht, aber ich hab’s trotzdem verschlungen.
Das Buch startete denkbar schlecht für mich, da die Protagonistin Viola im Krankenhaus mit einem amputierten Bein erwacht und es sich erstmal um die medizinischen Folgen dreht. Ich hasse Krankenhäuser.
Aber die Geschichte hat mich dann doch bekommen. Viola kann niemandem mehr trauen, weder ihrem Mann noch ihrer Pflegerin. Hat mich oft an Misery von Steven King erinnert, wenn sie hilflos in ihrem Bett liegt und sich auf Gefahren von überall einstellen muss.
Die Idee mit den Trackern (daher der Titel) fand ich originell. Im Mittelteil etwas langatmig, aber das Finale war total spannend mit einer befriedigenden Auflösung. Die kurzen Kapital sorgten für einen schnellen Lesefluss.
Insgesamt ein spannendes und empfehlenswertes Buch! Me likey.
Violas Alltag wird durch einen einschneidenden Unfall, bei dem sie ihr Bein verliert, komplett aus der Bahn geworfen. Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr selbstverständlich, Bewegungsfreiheit wird zum Luxus, Abhängigkeit zum täglichen Begleiter. Was zunächst schon so nach einem Alptraum klingt klingt, wird nur noch schlimmer, denn Viola beginnt ihrem Ehemann Adam immer mehr zu misstrauen. Er verschwindet stundenlang, ihre Gehhilfen sind plötzlich weg und die eigens eingestellte Pflegerin ist auch mehr eine Gefängniswärterin. Kurzerhand schiebt sie ihrem Mann einen GPS Tracker unter, um zumindest ein Stück weit Augen auf ihren Mann zu haben…
Mit „Das Signal“ legt Ursula Poznanski einmal mehr einen Thriller vor, der aktuelle Technik, menschliche Abgründe und eine sehr persönliche Geschichte miteinander verknüpft. Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass hier nicht nur ein klassischer Spannungsroman wartet, sondern auch ein sehr nahbarer Blick auf eine Protagonistin, deren Leben sich schlagartig verändert. Moderne Technologie in Form von GPS Tracking spielt außerdem eine entscheidende Rolle. GPS-Tracker, digitale Spuren und scheinbar harmlose Helferlein entwickeln eine Eigendynamik, die Viola sowohl neue Möglichkeiten eröffnet als auch Fragen aufwirft, die sie lieber nicht stellen würde. Lange bleibt offen, wohin sich die Handlung entwickelt. Ist es ein Domestic Thriller über persönliche Beziehungen und Misstrauen? Oder steckt doch etwas Größeres dahinter, das sich erst Stück für Stück offenbart? Gerade dieses breite Spektrum sorgt dafür, dass man als Leser ständig zwischen Theorien schwankt und die Geschichte lange nicht in eine eindeutige Richtung einordnen kann.
Ursula Poznanski gehört für mich seit Jahren zu den Autorinnen, bei denen ich eigentlich bedenkenlos zugreifen kann. Ihre Werke sind erstaunlich breit gefächert. Von Standalones zu Ermittlerreihen und Jugendthrillern und dennoch erkennt man stets ihre Handschrift. Viele ihrer Bücher stehen noch auf meiner Leseliste, und bisher war ich im Großen und Ganzen immer sehr angetan davon, wie sie Spannung mit aktuellen Themen und glaubwürdigen Figuren verbindet. „Das Signal“ reiht sich da nahtlos ein und zeigt erneut, wie mühelos sie zwischen Zielgruppen und Erzählstilen wechseln kann.
Hauptfigur in „Das Signal“ ist Viola und damit eine Protagonistin, die man nicht so schnell vergisst. Das, was ihr vor Beginn der eigentlichen Handlung widerfährt, ist einschneidend und lebensverändernd und dennoch begegnet sie ihrer Situation mit einer erstaunlichen Mischung aus Pragmatismus, Sarkasmus und trockenem Humor. Gerade dieser Tonfall macht viel vom Reiz des Buches aus. Wo andere Geschichten in düstere Schwere abgleiten würden, setzt Poznanski immer wieder kleine humorvolle Impulse. Viola nimmt ihr Schicksal nicht leicht, aber sie lässt sich auch nicht vollständig davon definieren. Dieser Galgenhumor sorgt immer wieder für Momente, in denen man trotz der ernsten Thematik schmunzeln muss. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich die Rehabilitationsphase, die stellenweise etwas knapp angerissen wirkt. Sie ist präsent, aber oft eher im Hintergrund und nur dann deutlich, wenn es für den Plot gerade notwendig ist. Hier hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht.
Violas Mann bildet einen interessanten Kontrast zu ihr. Wo sie versucht, mit Ironie und nüchterner Akzeptanz voranzukommen, wirkt er häufig vorsichtiger, kontrollierter, stellenweise fast überbehütend. Dieses Spannungsfeld innerhalb der Beziehung verleiht der Geschichte zusätzliche Dynamik. Gerade im Zusammenspiel zeigt sich, wie unterschiedlich Menschen mit Ausnahmesituationen umgehen können. Als Viola zu Beginn ihren Mann als Ästeht beschreibt, war mir schon klar, dass er sich mit einer einbeinigen Frau wohl schwer tun wird…
Auch die Nebenfiguren sind alles andere als bloßes Beiwerk. Besonders Violas „Wächterin“ bzw. Pflegerin sorgt für einige der unterhaltsamsten Szenen im Buch. Ihr Zusammenspiel mit Viola ist stellenweise herrlich bissig und wirklich zum Schreien komisch. Diese Dialoge lockern die Handlung enorm auf und verhindern, dass die Geschichte zu schwer wird. Gleichzeitig behalten die Figuren ihre Wichtigkeit für den Plot und wirken nie wie reine Stichwortgeber.
