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Der Tor und der Tod
Rare Book
36 pages, Hardcover
First published January 1, 1894
About the author
Hugo von Hofmannsthal
472 books142 followersAustrian writer Hugo von Hofmannsthal established his reputation with lyric poems and a number of plays, including
Yesterday
(1891) and
Death and the Fool
(1893).
This Austrian novelist, librettist, poet, dramatist, narrator, and essayist flourished.
https://en.wikipedia.org/wiki/Hugo_vo...
This Austrian novelist, librettist, poet, dramatist, narrator, and essayist flourished.
https://en.wikipedia.org/wiki/Hugo_vo...
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Community Reviews
Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Read
December 8, 2022Wie wundervoll sind diese Wesen,
Die, was nicht deutbar, dennoch deuten,
Was nie geschrieben wurde, lesen,
Verworrenes beherrschend binden
Und Wege noch im Ewig – Dunkeln finden
Wo andre nehmen, andre geben,
Blieb ich beiseit, im Innern stummgeboren
Ich hab mich so an Künstliches verloren,
Daß ich die Sonne sah aus toten Augen
Und nicht mehr hörte als durch tote Ohren:
Stets schleppte ich den rätselhaften Fluch,
Nie ganz bewußt, nie völlig unbewußt
künftgen Lebens vorgeliehnen Schein
Und hohles Bild von einem vollern Sein.
In jeder wahrhaft großen Stunde,
Die schauern deine Erdenform gemacht,
Hab ich dich angerührt im Seelengrunde
Mit heiliger, geheimnisvoller Macht
Mit halbem Herzen, unterbundnen Sinnen
In jedem Ganzen rätselhaft gehemmt,
Fühlt ich mich niemals recht durchglutet innen,
Von großen Wellen nie so recht geschwemmt,
Bin nie auf meinem Weg dem Gott begegnet,
Mit dem man ringt, bis daß er einen segnet
Was allen, ward auch dir gegeben,
Ein Erdenleben, irdisch es zu leben
Im Innern quillt euch allen treu ein Geist,
Der diesem Chaos toter Sachen
Beziehung einzuhauchen heißt
Und euren Garten draus zu machen
Tiefatmend und vom Drang des Lebens warm ...
Doch alle reif, fallt ihr in meinen Arm
Ein feiner toter Atem weht die Hälfte
Von meinem Erdendasein hier umher
Ich hab dich, sagtest du, gemahnt an Dinge,
Die heimlich in dir schliefen, wie der Wind
Der Nacht von fernem Ziel zuweilen redet ...
Warum bemächtigt sich des Kindersinns
So hohe Ahnung von den Lebensdingen,
Daß dann die Dinge, wenn sie wirklich sind,
Nur schale Schauer des Erinnerns bring
Wenn einer träumt, so kann ein Übermaß
Geträumten Fühlens ihn erwachen machen,
So wach ich jetzt, im Fühlensübermaß,
Vom Lebenstraum wohl auf im Todeswachen.
Die, was nicht deutbar, dennoch deuten,
Was nie geschrieben wurde, lesen,
Verworrenes beherrschend binden
Und Wege noch im Ewig – Dunkeln finden
Wo andre nehmen, andre geben,
Blieb ich beiseit, im Innern stummgeboren
Ich hab mich so an Künstliches verloren,
Daß ich die Sonne sah aus toten Augen
Und nicht mehr hörte als durch tote Ohren:
Stets schleppte ich den rätselhaften Fluch,
Nie ganz bewußt, nie völlig unbewußt
künftgen Lebens vorgeliehnen Schein
Und hohles Bild von einem vollern Sein.
In jeder wahrhaft großen Stunde,
Die schauern deine Erdenform gemacht,
Hab ich dich angerührt im Seelengrunde
Mit heiliger, geheimnisvoller Macht
Mit halbem Herzen, unterbundnen Sinnen
In jedem Ganzen rätselhaft gehemmt,
Fühlt ich mich niemals recht durchglutet innen,
Von großen Wellen nie so recht geschwemmt,
Bin nie auf meinem Weg dem Gott begegnet,
Mit dem man ringt, bis daß er einen segnet
Was allen, ward auch dir gegeben,
Ein Erdenleben, irdisch es zu leben
Im Innern quillt euch allen treu ein Geist,
Der diesem Chaos toter Sachen
Beziehung einzuhauchen heißt
Und euren Garten draus zu machen
Tiefatmend und vom Drang des Lebens warm ...
