»Dear Doosie« ist die Anrede des Autors für seinen Leser, mit der er charmant seine Unentschlossenheit umschreibt, sich zwischen dem »Du« und dem »Sie« als Übersetzung des englischen »You« zu entscheiden. In seinen amüsanten, spielerischen und hintergründig ernsten Briefen lässt der Autor den Leser zu seinem ganz persönlichen Englischschüler werden. Deutsch und Englisch sind mit viel Witz und Charme so miteinander verwoben, dass der Leser auf vergnügliche, unterhaltsame Weise - sozusagen nebenbei und »mit Liebe« - eine Menge urechtes Englisch lernt. Dabei entspinnt sich zwischen Autor und Leser, Lehrer und Schüler eine zarte Liebesgeschichte, und die Briefe an Doosie werden immer leidenschaftlichere Liebesbriefe.
Dear Doosie möchte auf charmante und spielerische Weise Englisch vermitteln – verpackt in eine Reihe von Briefen, die sich langsam zu einer zarten Liebesgeschichte zwischen Autor (Lehrer) und Leser:in (Schüler:in) entwickeln. Die Grundidee: unterhaltsam Englisch lernen, während sich zwischen den Zeilen eine Beziehung aufbaut. Klingt eigentlich ganz nett – aber für mich hat die Umsetzung leider gar nicht funktioniert. Der Schreibstil war extrem sprunghaft, und die ständigen Wechsel zwischen Deutsch, Englisch und Denglisch haben mich eher verwirrt als unterhalten. Besonders störend fand ich, dass viele Sätze doppelt oder sogar mehrfach in beiden Sprachen wiederholt wurden – das wirkte auf Dauer ermüdend. Als jemand, der beide Sprachen fließend spricht, hatte ich auch keinen Lerneffekt. Die Geschichte selbst – also die sich entwickelnde Liebesbeziehung – kam für mich nur bruchstückhaft rüber. Es fehlte ein klarer roter Faden, und ich hatte Mühe, emotional einzutauchen. Einziger Lichtblick: Die spielerische Auseinandersetzung mit Redewendungen in beiden Sprachen war stellenweise ganz amüsant. Aber insgesamt war das Lesen für mich eher mühsam als vergnüglich. Ein zweites Mal würde ich es definitiv nicht lesen.