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Commissario Pavarotti #2

Commissario Pavarotti küsst im Schlaf

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Sommer in Meran. In einem Sanatorium wird der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffes ermordet. Der Mann war verantwortlich für eine Beinahe-Havarie und seelisch am Ende. Als herauskommt, dass der Tote unter falschem Namen gelebt hat, geraten Commissario Pavarotti und Lissie in ein Verwirrspiel um seine wahre Identität. Bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken ...

391 pages, Paperback

First published October 7, 2014

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Tintenhain.
346 reviews25 followers
January 4, 2017
Der Kriminalfall war gut, der Hintergrund spannend, aber Luciano und Lissi gehen mir gehörig auf den Zeiger. Er kommandiert sie herum und macht abfällige Bemerkungen. Sie lässt sich alles gefallen, obwohl sie zwar auf Geld angewiesen ist, aber trotzdem ohne Bezahlung inoffizielle Polizeiarbeit im Ausland verrichtet.
Die sich anbahnende Liebesbeziehung ist ein Witz, absolut unglaubwürdig, auch wenn der Herr Kommissar noch so oft auf einer Seite denkt, dass ihr die paar Kilo mehr doch so gut stehen. Nett gemeint, aber nervtötend.
Das als Geständnis immer wieder eingeschobene Protokoll mit dem Psychiater nervt anfangs, erweist sich im Nachhinein allerdings als cleverer Schachzug.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich auch den dritten Teil noch lesen möchte. Immerhin war dieser zweite Teil schon ausgereifter als der Vorgänger.
Profile Image for Kerstin Stutzke.
403 reviews12 followers
February 22, 2015
Etwa drei Monate sind vergangen, seit Commissario Luciano Pavarotti und die Deutsche Lissie von Spiegel einander kennenlernten und eine Mordserie aufklären konnten. Seitdem hat sich viel getan. Lissie ging zurück nach Frankfurt, um zu versuchen, aus dem Scherbenhaufen, der in Deutschland nun ihr Leben darstellte, wieder etwas Sinnvolles zu machen und vor allem, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Luciano ist weiterhin Commissario in Meran und hat mittlerweile den jungen Justus aufgenommen, doch das Leben mit einem Teenager hat auch so seine Tücken, wie der Commissario ein ums andere Mal feststellen muss. Sorge macht ihm jedoch auch, dass er seit Lissies Rückkehr nach Deutschland nicht mehr von ihr gehört hat. Ist sie überhaupt in Frankfurt angekommen oder ist ihr etwas zugestoßen?

Obwohl Meran eigentlich ein recht beschaulicher Ort ist, der hauptsächlich von den Touristen lebt, kehrt für Pavarotti dort einfach keine Ruhe in seinem Leben ein, denn schon wieder hat es einen Mord gegeben. In einer Privatklinik für psychische Störungen wurde der Patient Michael Cabruni in der Nacht im Garten erstochen. Der Leiter der Klinik, Anselm Matern, kann sich diesen Mord überhaupt nicht erklären, denn keiner seiner Patienten ist wegen Gewalttätigkeiten in Behandlung und überhaupt ist Michael Cabruni erst kürzlich in die Klinik gekommen. Bei ersten Ermittlungen stellt sich heraus, dass Michael Cabruni keinerlei Familie und Freunde/Bekannte vor Ort hatte - wer hatte also ein Motiv, ihn umzubringen? Da sich kurz darauf jedoch herausstellt, dass Michael Cabruni nicht Michael Cabruni war, ist wieder alles offen. Wer war der Tote? Pavarotti kann sich nicht wirklich einen Reim darauf machen, doch sein Bauchgefühl sagt ihm, dass irgendwas Merkwürdiges in der Klinik vorgeht, nur was? Oder ist es eher seine Befangenheit gegen über psychisch Kranken, die ihm dieses Bauchgefühl verschafft?