Doch alle reif, fallt ihr in meinen Arm
Ein feiner toter Atem weht die Hälfte
Von meinem Erdendasein hier umher
Ich hab dich, sagtest du, gemahnt an Dinge,
Die heimlich in dir schliefen, wie der Wind
Der Nacht von fernem Ziel zuweilen redet ...
Warum bemächtigt sich des Kindersinns
So hohe Ahnung von den Lebensdingen,
Daß dann die Dinge, wenn sie wirklich sind,
Nur schale Schauer des Erinnerns bring
Wenn einer träumt, so kann ein Übermaß
Geträumten Fühlens ihn erwachen machen,
So wach ich jetzt, im Fühlensübermaß,
Vom Lebenstraum wohl auf im Todeswachen.
November 29, 2023
„Da Tod mein Leben war, sei du mein Leben, Tod!”
Es ist mittlerweile fünf Jahre her, dass ich erstmals mit Hofmannsthals Der Tod und der Tod in Kontakt gekommen bin und diese Zeilen, wie Claudios gesamter finaler Monolog, sind mir immer präsent geblieben. Ich glaube kein Buch aus meinem literaturwissenschaftlichen Studium hat einen vergleichbaren Eindruck auf mich gemacht. Das Maß an Gehalt auf diesen gerade einmal 30 Seiten ist enorm. Ebenso wie die Anzahl der Zeilen, die ich unterstreichen möchte. Ein Meisterwerk. Und ein Buchfreund, zu dem man immer wieder zurückkehren kann.
Es ist mittlerweile fünf Jahre her, dass ich erstmals mit Hofmannsthals Der Tod und der Tod in Kontakt gekommen bin und diese Zeilen, wie Claudios gesamter finaler Monolog, sind mir immer präsent geblieben. Ich glaube kein Buch aus meinem literaturwissenschaftlichen Studium hat einen vergleichbaren Eindruck auf mich gemacht. Das Maß an Gehalt auf diesen gerade einmal 30 Seiten ist enorm. Ebenso wie die Anzahl der Zeilen, die ich unterstreichen möchte. Ein Meisterwerk. Und ein Buchfreund, zu dem man immer wieder zurückkehren kann.
July 14, 2026
"Wie wundervoll sind diese Wesen,
Die, was nicht deutbar, dennoch deuten,
Was nie geschrieben wurde, lesen,
Verworrenes beherrschend binden
Und Wege noch im Ewig-Dunkeln finden."
Die, was nicht deutbar, dennoch deuten,
Was nie geschrieben wurde, lesen,
Verworrenes beherrschend binden
Und Wege noch im Ewig-Dunkeln finden."
Read
November 15, 2023read this for university
October 1, 2026
Escapism maxxing til death then realizing that you've been a nolifer, ggs.
Die wohl tiefste Katastrophe des Fin de Siècle liegt in der lautlosen Tragödie des ungelebten Lebens. Hugo von Hofmannsthals „Der Tor und der Tod“ (1893) steht genau an der Nahtstelle von Wiener Moderne, Symbolismus und europäischem Ästhetizismus: Es ist die schonungslose Selbstkritik einer Epoche, inszeniert als das Drama eines Menschen, der durch die eigenen Kunst-Reflexionen jeglichen Kontakt zur Wirklichkeit verliert. Das Werk führt das Paradoxon des reinen L'art pour l'art ad absurdum – Claudio begreift das reale Dasein erst in dem Moment, in dem sein eigenes Erlöschen unausweichlich wird.