Ein persönlicher Pluspunkt für mich sind Bücher, die mit einer Karte beginnen. Ich liebe es, während des Lesens immer wieder zurückzublättern, Straßen und Orte nachzuschlagen und mich räumlich zu orientieren. „Das Signal“ hat genau dieses Detail, das mir sofort ein gutes Gefühl gegeben hat. Die technische Komponente rund um GPS-Tracker und digitale Nachverfolgung ist spannend umgesetzt. Es wird humorvoll in die Geschichte eingebaut, schon allein die Namen sind wirklich witzig. Gleichzeitig wird deutlich, wie schmal der Grat zwischen Hilfe und Kontrolle sein kann.
Der Spannungsbogen entfaltet sich eher schleichend als explosiv. Lange ist unklar, welches Ziel die Geschichte ansteuert, was jedoch weniger verwirrend als vielmehr reizvoll ist. Der Weg zur Lösung hat mir sehr gut gefallen, ebenso die Auflösung selbst. Sie ist nicht in jeder Facette vollkommen überraschend, denn einige Entwicklungen lassen sich dann doch erahnen, wirkt aber stimmig und zufriedenstellend.
„Das Signal“ hat mich von der ersten Minute an gepackt. Der Einstieg mit Violas Schicksalsschlag ist intensiv, ohne erdrückend zu sein, und der immer wieder aufblitzende Humor macht die Geschichte erstaunlich leicht lesbar, obwohl das Thema eigentlich schwer wiegt. Unterm Strich bleibt ein sehr gelungener Thriller, der mich nur noch einmal mehr daran erinnert hat, dass ich definitiv mehr von Ursula Poznanski lesen möchte. Vielleicht ist jetzt endlich der richtige Zeitpunkt, ihre Wiener Ermittlerreihe von der Leseliste zu befreien.
Ein spannender Thriller über eine Frau, die einen schweren Unfall hatte und jetzt vor vielen Hindernissen steht, vor allem ihrem Mann und der Hilfe, die er angestellt hat. Im Laufe der Story kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht.
Ich liebe einfach Ursula Poznanski! Alle ihre Bücher sind sehr angenehm und gut geschrieben. Dieses war da keine Ausnahme. Der Schreibstil war flüssig und verständlich. Die Protagonistin wurde toll geschrieben, denn man fühlt richtig mit ihr. Sie hat trotz ihrer Verletzungen eine gute Portion Humor. Und man hasst genau die richtigen Menschen. Ich mochte besonders gerne, dass man immer eine gewisse Unwissenheit hat und Violas Gedächtnislücken zusammen aufdeckt.
Es ist kein klassischer Thriller mit viel Tod oder verstörenden Entdeckungen, trotzdem ist es unheimlich spannend, durch die vielen kleinen Plotttwist, die immer genau richtig eingebaut sind, ohne dass es zu wenig oder zu viel ist.
Ich würde es jedem empfehlen, der gerne Krimis oder Thriller liest, Ursula Poznanski mag oder einfach mit Thrillern anfangen möchte.
Das abgelegene Haus, das Viola Decker und ihr Mann Adam gekauft haben, wird für Viola plötzlich zu einer Art Gefängnis. Sie hat gerade einen Unterschenkel verloren, als der marode Weinkeller über ihr eingestürzt ist und während sie sich erholt und darauf wartet, dass der Beinstumpf verheilt, sitzt sie im Erdgeschoss ihres Hauses fest. Ihre Pflegerin Otilia bleibt distanziert und grummelig und scheint Violas Freiheitsdrang zu boykottieren, wo sie nur kann. Zuerst versieht Viola nur ihre Krücken, die Otilia ständig wegräumt, heimlich mit einem Minitracker, doch irgendwann befestigt sie auch einen am Lieblingsschuh ihres Mannes. Denn der verhält sich zunehmend seltsamer.
Für mich schreibt Poznanski verlässlich Thriller, die ich nicht aus der Hand legen will. In mitreißenden Tempo begleiten wir Vio, die nach einem Unfall ans Haus gefesselt ist, das Verhalten ihres Mannes zunehmend fragwürdig bis beängstigend findet und seinem Geheimnis mit technischen Hilfsmitteln auf die Spur geht. Auf Vios eigenes Geheimnis gibt Poznanski wie gewohnt kryptische Hinweise, die dann geschickt zusammengeführt werden. In der Mitte hat die Geschichte einen kleinen Hänger, der aber, auch dank kurzer Kapitel und einem zackigen Finale, schnell vergessen ist.
wie "misery" im technischen zeitalter, leider nicht ganz so packend wie erhofft, da es im 2. akt einige langatmige passagen gab. viola fand ich eine sehr starke protagonistin, dafür die antagonistischen figuren nicht genug ausgereift. trotzdem kommt man wegen des schreibstils wie immer gut durch!
Ein neues Buch von Ursula Poznanski - es war von Anfang an klar, dass ich meine Hände nicht vom Tech-Thriller lassen kann.
