Inhalt:
Von Neid zerfressen trachtet Samstag, Erhabene Zauberin des Hauses, danach, von ihrem Oberen Haus einen Eroberungszug der Unvergleichlichen Gärten zu starten. Doch dieser Teil wurde Sonntag als Treuhänder zugesprochen und ist schwer bewacht. Um zu gewinnen, schreckt Samstag jedoch noch nicht einmal vor der Zerstörung des restlichen Hauses (Mittelpunkt des Universums) zurück und zwingt Arthur, den Rechtmäßigen Erben, und seine Stellvertreterin Dame Primus dazu, all ihre Kräfte gegen die Nichtseinbrüche sowie Samstags Angriffe in den Sekundären Reichen - sprich, Arthurs Heimat - einzusetzen und die Bürger aus den unteren Teilen des Hauses in Sicherheit zu bringen. Dabei müsste Arthur eigentlich dringend das Obere Haus aufsuchen, den sechsten Teil des Vermächtnisses finden und dann den Schlüssel von Samstag fordern ...
Meine Meinung:
"Arthur gegen die Zauberer" oder "Arthur gegen den drohenden Weltuntergang"- so könnte man wohl den 6. Band der Fantasyreihe "Die Schlüssel zum Königreich" in einem Satz zusammenfassen. Stand in den vorherigen Bänden schon immer einiges auf dem Spiel (Arthurs Leben, Teile des Hauses, Arthurs Familie und Freunde, die Erde, ...), so geht es dieses Mal buchstäblich um alles, denn das Haus steht im Mittelpunkt des Universums. Wird es zerstört, dann folgt der Rest der Welt in den Untergang. Und alles nur, weil Samstag verblendet und zerfressen ist vor Neid und Missgunst und denkt, dass ihr als erste Bürgerin nach der Architektin und dem Alten der erste Teil des Hauses - die Unvergleichlichen Gärten - zustehen und nicht Sonntag, dem ältesten Sohn der beiden.
Ja, damit hat Samstag ganz klar die Rolle der Oberschurkin in dieser Reihe und dabei waren die vorherigen Treuhänder alle schon sehr unsympathisch und Träger einer der Todsünden (Faulheit, Gefräßigkeit, etc.). Der Turm, den Samstag erbauen lässt und in dem tausende Zauberer Tag und Nacht bei ständigem Regen in verschiebbaren Bürokäfigen arbeiten, spiegelt den Neid und die Missgunst ihrer Herrin dann auch wieder. Hier gönnt niemand irgendjemandem etwas. Das muss auch Arthur erfahren, als er den Pfeiferkindern im Oberen Haus begegnet.
Neben Arthur, Susi Türkisblau und Dame Primus gibt es auch mit Blatt, den Erhobenen Ratten und ein paar bekannten Gesichtern mehr ein Wiedersehen.
Leider jedoch nur ein kurzes und das ist auch mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch. "Mächtiger Samstag" ist einfach zu kurz (noch nicht einmal 300 Seiten dick) und endet mit einem gemeinen Cliffhanger. Hier hätten es ein paar Seiten mehr sein können, auch wenn Garth Nix die Auflösung, ob Arthur es schafft, den Sechsten Schlüssel an sich zu bringen und damit Samstag zu besiegen, und was mit dem restlichen Haus ist, dem Alten, seinen Kindern und dem restlichen Haus sowie welches Schicksal Blatt und den anderen in Arthurs Welt bevorsteht, verständlicherweise der Dramatik wegen in den letzten Band legen möchte.
Daher: Schnell weiterlesen!