Pavarotti findet heraus, dass der Tote als Michael Cabruni als Chefingenieur auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet hat, bevor es auf diesem zu einer Katastrophe kam. Er weiß, wenn er herausbekommen will, wer Michael Cabruni wirklich war, muss er dort ansetzen, doch das ihm das selbst nicht möglich ist, ist ihm schnell klar. Doch er kennt genau die Person, die dieser Aufgabe gewachsen ist: Lissie von Spiegel. Mit einem Trick lockt er sie nach Meran zurück und tatsächlich erklärt sie sich bereit, ihm bei den Ermittlungen zu helfen. Doch Lissie ist nicht nur der Ermittlungen wegen nach Meran zurückgekehrt. Neben dem Mordmotiv will sie auch endlich klären, was sie und Luciano für einander sind. Sind sie Bekannte, Freunde, Liebende am Beginn einer Beziehung? Fest steht nur, sie mögen und respektieren einander, doch ist das alles? Noch ehe Lissie bzw. Luciano eine Antwort auf diese Fragen bekommen, überschlagen sich die Ereignisse ...


Der 2. Band der Commissario-Pavarotti-Reihe! Der Plot wurde wieder detailliert und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass lange Zeit nicht wirklich klar ist, wer das Mordopfer jetzt wirklich ist und ohne dessen wahre Identität ist es natürlich fast unmöglich, ein Mordmotiv zu ermitteln. Die Figuren wurden sehr authentisch und facettenreich erarbeitet, wobei ich hier mein Herz definitiv an den Commissario verloren habe, der auf mich manches Mal, trotz seines scharfen Verstandes, wie ein unsicherer Mann wirkte, gerade was das Zwischenmenschliche betrifft. Ich finde es einfach erfrischend, dass Pavarotti, der ja nun schon äußerlich nicht unbedingt einem Idealbild entspricht, diese wunderbare Unvollkommenheit auch in seinem Inneren aufweist. Den Schreibstil empfand ich als angenehm und bildhaft zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch sogar besser gefallen hat als der erste Band und mir wundervolle Lesestunden bereitet hat. Dank dem bösen (und genialen) Cliffhanger am Ende, bin ich nun mehr als gespannt, wie es mit dem Commissario weiter geht und ich hoffe, der Nachfolgeband erscheint bald.
Profile Image for Jeanne D'arc.
70 reviews1 follower
May 27, 2015
Eckdaten zum Buch:

Erscheinungsdatum:07.10.2014
Verlag : Emons Verlag
ISBN: 9783863585877
432 Seiten
Genre: Krimi
Art: Reihe jedoch unabhängig lesbar

Autor:

Elisabeth Florin wuchs in Süddeutschland auf und verbrachte als Jugendliche viel Zeit in Meran. Ihre journalistische Laufbahn begann sie im nahen Bozen bei der Radiotelevisione Italiana (RAI). Meran hat sie seither nicht mehr losgelassen. Elisabeth Florin arbeitet seit zwanzig Jahren als Autorin, Finanzjournalistin und Kommunikationsexpertin für Banken und Fondsgesellschaften in Frankfurt. Sie lebt mit ihrer Familie im Taunus.

Klappentext:

Sommer in Meran. In einem Sanatorium wird der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffes ermordet. Der Mann war verantwortlich für eine Beinahe-Havarie und seelisch am Ende. Als herauskommt, dass der Tote unter falschem Namen gelebt hat, geraten Commissario Pavarotti und Lissie in ein Verwirrspiel um seine wahre Identität. Bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken ...

Cover:

Das Cover empfinde ich persönlich nicht als Hingucker - es strahlt zwar ein gewisses Flair aus aber dennoch bleibt es eher unscheinbar!

Schreibstil:

Das Buch an sich ist sehr gut umgesetzt - man hat keinerlei Probleme der Story zu folgen das liegt zum einen an dem sehr angenehmen Schreibstil von Frau Florin und andererseits durch die Lebhaftigkeit mit der die Ereignisse geschildert werden!