📖 Vio hat durch den schrecklichen Einsturz ihres Weinkellers ein Bein verloren und muss sich nun zurück ins Leben kämpfen. Ihr Mann ist überfürsorglich und hat ihr sogar eine Pflegerin verschafft, die sich um sie kümmert - oder sie ins Haus einsperrt - ganz wie man es sehen will. Außerdem gibt es Ungereimtheiten im Tagesablauf ihres Mannes und dem, was er ihr tatsächlich erzählt. Also bestellt Vio Tracker, die sie ihrem Mann heimlich unterjubelt. Zudem sind ihre Erinnerungen an den Unfall verschwommen - doch sie decken sich nicht mit den Erzählungen … wer spielt hier ein falsches Spiel?
🏡 Ursula Poznanski liefert wieder einen spannenden Thriller ab, den ich eigentlich überhaupt nicht aus der Hand legen mochte. Von dem Augenblick an, in dem Vio im Krankenhaus erwachte. Sie hat eine Art, subtile Spannung zu erzeugen und den Lesenden an die Seiten zu fesseln, die ich sehr liebe. Ich bin praktisch durch die Seiten geflogen. Ein bisschen hat mich das Buch an eine moderne Version von Stephen Kings „Carrie“ erinnert - was Poznanski im Buch auch scherzhaft erwähnt.
Viola ist ein spannender Charakter, und grauer als es zunächst den Anschein macht. Auch sie hat eine Vergangenheit, die erst im Laufe des Buches enthüllt wird. Durch den Verlust ihres Beines muss sie viele Einschränkungen hinnehmen. Sie zeigt sowohl Durchhaltevermögen als auch Verletzlichkeit und Trauer. In ihrer Situation ist alles angebracht, plus eine gehörige Portion Misstrauen ihrem Mann gegenüber. Sie ist eine Figur, der ich sehr gerne gefolgt bin und einige Male bitter Lachen musste.
Ihr Mann hingegen - Adam - war mir von Anfang an suspekt. Natürlich muss er einem suspekt sein, damit das Misstrauen, das Vio Adam entgegen bringt von dem Moment an, in dem sie die Augen geöffnet hat, gerechtfertigt ist. Zurecht. Natürlich. Trotzdem hätte ich mir für Adam mehr Unterfütterung gewünscht. So habe ich die sozialen Gründe, aus denen sich Vio in Adam verliebt hat, nie so ganz verstanden. Das ist auch mein Manko an dem Roman.
Otilia als Wächterin und nebenamtliche Eierbraterin fand ich ziemlich gut gelungen. Bei ihr wusste man nie so wirklich genau, woran man gerade ist - und dieses Prickeln hat Sie für mich zu einem wirklich spannenden Charakter erwachsen lassen. Auch die Nebencharaktere, allen voran Benno, waren richtig toll.
Eine tolle Atmosphäre mit einer tollen Protagonistin - der Antagonist hätte für meinen Geschmack einen graueren Anstrich vertragen können. 4 Sterne für „Das Signal“.
Was dieses Buch so besonders macht, ist die Wahl der Charaktere. Statt der üblichen Teenager-Protagonisten begegnen wir hier Menschen Mitte 30. Das verändert die Dynamik der Geschichte grundlegend:
- Keine Naivität: Die Figuren agieren lebenserfahren, reflektiert und treffen Entscheidungen, die auf Logik statt auf bloßem Hormonchaos basieren. - Einprägsamkeit: Die Charaktere sind scharf gezeichnet und bleiben noch lange nach dem Zuklappen des Buches im Gedächtnis.
Eine Handlung, die fordert
Die Story ist alles andere als geradlinig. Poznanski webt ein komplexes Netz aus Handlungssträngen, das volle Aufmerksamkeit erfordert. Dabei verliert sie jedoch nie den roten Faden. Die Spannung wird nicht durch billige Cliffhanger erzeugt, sondern durch eine tiefgründige, psychologische Dichte, die den Leser förmlich in die Seiten saugt.
Das „Poznanski-Prinzip“
Wie in fast all ihren Werken greift die Autorin auch hier ein hochaktuelles, polarisierendes Thema auf. Sie schafft es, gesellschaftliche Debatten in einen spannenden Plot zu gießen, ohne dabei belehrend zu wirken. Es ist diese Mischung aus Unterhaltung und intellektuellem Anspruch, die „Das Signal“ zu einem echten Highlight macht.
Fazit
Ein absolutes Muss, nicht nur für Fans der Autorin. Ursula Poznanski zeigt, dass sie sich stetig weiterentwickelt und keine Angst vor komplexen Stoffen hat. Für mich eines ihrer besten Werke!
*Nachtrag Es handelt sich gar nicht um ein Jungendbuch - lol
Das Thema und die Schreibweise haben mir beim Hören sofort Beklemmungen bereitet. Dadurch ist definitiv Spannung aufgekommen und man wollte wissen, wie es weitergeht.
Auch der Twist am Ende war überraschend und mir ist erst kurz vorher aufgefallen, dass da etwas nicht stimmt.
Warum also nicht 5 Sterne? Die Protagonistin hat für meinen Geschmack definitiv zu lange abgewartet. Auch wenn das Hörbuch mit 10 Stunden nicht zu lange ist, bin ich in den vielen Situationen, in denen sie nichts tut, sehr nervös geworden.
solide 4/5 Sterne Thriller. es war mir manchmal etwas zu langsam, aber insgesamt doch spannend.
was ich nicht gecheckt habe: gaaanz am Anfang gibt Adam seinen Standort für sie frei, damit "sie sich ihm näher fühlt". aber schon da macht er Ausflüge, die nicht mit dem übereinstimmen, was er angeblich macht. wieso sollte er ihr die Möglichkeit geben, ihm auf die Schliche zu kommen, wenn sie sonst gar nicht erst auf die Idee gekommen wäre, dass er was zu verbergen hat? check ich nicht :(
This entire review has been hidden because of spoilers.
