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Die Frau von Shearwater Island

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380 pages, Hardcover

First published January 1, 2014

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Magali Robothan

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Profile Image for ♡ Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,437 reviews660 followers
September 20, 2022
3,5 Sterne
Das Buch war anders als erwartet, konnte mich aber gut unterhalten. Eigentlich ist es ein eher ruhiges Buch. Die Geschichte entwickelt sich langsam, ist aber durchweg interessant, auch wenn man sich einiges schon vorher erahnen kann.
Es geht um eine kleine, recht einsame Insel und deren Bewohner. Es wohnen nur sieben Menschen auf dieser Insel, die durch den begrenzten Raum gut miteinander auskommen müssen, was nicht immer einfach ist. Und dann kommt ein Schriftsteller auf die Insel, der dort ein Buch schreiben möchte...
Mich hat die Geschichte gut unterhalten können. Eine interessante Entwicklung, die mich trotz einiger Vorhersehbarkeit doch noch überraschen konnte.
Profile Image for Buecherjenna.
14 reviews6 followers
September 16, 2014
Inhalt
Alice lebt auf Shearwater Island, einem kleinen Eiland, das vor den britischen Inseln liegt.
Sie liebt ihre Insel und das nicht immer leichte Leben dort. Nur wenige Menschen leben auf Shearwater Island und so verwundert es kaum, dass sie einander in- und auswendig kennen. Geheimnisse bleiben nicht lange geheim.
Doch das gemütliche und berechenbare Leben auf Shearwater Island gerät aus dem Lot, als der Schriftsteller Patrick ankündigt für die Herbst- und Wintermonate auf die Insel ziehen zu wollen. Es gibt Diskussionen im Vorfeld, doch da Patrick die Gastlichkeit reichlich entlohnen möchte und die Inselkirche renovierungsbedürftig ist, entscheidet man sich für eine Zusage. Alice vertraut Patrick und teilt mit ihm ihr altes Farmhaus.
Nach und nach werden die zwei vertrauter miteinander und Alice vertraut Patrick Geheimnisse an, die sie ihm besser nicht verraten hätte.

Meine Meinung
Dieses Buch war wie ein Ausflug ans Meer.
Ein Ausflug, den man so schnell nicht mehr vergessen wird.
Schnell hat mich das Buch in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum noch beiseite legen.
Die Figur Alice hatte ich anfangs auf Mitte/Ende 20 geschätzt - umso erstaunter war ich, als irgendwann ihr Alter zur Sprache kam. Sie kam mir aufgrund ihrer Gedankengänge und ihrer Unbeholfenheit gegenüber Patrick nicht wie 36 vor. Wobei der Hintergrund hierzu im Laufe der Geschichte erläutert wird. Andererseits steht Alice aufgrund der Abgeschiedenheit der Insel - und der damit verbundenen Schwierigkeiten bzw. dem Zwang selbständig in Bezug auf Handwerksarbeiten zu sein - auch ihren Mann und ist in Bezug auf das Haus auf männliche Hilfe nur selten angewiesen.
Bei Patrick wechselte es eine ganze Zeit lang immer wieder zwischen Sympathie und Antipathie - bis zu einem Punkt, an dem in mir eine Vorahnung wuchs, Alice allerdings noch bedingt durch die rosarote Brille blind für die Wahrheit war.
Alles in allem kann ich das Buch als "rund" beurteilen, nur das Geheimnis eines Inselbewohners wirkte für mich nicht ganz durchdacht. Es war ein brisantes Geheimnis und der Hintergrund war ebenfalls ausgefeilt, nur die Auflösung des Geheimnisses erschien mir platt und gefiel mir nicht so ganz.
Das Ende hingegen gefiel mir sehr. Es rundet die Geschichte ab und ich habe das Buch mit einem beruhigtem Gefühl schließen können.

Fazit
Ein Buch voller Familiengeschichten, die allesamt spannend, fesselnd und auch teilweise traurig sind.
Wer einen Ausflug vom Alltag braucht, ist hier genau richtig und kann sich fallen lassen und auf eine einsame Insel träumen.
113 reviews1 follower
April 17, 2015
Alice lebt nach dem Tod ihrer Eltern allein im großen Bauernhaus auf Shearwater Island, einer kleinen Insel, auf der es kaum noch Einwohner gibt und auf der „schon lange niemand mehr geboren wurde oder gestorben ist.“

Als der Schriftsteller Patrick Fox nach einer Wohnmöglichkeit auf der Insel während der Wintermonate sucht, bietet Alice ihm gegen den Widerstand der Inselbewohner ein Zimmer an. Sie hofft, mit einem Gast in ihrem Haus dem tristen Alltag in den Wintermonaten zu entkommen, wenn die Bewohner nur sich selbst als Gesellschaft haben und sich beinahe anfangen, gegenseitig an die Gurgel zu gehen.

Alice ahnt nicht, welche verhängnisvollen Ereignisse und Erkenntnisse sie mit ihrer Einladung auslöst.


Nachdem mir die Leseprobe wirklich gut gefallen hat, Magali Robathans unaufgeregter Schreibstil und dass der Leser Schritt für Schritt die verschiedenen Protagonisten kennen lernt, konnte mich das ganze Buch am Ende leider nicht richtig begeistern.

Sicher, Frau Robathan behält ihren ruhige Art zu erzählen bei, was die Seiten nur so dahinfliegen ließen, aber Alice‘ Vertrauensseligkeit und Patricks Art gingen mir dann mit der Zeit doch ziemlich auf die Nerven. Noch verstehen kann ich, dass Alice sich und die Insel in ihrer Verliebtheit für Patrick interessant machen will, aber das sie die Geheimnisse der Inselbewohner so ohne weiteres ausplaudert, ohne an die möglichen Folgen zu denken, das ist schon geradezu blauäugig und gedankenlos. Immerhin hat sie es mit einem Schriftsteller zu tun, der gerade erst seine eigene, nicht ganz ruhmreiche Geschichte an die Leser verkauft hat und dringend einen zweiten Bestseller braucht.

Bei Patricks Versuchen, immer genauere Details von Alice zu erfahren und seinem beharrlichen Nachhaken schrillten bei mir schon früh die Alarmglocken und ich ahnte, worauf die Geschichte am Ende hinauslaufen sollte. Da fiel es mir dann schwer, der aufkommenden Liebesbeziehung zwischen Alice und Patrick den nötigen Ernst entgegenzubringen.

Nein, die Entwicklung hat mich nicht überzeugt und ziemlich schnell fand ich die Streitereien und Eskapaden der übrigen Inselbewohner viel interessanter. Doch selbst Quinns Geheimnis, das Patrick mehr oder weniger zufällig lüftet und das für Alice einen Schock bedeutet und ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf stellt, war für mich als Leserin keine echte Überraschung.
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