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Der Mond macht keine halben Sachen: Ein Buch über das, was zählt

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Philipp ist Mädchen gegenüber schüchtern, einsam, in der Schule ein Außenseiter. Die Schuld daran gibt er vor allem seiner Familie. Den Vater erlebt er als cholerisch, die Mutter als abwesend, die ältere Schwester als gemein. Nach dem Abitur entscheidet er sich zu einem radikalen Er verlässt seine Familie und lässt sich von einem kinderlosen Ehepaar adoptieren. Selbstvertrauen holt er sich unter anderem beim Klettern in den Bergen. Doch dann passiert gerade beim Bergsteigen ein schlimmer Unfall. Plötzlich ist Philipp auf seine alte Familie angewiesen. Wird sie ihm seine Flucht, seine Abkehr verzeihen? Ein Roman zwischen Leben und Tod, Liebe und Hass, Verzweiflung und Hoffnung. Der Wert einer Familie steht dem Gefühl entgegen, in der Familie gefangen zu sein. Und über allem die Frage, was wir vom anderen Menschen, und sei er uns noch so nah, wirklich wissen. "Manchmal passieren Dinge, da ist danach nichts mehr so, wie es vorher war. Bei mir ist das gerade der Fall. Ich habe das Gefühl, alles zerfällt, löst sich auf."

216 pages, Paperback

Published September 1, 2023

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October 8, 2023
Die Erzählung “Der Mond macht keine halben Sachen” hat Felix Leibrock am 1. September 2023 herausgebracht. Das Cover zeigt düstere Wolken hinter denen sich ein paar Sonnenstrahlen hervorkämpfen. Den Autor kenne ich bereits aus seinen Berchtesgaden-Krimis “Mord am Watzmann” und “Mord am Kehlsteinhaus”. Seine Beobachtungsgabe und die Art und Weise, wie er seine Geschichten erzählt, haben mich bei seiner neuen Erzählung gleich zugreifen lassen.
Felix Leibrock ist Seelsorger bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei, leitet das Evangelische Bildungswerk München, schreibt regelmäßig Texte für Antenne Bayern und den Allgemeinen Anzeiger. Auf Antenne Bayern habe ich ihm schon oft zugehört. Nachgedacht habe ich über jeden seiner Texte.
Er schreibt nicht einfach so eine Erzählung. Mit diesen Gedanken bin ich seinen Text gestartet und fand mich schnell an der Seite von Philipp wieder. Ein schüchterner Außenseiter. Philipp wird in schwierigen Familienverhältnissen groß, entscheidet, diese Familie zu verlassen und lässt sich von einem kinderlosen Ehepaar adoptieren. Bei einem Kletterunfall in den Alpen verunglückt er und benötigt eine Nierenspende zum Überleben. Dabei rinnt ihm die Zeit davon. Was wird Philipp tun? Wie werden seine Wahleltern reagieren? Wird Philipp auf seine Ursprungsfamilie zugehen? Wird er überleben?
Fragen über Fragen begleiten mich Buchstabe für Buchstabe und Seite für Seite durch diese Erzählung. Ich lese, welche Entscheidungen Philipp trifft und aus welchem Grund er das tut. Und ich frage mich immer wieder: Was würde ich an seiner Stelle tun?
Nach und nach entblättert der Autor eine fesselnde Geschichte, die sich in erster Linie mit den Teilen seiner Haupt- und Nebenfiguren beschäftigt, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Neben Philipp haben mich Nora, Frank und seine Schwester am meisten beschäftigt.
Felix Leibrock hat mit “Der Mond macht keine halben Sachen” eine Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, die es sich zu lesen lohnt. Phillips Geschichte regt den Leser zum Nachdenken an. Sie beschäftigt sich in erster Linie mit der Frage, was wir sehen und was wir nicht sehen. Von mir eine klare Leseempfehlung.
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