Als Poznanski Ultra musste ich auch dieses Buch einfach lesen. Interessante Idee, in der Mitte zu lang und am Ende zu kurz, über die Darstellung des Nachbarjungen mit Trisomie-21 kann man sich vllt auch streiten. Alles in allem aber kein schlechtes Buch, wenn auch nichts Weltbewegendes.
Was soll ich sagen? Ursula Poznanski enttäuscht einfach nie. Ich habe das Buch verschlungen und kann überhaupt nichts kritisieren. Ein sehr starkes Ding. Die Charaktertiefen, die originelle Idee und die Wendungen - alles in allem einfach mal wieder ein 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ für mich :)
Hab ich gerne gehört und teilweise ist's mir schwer gefallen Pause zu drücken, weil ich die Geschichte so spannend fand. Thriller höre ich üblicherweise nicht. Dieser hat mich jedoch überzeugt.
Ein typischer Poznanski! Temporeiche, spannende Unterhaltung, die man in wenigen Stunden oder Tagen verschlingen kann. Die Charaktere waren nicht besonders tiefgründig, und die Protagonistin Viola hat einige fragwürdige Dinge getan, die ich nicht immer nachvollziehen konnte, aber das hat mich irgendwie nicht gestört.
3,5 Sterne Seit meiner Jugend ist Ursula Poznanski eine auto-buy Autorin für mich. So hab ich auch diesmal ihr Buch wieder vorbestellt.
Die Geschichte startet direkt spannend, man will sofort wissen wie es weitergeht. Das Verhalten der Pflegerin und ihres Mannes wirft viele Fragen auf. Der Schreibtstil war angenehm und ich bin in gewohnter Poznanski-Natur nur so durch die Seiten geflogen.
Leider fand ich das Signal nicht ganz so spannend wie ihre anderen Bücher. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und freue mich auf weitere Geschichten von ihr.
Bei Ursula Poznanski greife ich normalerweise lieber zu ihren Jugendbüchern, als zu ihren Thrillern, da letztere für meinen Geschmack sprachlich manchmal einen etwas zu jugendlichen Touch haben. Umso gespannter war ich daher auf ihren neuesten Thriller „Das Signal“. Bereits nach der Leseprobe stand für mich fest, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. Denn schon von den ersten Seiten an, hat mich die Geschichte absolut gefangen genommen.
Innenarchitektin Viola Decker erwacht im Krankenhaus. Sie hat beim Einsturz des noch nicht fertig renovierten Weinkellers ihres Mannes ein Bein verloren. Viola kann sich nicht erinnern, was sie im Weinkeller wollte, der nachweislich nicht sicher ist. Ehemann Adam kümmert sich liebevoll um sie und doch hat Viola das Gefühl, dass er ihrer ziemlich sicher bald überdrüssig werden wird, denn Adam ist ein Perfektionist und Viola ist nicht mehr perfekt. Außerdem scheint er es nicht wirklich eilig zu haben, dass gemeinsame Haus barrierefrei umzubauen. Während Viola im Erdgeschoss gefangen zu sein scheint und von der neu eingestellten Pflegerin überwacht wird, fühlt sie sich immer hilfloser.
Ursula Poznanski widmet sich diesmal dem Genre des Domestic Noir (d.h. das vermeintlich sichere Zuhause der meist weiblichen Protagonistin verwandelt sich in einen Schauplatz der Bedrohung). Nach ihrem schweren Unfall ist Viola ans Bett gefesselt und vollständig auf Hilfe angewiesen. Ihre Pflegerin Otilia überwacht sie mit einer Strenge, die eher an Gefangenschaft als an Fürsorge erinnert. Zunehmend verschwinden Gegenstände aus Violas unmittelbarer Umgebung - ihre Krücken oder der Rollstuhl. Aus Angst, die Kontrolle vollends zu verlieren, bestellt sie GPS-Tracker, um ihre Sachen schneller wiederzufinden. Doch bald wird ihr Misstrauen größer. Als sich ihr Mann immer merkwürdiger verhält, steckt sie heimlich einen der kleinen Sender in seine Stiefeletten. Was sie daraufhin entdeckt, offenbart immer mehr Widersprüche in seinen Erzählungen und lässt die Grenzen zwischen Fürsorge, Manipulation und Bedrohung endgültig verschwimmen.
Erzählt wird aus der Sicht von Viola in der Ich-Form. Sie war für mich eine nahbare und sympathische Protagonistin. Der Verlust ihres Beines und die plötzliche Abhängigkeit von anderen, wurde sehr gefühlvoll und realitätsnah dargestellt. Auch das Gefühl, im eigenen Zuhause gefangen zu sein, wird so realitätsnah beschrieben, dass ich es gut nachempfinden konnte. Die Erzählung einzig aus ihrer Sicht lässt allerdings auch die Frage aufkommen, ob Viola eine verlässliche Erzählerin ist? Oder ob sie manches falsch interpretiert?
Die unterschwellige Bedrohung und Spannung ist allgegenwärtig. Es geht aber nicht nur um Spannung, sondern auch um Manipulation, Kontrolle und Vertrauensverlust. Ursula Poznanski verteilt ihre Informationen gut dosiert. Ihr Schreibstil wirkt diesmal erwachsener und nicht wie in "Die Burg" eher jugendlich angehaucht. Deshalb hatte ich hier auch immer das Gefühl einen "richtigen Thriller" zu lesen und nicht einen Jugendthriller, der auf erwachsen programmiert ist.
