"Dunkel war's der Mond schien helle", wer kennt den Anfang dieses wunderschönen Lügengedichts nicht, aber wer weiß, wie's dann weitergeht? Und wie ging gleich der zweite Vers? Sollten Sie auch zu den Menschen gehören, die schon immer gerne einmal halbvergessene Reime aus den frühen Kinderjahren wieder lesen wollten, dann kommt das von Rotraut Susanne Berner üppig illustrierte Buch Dunkel war's der Mond schien helle gerade rechtzeitig. Zusammen mit Edmund Jacoby, dem Leiter des Gerstenberg Verlags, mit dem sie bereits das beliebt Kinderspiele-Buch Himmel, Hölle, Blindekuh veröffentlichte, hat sie alles gesammelt, was ihr an Kinderreimen, Lautgedichten, Rätseln und Abzählversen zwischen die Finger kam. Und die beiden waren bei ihrer Arbeit äußerst gründlich und erfolgreich. Herrlich die alten Abzählreime "Enne, denne, dubbe, denne..." oder "Eine kleine Dickmadam fuhr mal mit der Eisenbahn..." aber es sind auch Balladen wie der Erlkönig oder Der Zauberlehrling vertreten, die von Kindern, wenn sie nicht oberlehrerhaft in der Schule präsentiert werden, gut aufgenommen werden. Für alle, die den Erlkönig etwas kürzer und auf das Wesentliche reduziert bevorzugen, gibt es eine, vermutlich aus Schülerkreisen stammende Spottfassung. Doch auch freche Nase-Weisheiten kommen nicht zu "Salomo der Weise Laute Fürze stinken nicht. Aber die so leise schleichen, stinken bis zum Steinerweichen". Dunkel war's der Mond schien helle ist ein herausragend schön gestaltetes Hausbuch für die ganze Familie, das zum Blättern, Erinnern und natürlich schmökern einlädt. --Manuela Haselberger
Edmund Jacoby (* 1948) ist ein deutscher Verleger, Übersetzer und Autor mehrerer Bücher.
Nach einem Studium der Philosophie und der Geschichte in Tübingen, Paris und Frankfurt am Main war er zunächst als Lehrbeauftragter an der Frankfurter Universität tätig, wechselte dann in eine Position als Verlagslektor und wurde schließlich Verlagsleiter des Gerstenberg Verlags.
In dem von ihm von 1996 bis August 2007 geleiteten Verlag sind zahlreiche eigene Bücher erschienen. Sein besonderes Interesse lag auf Buchproduktionen in den Feldern Philosophie und Mythologie. Dazu gehörte der Bestseller „50 Klassiker Philosophen“.
Gemeinsam mit Nicola Stuart gründete er im Frühjahr 2008 das in Berlin-Prenzlauer Berg ansässige Verlagshaus Jacoby & Stuart. Gemeinsam mit dem französischen Verlagshaus „La Martinière“ als Minderheitsgesellschafter will Jacoby an Schwerpunkte seines vorherigen Verlagsprogramms anknüpfen.
Jacoby ist tätig als Übersetzer aus dem Englischen und Französischen und Herausgeber vieler Anthologien sowie Nacherzähler zahlreicher Mythen und Sagen. Er ist verheiratet und lebt in Berlin.