Hermann Bahr Décadence treffenf auf Ernst Machs Subjektauflösung („Das Ich ist unrettbar.“) ergibt Claudio: Er existiert nur noch als flüchtiger Schnittpunkt wechselnder Eindrücke und Stimmungen. Während bei Schopenhauer die ästhetische Kontemplation als Erlösung vom Drang des Willens gedacht war, pervertiert sie bei Claudio zu einer lähmenden Acedia. Nietzsches Lebensphilosophie fungiert hier als Folie: Das Diktum von der Bejahung des Daseins macht Claudios Abschied vom Leben erst so tragisch. Zugleich transformiert Hofmannsthal die mittelalterliche Danse Macabre- und Memento Mori-Tradition aus der Erstarrung des Volksschauspiels in die Intimität eines introspektiven Bewusstseinsdramas.
Claudios Studierzimmer fungiert als Exteriorisierung seiner Psyche: eine Mischung aus privatem Museum, Ästhetenklause und melancholischem Mausoleum. Die Akkumulation von Antiquitäten, alten Kupferstichen und Renaissance-Möbeln versinnbildlicht eine Existenz, die sich ausschließlich über das Zitat und die Konservierung vergangener Kulturformen definiert. Claudio konstruiert seine Realität in permanenter Entfremdung; das Zimmer wird zum Gefängnis einer medial gebrochenen Wahrnehmung. Wenn er aus dem Fenster blickt oder in die Spiegel seines Raumes schaut, erblickt er nie das unverstellte Sein, sondern nur das eigene, im ästhetischen Diskurs gespiegelte Ich.
In der Figurenkonzeption bricht Hofmannsthal Komventionen, die Charaktere zu allegorischen und psychologischen Chiffren verdichtend. Claudio ist der archetypische Ästhet und „Tor“, dessen Unvermögen nicht im Verstand, sondern in einer existenziellen Herzenskrümmung liegt. Der Tod nicht als Skelett mit Sense, sondern als ein erhabener, geigenspielender Künstler, Züge des dionysischen Bacchus und des Hermes Psychopompos vereinend. Nicht kalte Vernichtung, sondern Fülle, Intensität und Allverbundenheit des echten Lebens verkörpernd – die Claudio alle versäumt hat. Die drei Schatten (Mutter, Geliebte, Freund) sind Projektionen, aus Claudios verdrängter Vergangenheit, eines schuldhaften Bewusstseins, die das absolute Scheitern seiner Empathiefähigkeit offenlegen.
Die Zeitstruktur des Dramas basiert auf der Dialektik zwischen erstarrter Eigenzeit und verdichteter Erkenntniszeit. Claudios verflossenes Leben war eine Dauer ohne Ereignis. Mit dem Eintritt des Todes bricht die chronologische Zeit ab, und es schlägt die Stunde des Kairos: jener magische, hochgradig verdichtete Augenblick existenzieller Einsicht. Die wenigen verbleibenden Minuten werden zur einzig lebendigen Spanne seines gesamten Daseins, in der er schmerzhaft erfährt, was es bedeutet hätte, wirklich zu existieren. Der Versuch, eine autarke Signifikantenwelt zu errichten, dekonstruiert sich im Moment des Todes von selbst. Die Fülle der Kunstgegenstände maskiert letztlich nur die Leere des Subjekts.
"Der Tor und der Tod" ist nicht nur zeitkritische Diagnose der Wiener Moderne, es warnt vor der existenziellen Selbstentfremdung des Menschen.
Die wohl tiefste Katastrophe des Fin de Siècle liegt in der lautlosen Tragödie des ungelebten Lebens. Hugo von Hofmannsthals „Der Tor und der Tod“ (1893) steht genau an der Nahtstelle von Wiener Moderne, Symbolismus und europäischem Ästhetizismus: Es ist die schonungslose Selbstkritik einer Epoche, inszeniert als das Drama eines Menschen, der durch die eigenen Kunst-Reflexionen jeglichen Kontakt zur Wirklichkeit verliert. Das Werk führt das Paradoxon des reinen L'art pour l'art ad absurdum – Claudio begreift das reale Dasein erst in dem Moment, in dem sein eigenes Erlöschen unausweichlich wird.