Während mich bei Poznanski häufig die Charaktere nicht ganz überzeugen konnten, gibt es diesmal nichts zu bemängeln. Viola ist eine starke und intelligente Protagonistin, die versucht hinter den Aktivitäten ihres Mannes zu kommen. Doch auch sie hat ein düsteres Geheimnis, welches sie lange verbergen konnte. Die wortkarge und strenge Pflegerin Otilia verursacht einem oftmals Gänsehaut, aber Ehemann Adam hat mir fast noch mehr Angst eingejagt. Dabei fragt man sich beim Lesen lange, ob er nur fürsorglich oder berechnend ist. Er bleibt lange nicht greifbar. Mein Lieblingscharakter war eindeutig Benno, der Nachbarsjunge mit Down Syndrom, der ihr unwissentlich eine große Hilfe ist.
Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist die etwas dubiose Vergangenheit von Viola, die nicht ganz glaubwürdig wirkt. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau. Das Ende ist gelungen und glaubwürdig.
Gefallen hat mir auch der Stadtplan von Wien auf der Innenseite des Covers. Oftmals gibt es keine genaueren Ortsangaben bei Posznankis Büchern. Umso mehr freue ich mich über diesen Wien-Thriller.
Fazit: Ursula Poznanski konnte mich mit ihrem neuen Thriller diesmal richtig abholen, den ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite! Leseempfehlung!
Dieser Roman von Ursula Poznanski ist ein fesselnder Technologiethriller, der Elemente des Psychothrillers kombiniert. Die Geschichte dreht sich um ein altes Gebäude, eine Frau mit einer Behinderung und ein digitales Spiel, das die Grenzen zwischen Realität und Wahn verschwimmen lässt.
Bei einem Unfall im noch nicht fertiggestellten Weinkeller erleidet die junge Innenarchitektin Viola Decker den Verlust eines Beins. Ihre Realität besteht nun ausschließlich aus Herausforderungen. Ihr Ehemann Adam verspricht, sich um alles zu kümmern und sämtliche Hindernisse aus ihrem Leben zu entfernen. Auf den ersten Blick scheint er dieses Versprechen rührend zu erfüllen. Doch beim barrierefreien Umbau ihres abgelegenen, alten Hauses zeigt er sich nicht besonders eilig. Zudem ist sein übertriebenes Kümmern eher belastend für Viola, da sie buchstäblich im Erdgeschoss gefangen ist, immer in der Gesellschaft einer schweigsamen Pflegerin, die sie ständig überwacht. Viola hat das Gefühl, in einem Gefängnis zu leben. Ihre Isolation wird immer deutlicher.
Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite – Rollstuhl, Krücken, Computer. Sie kommt auf die Idee, die Geräte mit winzigen GPS-Trackern auszustatten, um nicht lange danach suchen zu müssen. Aber nicht nur die Gräte. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht und sie beschließt, dem Verhalten ihres Mannes etwas entgegenzusetzen.
Ursula Poznanski hat einen ganz perfiden, um so spannenderen Psychothriller geschrieben, der voller Überraschungen und schließlich auch Wendungen strotzt. Die im Roman zum Einsatz gelangende Technikl sollte so manchen Leser ins Grübeln bringen, wenn er es nicht schon längst gemacht hat. Die Technik und ihre Funktionsweise ist faszinierend. Die Rückschlüsse, die die Protagonistin daraus zieht sind immer wieder einleuchtend und plausibel.
Davon abgesehen, dass man als Leser gespannt sein darf, wie die ganze Situation am Ende gelöst wird, ist es auch interessantz zu erleben, wie die Protagonistin mit ihrem fehlenden Bein umgeht und wie sie auch mit dieser Situation umgeht.
Das Figurenportfolio ist so angelegt, dass man als Leser ganz klar gut und böse voneiner unterscheiden kann und nach wenigen Seiten weiß – oder der Meinung ist zu wissen – für wen man Sympathie und für wen Abneigung hegen soll. Meine Lieblungsfigur bei allem ist allerdings Benno, der Sohn der Nachbarn. Ihr dürft euch auf die Begenung mit ihm freuen.
„Das Signal“ von Ursula Poznanski ist ein fesselnder Psychothriller, der moderne Technik geschickt einsetzt, um die Spannung zu steigern und an Hitchcock zu erinnern. Die Charaktere sind klar in gut und böse unterteilt, jedoch mit überraschenden Wendungen, die die Geschichte lebendig halten. Besonders beeindruckend sind die Geheimnisse, die nicht nur von den Bösewichten ausgehen, sondern auch die liebenswerten Figuren betreffen. Die kurzen Kapitel von 4 bis 5 Seiten sorgen für einen schnellen Lesefluss und erhöhen die Spannung.
Das Buch ist äußerst unterhaltsam und empfehlenswert für Leser, die psychologische Thriller und technische Raffinesse schätzen. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl, dass Hinweise auf Wendungen zu deutlich erschienen, was die Überraschung etwas mindern kann.
Insgesamt ist „Das Signal“ jedoch ein gelungenes Werk, das sowohl Technikliebhaber als auch Thriller-Fans begeistern wird.
Ich bin generell ein großer Poznanski Fan und habe, glaube ich, fast alles von ihr gelesen. Für mich sind ihre Bücher eigentlich immer mindestens gut, manche haben mich aber komplett begeistert. Das Signal gehört für mich klar zu diesen Highlights.
