Auf frischer Tat ertappt!Misstraurisch, nach dem Fund fremder Haare auf den Kleidern ihres Ehemannes Michael, versucht Amanda einen Verdacht zu bestätigen. Es dauert nicht lange bis sie die Wahrheit aufspü Michael hat eine Freundin.Mit einem fulminanten Abgang verlässt Amanda die eheliche Wohnung und überlässt die Sorge für die fast erwachsenen Kinder und den Ehemann seiner Geliebten Uschi-Bella. Nun hat sie endlich Zeit für sich selbst, einen eigenen Beruf — und für andere Männer!Der Roman einer eigenständigen Frau, die weiß, was sie will — monatelang auf der Bestsellerliste!Annette Kast-Riedlinger wurde in Stuttgart geboren und war neben ihrer Karriere als Schriftstellerin als Schmuckdesignerin, Journalistin, Sängerin und Kabarettistin im In-und Ausland tätig. Ihre Romane zeigen starke Frauen, die mit viel Humor durchs Leben gehen.
Und noch so ein Buch, dass in die Kategorie fällt "Nach vielen Ehejahren wacht die Frau auf und merkt was sie alles verpasst hat". Amanda geht es so, als sie herausfindet dass ihr Ehemann eine Geliebte hat (sie ist ziemlich gut im Spurenlesen). Sie bricht aber nicht in Tränen aus, sondern nimmt das alles gelassen hin. Ja, eigentlich ist sie dankbar somit endlich einen Grund zu haben, aus ihrer Ehe ausbrechen zu können, in der sie sich seit 20 Jahren abgeschuftet hat, von ihrem Mann herumkommandieren und von der Schwiegermutter beschimpfen lassen. Das alles muss sie sich nicht länger geben, denkt sich Amanda, und plant still und heimlich ihren Rückzug aus dem trauten Eigenheim. Der Göttergatte wird vor vollendete Tatsachen gestellt - und ist irgendwie gar nicht so glücklich, dass statt seiner fürsorglichen Frau nun seine kleine neue Freundin den Haushalt führen soll.
Sehr leicht und kurzweilig geschrieben, ich hab das gestern in einer 2-stündigen Pause zwischen 2 Vorlesungen gelesen. Dabei hab ich mir ständig gedacht: da war die Amanda aber selber Schuld, dass sie sich jahrelang sowas hat bieten lassen. Mir würde das NIE passieren, dem würd ich aber gehörig die Meinung sagen! Stimmt das, oder mach ich mir was vor und werde in 20 Jahren eine ebenso verbitterte Lebensbeichte schreiben?