Hermann Bahr Décadence treffenf auf Ernst Machs Subjektauflösung („Das Ich ist unrettbar.“) ergibt Claudio: Er existiert nur noch als flüchtiger Schnittpunkt wechselnder Eindrücke und Stimmungen. Während bei Schopenhauer die ästhetische Kontemplation als Erlösung vom Drang des Willens gedacht war, pervertiert sie bei Claudio zu einer lähmenden Acedia. Nietzsches Lebensphilosophie fungiert hier als Folie: Das Diktum von der Bejahung des Daseins macht Claudios Abschied vom Leben erst so tragisch. Zugleich transformiert Hofmannsthal die mittelalterliche Danse Macabre- und Memento Mori-Tradition aus der Erstarrung des Volksschauspiels in die Intimität eines introspektiven Bewusstseinsdramas.
Claudios Studierzimmer fungiert als Exteriorisierung seiner Psyche: eine Mischung aus privatem Museum, Ästhetenklause und melancholischem Mausoleum. Die Akkumulation von Antiquitäten, alten Kupferstichen und Renaissance-Möbeln versinnbildlicht eine Existenz, die sich ausschließlich über das Zitat und die Konservierung vergangener Kulturformen definiert. Claudio konstruiert seine Realität in permanenter Entfremdung; das Zimmer wird zum Gefängnis einer medial gebrochenen Wahrnehmung. Wenn er aus dem Fenster blickt oder in die Spiegel seines Raumes schaut, erblickt er nie das unverstellte Sein, sondern nur das eigene, im ästhetischen Diskurs gespiegelte Ich.
In der Figurenkonzeption bricht Hofmannsthal Komventionen, die Charaktere zu allegorischen und psychologischen Chiffren verdichtend. Claudio ist der archetypische Ästhet und „Tor“, dessen Unvermögen nicht im Verstand, sondern in einer existenziellen Herzenskrümmung liegt. Der Tod nicht als Skelett mit Sense, sondern als ein erhabener, geigenspielender Künstler, Züge des dionysischen Bacchus und des Hermes Psychopompos vereinend. Nicht kalte Vernichtung, sondern Fülle, Intensität und Allverbundenheit des echten Lebens verkörpernd – die Claudio alle versäumt hat. Die drei Schatten (Mutter, Geliebte, Freund) sind Projektionen, aus Claudios verdrängter Vergangenheit, eines schuldhaften Bewusstseins, die das absolute Scheitern seiner Empathiefähigkeit offenlegen.
Die Zeitstruktur des Dramas basiert auf der Dialektik zwischen erstarrter Eigenzeit und verdichteter Erkenntniszeit. Claudios verflossenes Leben war eine Dauer ohne Ereignis. Mit dem Eintritt des Todes bricht die chronologische Zeit ab, und es schlägt die Stunde des Kairos: jener magische, hochgradig verdichtete Augenblick existenzieller Einsicht. Die wenigen verbleibenden Minuten werden zur einzig lebendigen Spanne seines gesamten Daseins, in der er schmerzhaft erfährt, was es bedeutet hätte, wirklich zu existieren. Der Versuch, eine autarke Signifikantenwelt zu errichten, dekonstruiert sich im Moment des Todes von selbst. Die Fülle der Kunstgegenstände maskiert letztlich nur die Leere des Subjekts.
"Der Tor und der Tod" ist nicht nur zeitkritische Diagnose der Wiener Moderne, es warnt vor der existenziellen Selbstentfremdung des Menschen.
July 18, 2019
Lyrical and resonant. To be read again.
December 30, 2024
death plays a violin!
July 10, 2025
Wunderschön geschriebenes kurzes Drama über das Leben und was man vor dem Tod bereut.
Ein Stern Abzug, weil es wirklich sehr kurz war.
Ein Stern Abzug, weil es wirklich sehr kurz war.
April 14, 2016
Very similar in concept to "The Intruder", which I read earlier last week, wherein the play focuses on the larger theme of death and its effect of us as humans. However, I personally prefer this meditation on death than "The Intruder".