Das Buch hat mich sofort gepackt. Ich wollte wissen, wie alles ausgeht, aber genauso dringend, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Dieses Mysterium funktioniert in beide Richtungen und zieht einen komplett rein. Dazu kommt der Ton. Nicht dauerhaft sarkastisch oder pragmatisch, sondern genau dann, wenn Probleme gelöst werden müssen. Im Alltag ist sie warm, loyal und erstaunlich normal. Aber sobald es ums Überleben geht, schaltet sie um. Dann kommt dieser trockene, sarkastische, extrem pragmatische Blick auf die Welt zum Vorschein. Egal ob es um ein verlorenes Bein oder um deutlich gefährlichere Probleme geht.
Ja, manches ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt und stellenweise wirkt sie fast zu kompetent. Aber sie bleibt menschlich genug, dass es mich nie gestört hat. Im Gegenteil. Dieses Gefühl von: Du glaubst vielleicht, du hast die Kontrolle, aber du hast absolut keine Ahnung, mit wem du dich gerade anlegst, macht unglaublich Spaß beim Lesen.
Besonders stark fand ich den Umgang mit ihrer Behinderung nach dem Unfall. Die Genesung geht vielleicht etwas schnell, aber alles drum herum fühlt sich gut recherchiert und emotional glaubwürdig an. Es ist kein Gimmick, sondern beeinflusst ihr Leben, ihre Entscheidungen und ihren Alltag. Dazu kommt ihr Galgenhumor, diese kleinen trockenen Witze über die eigene Situation, die sich für mich extrem real angefühlt haben. Gerade in Krisen ist diese Art Humor oft das, was einem hilft, weiterzumachen. Natürlich nicht für jeden, aber für mich funktioniert das total. Und die Grundhaltung, dass man ein Bein verlieren kann, aber nicht automatisch sein Leben, hat für mich perfekt funktioniert.
Der größte Hook für mich war aber ihre Moral. Sie ist loyal, hilft Menschen, die sie mag, ohne zu zögern und ohne Gegenleistung zu erwarten. Aber sie hat eine sehr klare Grenze. Wenn jemand ihr schadet, kann sie auch moralisch graue Entscheidungen treffen. Und wenn sie wirklich bedroht wird, fallen alle Skrupel. Dann zählt nur noch: Problem lösen. Nicht aus Grausamkeit, sondern aus purem Überlebenswillen. Gefahr muss weg, egal auf welchem Weg. Diese Mischung aus Menschlichkeit und eiskalter Konsequenz hat sie für mich unglaublich spannend und gleichzeitig überraschend sympathisch gemacht.
Auch die Nebenfiguren tragen viel bei. Besonders gefallen hat mir, wie sie ihrem Nachbarn mit Down-Syndrom begegnet. Sie sieht ihn von Anfang an als Menschen, nicht als Problem oder Projekt. Sie mag ihn wirklich und seine Sicherheit ist ihr wichtig, auch wenn er ihr manchmal hilft. Diese Art von Inklusion fühlt sich angenehm selbstverständlich an.
Das Signal ist ein Thriller, der perfekt von seiner Hauptfigur getragen wird. Sie macht die Geschichte zum Pageturner, passt aber gleichzeitig komplett in diese Welt und diese Situation. Poznanski liefert hier Spannung, Graumoral und eine Hauptfigur, die gleichzeitig verletzlich, loyal und erschreckend effektiv ist, wenn es darauf ankommt. Das Signal ist die Geschichte einer Frau, die alles verlieren kann und trotzdem nicht aufgibt. Und wenn sie sich entscheiden muss, ob sie zerbricht oder zurückschlägt, ist die Antwort glasklar. Ein Thriller, den man nicht nur liest, sondern verschlingt und der lange im Kopf bleibt.
Meinung: Ich habe bereits einige Bücher von Ursula Poznanski gelesen und mochte ihren Stil jedes Mal doch auf dieses hier war ich wirklich wahnsinnig gespannt. Und was soll ich sagen? Ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Viola Decker ist Innenarchitektin, deren Leben von einem Moment auf den anderen zerbricht. Ein Unfall in ihrem eigenen Zuhause verändert alles: Der baufällige Weinkeller stürzt ein, Viola überlebt doch sie verliert ein Bein. Zurück aus dem Krankenhaus ist nichts mehr wie vorher. Nicht nur ihr Körper ist plötzlich eingeschränkt, sondern auch ihr gesamtes Leben. Ihr Mann Adam wirkt zunächst wie der perfekte Partner: hilfsbereit, fürsorglich, immer zur Stelle. Doch sehr schnell schleicht sich ein Gefühl ein, das mich beim Lesen nicht mehr losgelassen hat: Irgendetwas stimmt hier nicht. Adam trifft Entscheidungen über Violas Kopf hinweg, verhindert ihre Selbstständigkeit und engagiert ohne Rücksprache sogar eine Pflegerin. Viola ist plötzlich gefangen im Erdgeschoss ihres Hauses, in ihrem eigenen Körper und in einem Leben, das nicht mehr ihr gehört.
