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Es wäre sinnvoller gewesen, auf die Geschichte zu verzichten und das Thema als schlichtes Sachbuch aufzugreifen (wie es beispielsweise das ebenfalls stark buddhistisch beeinflusste Wissen ist machbar von Kai Romhard vormacht). Denn so richtig überzeugen kann Schwanfelders Buch nicht, die Story wirkt eher bemüht statt anrührend. Was Hauptfigur Peter Ziegel als Manager falsch macht, ist offensichtlich und ziemlich dick aufgetragen. Sein Gegenpol, der buddhistische Mönch, gibt ausschließlich kleine Sinnsprüche von sich, zu einem Gespräch kommt es praktisch nicht -- als Mensch bleibt der alte Weise sehr abstrakt. Normalerweise genügt das für echte Einsicht nicht, sonst wären sämtliche Psychologen und Coaches arbeitslos. Trotzdem verinnerlicht und begreift Hauptfigur Peter Ziegel seine Kloster-Lektionen sofort, zügig wandelt er sich vom Saulus zum Paulus. Zwar zieht ihn das Alltagschaos im heimatlichen Unternehmen zunächst schnell wieder in die alte (schlechte) Routine, aber ein weiterer Besuch im Kloster richtet auch das.
Das beeindruckendste von Buddha und der Manager ist die Kernbotschaft des Mönches, die aus seinen übrigen kleinen Weisheiten hervorsticht: Habe Respekt vor dir selbst, habe Respekt vor anderen, und schließlich: Habe Respekt vor all deinen Handlungen und trage die Verantwortung für sie. Ein simples Rezept -- aber es könnte dem, der es anwendet, nicht nur zu Erfolg verhelfen, sondern auch zu einer menschlicheren Arbeitswelt beitragen. -- Nina Hesse
96 pages, Hardcover
Published January 1, 2006