"Death and the Fool" follows a man named Claudio who constantly moans and wails on the misfortunes of his life, to finally meet Death, who instructs him the error of his thinking and shows him how little of an impact he's left on the world, which Claudio finds an on reassurance that perhaps he can escape the suffering of life in preparation for the "reality" that is death.
This play calls into question many assumed facts on life: that perhaps our lives are an illusion, that we only need to get by and be content to live a satisfying life, and that our lives truly matter in the grand scheme of things. And Hofmannsthal spits in the face of those ideas, showing that our fears for death reside in a knowledge of us knowing how small we are, compared to everything else. A definite must-read.
"Death and the Fool" follows a man named Claudio who constantly moans and wails on the misfortunes of his life, to finally meet Death, who instructs him the error of his thinking and shows him how little of an impact he's left on the world, which Claudio finds an on reassurance that perhaps he can escape the suffering of life in preparation for the "reality" that is death.
This play calls into question many assumed facts on life: that perhaps our lives are an illusion, that we only need to get by and be content to live a satisfying life, and that our lives truly matter in the grand scheme of things. And Hofmannsthal spits in the face of those ideas, showing that our fears for death reside in a knowledge of us knowing how small we are, compared to everything else. A definite must-read.
Read
October 15, 2025Wie wundervoll, oh Hugo, du,
Dein Tod, der mich des Lebens raubt,
Sinnierend, zweifelnd immerzu,
Zurücklässt ohne was ich glaubt‘.
Im Hafen sitz ich also drum,
Ein Kopf, ein Wundern, ob des Mumm,
Der mir abgeht und den ich such,
Zur Suche schickst du mir dies Buch.
Sind das denn nicht die Fallen, dort
Von denen Claudio auch quälte?
Nicht denkend, fühlend, immerfort,
Verdau wie er ich deine Räte.
*Nach kurzer Bedenkzeit.*
Wellen, brandend, brausend, türmend,
Ausgelöst durch kleinstes Boot, ersterben,
Und wirkt die See auch noch so stürmend,
Getilgt allein durch Ufermauerskerben.
Denn Land hat was Flüss’gem zuweilen
Fehlt, wenn von fest‘ Stand es träumt, allein
Nur Eis zur werden und zu bleiben,
Heißt kalt, für immer kalt zu sein.
So mach mich Land, das wandelt dennoch,
Ein wenig standhaft, formbar will ich sein,
Mut, Lust, Leben, ja all was ich roch,
Soll Schönes fühlen, statt nur seinen Schein.
Dein Tod, der mich des Lebens raubt,
Sinnierend, zweifelnd immerzu,
Zurücklässt ohne was ich glaubt‘.
Im Hafen sitz ich also drum,
Ein Kopf, ein Wundern, ob des Mumm,
Der mir abgeht und den ich such,
Zur Suche schickst du mir dies Buch.
Sind das denn nicht die Fallen, dort
Von denen Claudio auch quälte?
Nicht denkend, fühlend, immerfort,
Verdau wie er ich deine Räte.
*Nach kurzer Bedenkzeit.*
Wellen, brandend, brausend, türmend,
Ausgelöst durch kleinstes Boot, ersterben,
Und wirkt die See auch noch so stürmend,
Getilgt allein durch Ufermauerskerben.
Denn Land hat was Flüss’gem zuweilen
Fehlt, wenn von fest‘ Stand es träumt, allein
Nur Eis zur werden und zu bleiben,
Heißt kalt, für immer kalt zu sein.
So mach mich Land, das wandelt dennoch,
Ein wenig standhaft, formbar will ich sein,
Mut, Lust, Leben, ja all was ich roch,
Soll Schönes fühlen, statt nur seinen Schein.
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October 6, 2016Idé til ting å gjøre: Skrive Der Tor und der Tod i en alder av 19 (!):
Wie abgerißne Wiesenblumen
Ein dunkles Wasser mit sich reißt,
So glitten mir die jungen Tage,
Und ich hab nie gewußt, daß das sich schon Leben heißt.
September 30, 2015
Very interesting.
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