Dank bildhaften und flüssigen Schreibstil, wurde eine Atmosphäre aufgebaut, die mich komplett in den Bann gezogen hat. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders stark fand ich die Ausarbeitung der Figuren, allen voran Viola. Ihr Kampfgeist und ihr Wille, sich nicht in eine Opferrolle drängen zu lassen, waren für mich absolut nachvollziehbar. Ich saß oft da und dachte: Ja. Genau so würde ich auch reagieren. Das Bedrohliche an der Geschichte ist, dass die Angst nicht irgendwo draußen lauert sondern mitten im eigenen Zuhause. Dieses Gefühl von Misstrauen, das sich immer weiter ausbreitet, war unglaublich beklemmend. Lange wusste ich nicht, wem ich trauen kann. Jeder scheint etwas zu verbergen, jeder hat seine eigene Agenda. Als plötzlich immer wieder Gegenstände aus Violas Reichweite verschwinden, greift sie zu technischen Hilfsmitteln: GPS-Tracker sollen ihr helfen, Kontrolle und Ordnung zurückzugewinnen. Anfangs wirkte das fast paranoid und ich gebe ehrlich zu, dass ich kurz gezweifelt habe, ob Viola nicht vielleicht übertreibt. Doch je weiter ich gelesen habe, desto klarer wurde: Ihre Angst ist erschreckend berechtigt. Besonders spannend fand ich, dass auch Viola selbst nicht frei von Geheimnissen ist. Lange bleibt offen, was sie verschweigt und genau dieses Rätsel hat mich zusätzlich an die Geschichte gefesselt. Viola lässt sich nicht einfach gehen… sie zerbricht. Und genau das hat mich emotional richtig getroffen. Allerdings muss ich auch sagen: Die Spannung konnte für mich nicht durchgehend auf demselben Level gehalten werden. Im Mittelteil gab es ein paar kleinere Längen, und einen Teil der späteren Auflösung habe ich relativ früh kommen sehen. Das Ende war schlüssig und plausibel, aber nicht ganz so überraschend, wie ich es mir erhofft hatte. Trotzdem hatte ich wirklich tolle Lesestunden.
Ursula Poznanski entführt uns mit ihrem neuesten Psychothriller in ein Szenario, das den Puls schleichend in die Höhe treibt. Im Zentrum steht eine taffe Innenarchitektin, deren Leben nach einem schweren Unfall in Trümmern liegt – buchstäblich. Gezeichnet durch eine Amputation und geplagt von den Lücken in ihrem Gedächtnis, findet sie sich in einem abgelegenen Haus wieder, das für sie zur barrierefreien Falle wird.
Die Atmosphäre ist von Beginn an hochgradig klaustrophobisch. Während die Protagonistin im Erdgeschoss feststeckt, scheint die Welt um sie herum aus den Fugen zu geraten. Ihr Ehemann verstrickt sich in ein Netz aus Lügen, während eine wortkarge Pflegerin wie ein Schatten über ihr wacht. Poznanski nutzt hier geschickt das Domestic-Noir-Motiv: Das Misstrauen wächst nicht im Außen, sondern am eigenen Küchentisch.
Mit jedem Puzzlestück, das die Protagonistin Viola zusammensetzt, wird klarer, dass die Probleme nicht nur in der Ehe liegen. Ihre eigene Vergangenheit holt sie ein, wobei die Affäre ihres Mannes nur an der Oberfläche kratzt. Trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen bleibt sie stark und übernimmt Schutzmaßnahmen, während sie sich gegen die Kontrolle ihrer Pflegekraft wehrt und versucht, an ihre Erinnerungen zu gelangen.
Ursula Poznanski entführt die Leser auf eine interessante Jagd nach Vertrauen, Sicherheit und Selbstständigkeit. Das Tempo steigert sich langsam, spiegelt damit den mühsamen Kampf der Protagonistin wider, und das Gefühl der Bedrängnis baut sich immer weiter auf. Man fiebert regelrecht mit ihr und gerät selbst in einen Strudel aus Rätseln und Herausforderungen.
Die erste Hälfte des Buches ist ein packendes Beinah-Kammerspiel. Die schleichende Bedrohung und die sympathische, beharrliche Heldin ziehen einen unweigerlich in den Bann. Doch die Handlung im Mittelteil gerät irgendwie ins Stocken. Violas fast schon masochistischer Langmut gegenüber ihrem heuchlerischen Ehemann und der übergriffigen Pflegerin strapazierte meine Geduld völlig unnötig. Die Auflösung folgt bekannten Strukturen und lässt den „frischen Wind“ vermissen, den man von früheren Werken der Bestseller-Autorin gewohnt ist.
Das Cover finde ich überaus passend. Die Treppe, die in ihr gemeinsames Schlafgemach führt, ist auf einmal eine unüberbrückbare Bürde. So manch Eigentümliches geht im oberen Stockwerk vonstatten, doch was es ist, dürft ihr selbst herausfinden.
Fazit: Trotz einiger Kritikpunkte bleibt DAS SIGNAL eine fesselnde Lektüre, die besonders durch die psychologische Tiefe der Hauptfigur punktet. Poznanski beweist erneut, dass sie das Spiel mit der Paranoia beherrscht, auch wenn dieser „leise Thriller“ am Ende nicht ganz die Wucht ihrer Jugendbuch-Erfolge erreicht.
Viola "Vio" Decker verliert bei einem tragischen Unfall ein Bein. Ein harter Schicksalsschlag, doch ihr Mann kümmert sich rührend um sie, auch wenn er immer mehr arbeitet. Doch die Pflegerin ist eher wortkarg und kommt Vio zunehmend wie eine Wärterin vor und auch ihr Mann verhält sich immer seltsamer. Wie gut, dass sie im Internet auf Minitracker stößt, die sie auch prompt einsetzt.