Meinung:

Grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen und ich empfehle aus wirklich jedem Krimiliebhaber. Spannung ja aber blutige Auseinandersetzungen à la Beckett oder Carter Fehlanzeige! Aber Krimi ist eben nicht gleich Thriller, dass sollte man auf jeden Fall im Gedächtnis behalten. Der Krimi hat einen wunderbaren regionalen "Tatsch" der auch immer wieder durch diverse Dialekte unterstützt wird - keine Sorge sie sind wirklich gut zu verstehen und unterstützen die Atmosphäre nur!

Interessant ist auch, dass immer wieder Protokolle die einzelnen Kapitel unterbrechen und so langsam die Hintergründe der Handlung durchleuchten.

Ein solider Roman zwar fehlt mir der richtige "Aha" Moment aber dennoch war es ein paar schöne Stunden Lesevergnügen!

Fazit: Ein guter Krimi mit sehr schönen regionalen Einflüssen der jeweiligen Handlungsebenen. Ein sehr schön ausgearbeiteter Plot, durch den sich sehr gut der sozusagen "rote Faden" herauskristallisiert!

4 Sterne von 5
Profile Image for Angelique's Leseecke.
1,041 reviews5 followers
December 4, 2014
Commissario Pavarotti wird zu einem Mordfall gerufen. Ein Patient einer privaten psychiatrischen Einrichtung wird in einem Rollstuhl erstochen aufgefunden. Warum sitzt der Tote im Rollstuhl, obwohl er keinen braucht? In seinem Schoß liegt ein Feldstecher, was oder wen hat er damit beobachtet? Der Tote ist der ehemalige Chefingenieur eines Kreuzfahrtsschiff Michael Cabruni, der durch einen Fehler den beinahen Untergang des Schiffes verursacht hätte. Da er seelisch am Ende war, hat er sich freiwillig in die Klinik einweisen lassen.
Commissario Pavarotti ermittelt mit Hilfe der Deutschen Lissie von Spiegel, die ihm auch schon bei seinem ersten Fall geholfen hat.
In einen zweiten Erzählstrang erfahren wir als Leser etwas über die Psychologie des Täters in Form von Gesprächsprotokollen. Dies steigert die Spannung der Geschichte nochmals.

Der Prolog ist ziemlich geheimnisvoll, spannend und spielt in der Vergangenheit... Sofort bin ich von der Geschichte gefangen.
"Commissario Pavarotti küsst im Schlaf" von Elisabeth Florin ist bereits der zweite Fall des charismatischen Ermittler Commissario Luciano Pavarotti. Obwohl ich den ersten Fall nicht kenne, hatte ich keine Probleme in diesen Krimi einzutauchen.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, die Mischung aus kurzen knappen Sätzen und langen erklärenden ist einfach wunderbar. Ihre anschaulichen Beschreibungen lassen mein Kopfkino starten und es entstehen wunderbare Bilder.
Commissario Pavarotti ist mir von Anfang an sympathisch, ich mag Kommissare, die Ecken und Kanten haben. Seine schnodderigen Art kommt bestimmt nicht bei jedem gut an und auch dass er seine Mitarbeiter bevormundet, aber das macht er nur, weil er mit Nähe und Gefühlen nicht umgehen kann.
Lissie dagegen ist ganz anders, ihre unkompliziert Art lässt auch einen Pavarotti weich werden.
Auch die anderen Figuren sind mit viel Liebe entwickelt worden, wie z.B. der pubertierende Justus, Pavarottis griesgrämige und trinkende Schwester Editha, der Dobermann Spock...
Zum Ende verbindet die Autorin gekonnt, plausibel und überraschend die einzelnen Handlungsstränge.

Die Autorin hat ein tolles Ermittler-Duo erschaffen und ich hoffe, noch weitere Fälle von ihnen lesen zu können.
Dies ist ein rundum gelungener Krimi und bekommt eine klare Leseempfehlung von mir.
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