Ursula Poznanski beweißt ein ums andere Mal, dass sie wahnsinnig gute Thriller schreiben kann. Auch "Das Signal" war für mich ein wahrer Pageturner, von dem ich mich kaum loseisen konnte. Anders als bei "Die Burg" sorgt hier allerdings weniger die Technik für den Gruselfaktor sondern ist mehr ein praktisches kleines Hilfsmittel. Die Gänsehaut steckt viel mehr in der Hilfslosigkeit von Vio, die vorallem zu Anfang kaum Mobil ist und stark auf ihre Plfegerin angewiesen ist, den Dialogen in denen immer eine Note von Gefahr mitschwingt und der Erinnerungslücke, die den Tag des Unfalls betrifft. Die Zerissenheit von Vio, die einerseits zunehmend paranoider wird und ihrem Mann immer weniger vertraut und auf der anderen Seite doch die Normalität aufrechterhalten will und ihn immernoch liebt wird fantastisch eingefangen. Ebenso die Hürden, die ihr nun als Einbeinige begegnen, eine Treppe stellt ein unüberwindbares Hindernis dar, die Außenwelt, die noch vom Winter beherrscht wird, ist ohne Hilfe nicht navigierbar. Der Frust Vios überträgt sich wirklich wunderbar auf die Leser, ebenso ihre Anspannung, die mit jedem Kapitel wächst.
Die Tracker, mit denen sie verschiedene Menschen überwacht sind ein nettes Gimmik, tragen toll zur Story bei und haben mir in der Umsetzung auch super gefallen, aber diesen Schrecken oder den Grübelfaktor, den zum Beispiel die KI in "Die Burg" bei mir ausgelöst hat, haben sie nicht mitgebracht. Das waren eher die Menschen. Weiß man wirklich mit wem man sich umgibt? Tragen wir nicht alle mehr oder weniger eine Maske, selbst mit den Menschen die uns am Nächsten stehen? Und wenn auch nicht beabsichtigt, aber trotzdem brandaktuell: Was für Monster leben in unserer Mitte?
Auch wenn ich irgendwann dachte, ich lese einen Redditpost über eine scheiternde Beziehung, hat mich die Story doch überzeugen können und hält auch noch mal ein, zwei Twists parat. Das Mitfiebern war wirklich großartig. Ebenso wie Benno, der Nachbarssohn, den ich mit seiner unschuldigen, hilfsbereiten Art gleich ins Herz geschlossen habe. Zum Schluss nochmal; Das Cover ist einfach toll, die sich windende Treppe, das Ortsicon in der Mitte, in das man schier hineingezogen wird, das hat schon was.
Ursula Poznanski hat mich wieder absolut überzeugt. "Das Signal" hat mich begeistert, gefesselt und Gänsehaut verursach, von mir kann es nur 5 Sterne kriegen.
Das Cover fällt durch seine Farben sofort ins Auge. Auf schwarzem Hintergrund erkennt man eine Spirale, an deren engster Stelle ein Standortpunkt zu sehen ist. Farblich verläuft sie von Pink zu Lila. Ein weiterer Eye-Catcher ist die Anordnung des Titels: Das „das“ steht senkrecht, während das „Signal“ waagerecht nahezu auf einen zuspringt. Mir gefällt diese Gestaltung richtig gut.
Das Signal von Ursula Poznanski erschien im Knaur Verlag. Das dazugehörige Hörbuch wurde im Argon Verlag veröffentlicht und von Tessa Mittelstaedt eingelesen. Die Geschichte handelt von Viola Decker, die nach einem Unfall quasi ans Haus gefesselt ist. Um mehr über ihren Mann zu erfahren und verlorene Dinge wiederzufinden, bestellt sie sich kleine GPS-Tracker. Was sie damit entdeckt, ließ mich sprachlos zurück und sorgte dafür, dass ich gebannt weiterhörte.
Das Setting hat mich sofort angesprochen, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte. Letztlich habe ich sie größtenteils gehört. Tessa Mittelstaedt hat für mich eine sehr angenehme Stimme, die die Atmosphäre hervorragend einfängt und die Gefühle der Figuren passend transportiert. Sie erweckt die Protagonistin und Ich-Erzählerin Viola zum Leben. Ich hing förmlich an ihren Lippen und konnte mich kaum vom Hörbuch lösen. Ein ganzer Vormittag war wie im Flug vergangen, weil die Geschichte so spannend war.
Besonders interessant fand ich die genaue Beschreibung der GPS-Tracker und ihrer nützlichen Funktionen. Bei der Wahl von Emoji, Name und Geräusch musste ich zwischendurch sogar schmunzeln. Doch vor allem zogen mich die durch die Tracker gewonnenen Erkenntnisse immer tiefer in den Bann. Wer war für den Einsturz im Weinkeller verantwortlich? Was hat Viola durch den Unfall alles vergessen? Und vor allem: Kann sie ihrem Mann wirklich vertrauen?
Diese Fragen begleiteten mich bis zum Schluss und sorgten dafür, dass ich nicht genug bekommen konnte. Viel zu schnell waren die 400 Seiten beziehungsweise fast 12 Stunden Hörzeit vergangen. Ein Buch, das mich vollkommen überzeugt hat und sich direkt als erstes Jahreshighlight auf meine Top Ten für 2026 geschlichen hat.
Magst du spannende Geschichten aus der Sicht des Opfers erzählt? Liebst du es, bis zum Ende zu überlegen, was am Anfang wirklich passiert ist? Dann bist du bei "Das Signal" von Ursula Poznanski genau richtig. Dich erwarten ein Unfall voller offener Fragen, eine ehrgeizige Protagonistin, die um ihre Unabhängigkeit kämpft, und ein Ehemann, der scheinbar vor Sorge um seine Frau vergeht. Freue dich auf einen starken Spannungsbogen und eine Geschichte, die noch lange nachhallt. Ich hatte unglaublich spannende Hörstunden und empfehle das Hörbuch oder Buch sehr gerne weiter.