Patricia Strunk's Blog, page 31
January 25, 2014
Winternacht
Hier das zweite Gedicht, passend zum Kälteeinbruch. Das nächste gibt’s dann frühestens in vier Wochen, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin. Bis dahin ist es hoffentlich wieder wärmer. Ich bin kein Wintermensch, obwohl es heute bei Sonnenschein im Neuen Garten in Potsdam schon sehr schön aussah. Ich habe den Blick allerdings nur von den geheizten Schlossräumen aus genossen.
Winternacht
(Patricia Strunk)
Glitzernde Winternacht,
in Kälte erstarrt.
Die Sterne sind winzig,
spenden kaum Licht.
Doch eine Laterne
am Wegesrand
trägt ihren warmen Schein
ins Januar-Dunkel.
Schnee knirscht
unter meinen Füßen.
Mein Atem steht
als weißer Nebel
vor meinem Gesicht.
Die Luft ist eisig,
verheißt noch mehr Kälte.
Ein Bach rauscht
durch die Nacht,
vorbei an Zweigen,
mit Schnee beladen.
Als ich sie anstoße,
sprüht funkelnder Staub
auf mich nieder.
Eis klirrt wie Glas.
January 19, 2014
In einer kalten Mondnacht
Bevor ich mit meinem Roman angefangen habe, schrieb ich über mehrere Jahre hinweg gelegentlich Gedichte, von denen einige auch in Zeitungen und Magazinen veröffentlicht wurden. Ich dachte mir, vielleicht hat jemand von euch Spaß daran, sie zu lesen, und warum sollen sie auch auf der Festplatte bzw. im Ordner vor sich hin vergilben? Um euch die Wartezeit bis zum Erscheinen von ‘Kristallblut’ zu verkürzen, werde ich in unregelmäßigen Abständen eines davon, das gerade zur Jahreszeit oder zu meiner Stimmung passt, posten. Hier also das erste:
In einer kalten Mondnacht
(Patricia Strunk)
Lautlos jagen zerfetzte Wolken über den Himmel,
das mächtige Heer der Geister,
fahl und dunstig.
Unheil bringen sie dem,
der sich ihrer nicht zu erwehren vermag.
Sie folgen nur einem Herrn:
dem Mond, dem Herrscher der Nacht.
Unheimlich ist ihr Anblick,
weiße Schicksalsbringer aus der unendlichen Kälte des Alls,
blaugraues, dunkles Meer, das selbst die Sterne verschluckt.
Nur der Mond leuchtet hart und ewig.
Unbarmherzig ist sein klares Licht,
wenn er des Winters seinen vollen Glanz entfaltet.
Doch beim Anblick eines fallenden Sterns
erfüllt sich die Hoffnung eines nächtlichen Traumes,
noch bevor der Wunsch in die Weite enteilt
und die Mauer aus Dunkelheit durchbricht.
Ein Brillantsplitter, Leuchtfeuer im uferlosen Eismeer.
Nur den Bannkreis des Mondes
kann auch er nicht durchdringen.
Sein kaltes Feuer verzehrt jedes Licht,
das ihm zu nahe kommt.
January 8, 2014
Music for the Mood
Wenn ich schreibe, läuft im Hintergrund eigentlich immer Musik, um mich in die richtige Stimmung zu versetzen. Manchmal höre ich ein Album, das mir besonders gut gefällt oder bei dem die Wörter besonders gut aus der Feder fließen (wie sagt man dazu heute? die Finger besonders geschmeidig in die Tasten greifen?), mehrmals hintereinander oder dasselbe an mehreren hintereinander folgenden Tagen immer wieder. Aber auch die schönste Musik verträgt nur eine begrenzte Anzahl an Wiederholungen, bis eine Pause fällig ist. Deshalb bin ich ständig auf der Suche nach neuen Scheiben. Zu Weihnachten habe ich wieder zugeschlagen und mir einige neue Alben zugelegt, obwohl ich schon nicht mehr weiß, wohin damit. Genau wie meine Bücher stapeln sie sich inzwischen auf allen verfügbaren Tischen, *heul* (dabei bin ich zum Teil schon auf MP3-Alben und eBooks umgestiegen) .
Im Moment höre ich am liebsten Rock. Kann mir jemand den Unterschied zwischen Indie-Rock, Alternative Rock, ProgRock und normalem Rock erklären? Nein? Macht nichts. Hauptsache, die Melodie berührt mein Herz. Den Texten höre ich sowieso selten zu (die Verfasser der Texte mögen mir verzeihen) bzw. verstehe ich sie bei meinen asiatischen Alben sowieso nicht.
Vielleicht stelle ich irgendwann mal einen inoffiziellen Soundtrack für INAGI zusammen…
Meine aktuellen Entdeckungen:
Keane
IQ
Stanfour
Of Monsters and Men
Ellie Goulding
Wenn jemand von euch eine Empfehlung für mich hat, die in die oben genannte Richtung geht, ist sie jederzeit willkommen!
Auf der Zielgeraden
Ist es derzeit draußen nicht herrlich? Wie im Frühling. Das ist genau mein Wetter! Endlich kein Dauergefriere trotz explodierender Heizkosten, keine Winterdepression, kein Eiskratzen, keine glatten Straßen. So kann’s gern bleiben bis April und dann wärmer werden.
Bei so guten Voraussetzungen geht es auch mit dem Schreiben zügig voran. Ich schätze mal, noch fünfzig oder sechzig Seiten, dann ist Band II fertig. Ich bin also sozusagen auf der Zielgeraden.
December 31, 2013
Frohes neues Jahr!
Ein frohes und gesundes neues Jahr wünsche ich euch allen!
Möge 2014 viele spannende Geschichten für euch bereithalten!
December 19, 2013
Frohe Weihnachten und Glück und Gesundheit in 2014!
Jetzt neigt sich auch dieses Jahr schon wieder dem Ende zu. Warum scheinen die Jahre eigentlich immer schneller zu vergehen, je älter man wird? Liegt es daran, dass man immer mehr in immer weniger Zeit zu tun hat, tun will oder glaubt, tun zu müssen? Immerhin ein Trost, dass es den meisten Menschen ähnlich geht.
Auch Ishira, Yaren und Kanhiro steht alles andere als eine ruhige Zeit bevor, stecken sie doch mitten in Kämpfen und können froh sein, wenn sie diese mehr oder weniger unbeschadet überstehen. Gekämpft wird überhaupt viel in Band II, aber auch ihre inneren Konflikte lassen die Protagonisten nicht zur Ruhe kommen. Langweilig wird es also nicht.
Im wahren Leben braucht man ja nicht ganz so viel Aufregung, deshalb wünsche ich euch allen entspannte Feiertage und ein großartiges Jahr 2014, in dem ihr von Katastrophen aller Art verschont bleiben möget! Meine guten Vorsätze? Natürlich, ‘Kristallblut’ bis zum Frühling fertigzustellen und nach einer Erholungspause mit Teil III zu beginnen. Ich kann ja schon mal verraten, dass der Abschlussband ‘Kristallherz’ heißen wird.
December 16, 2013
Jahr 2 nach Beginn von Band 2
Heute ist es genau ein Jahr her, seit ich mit Band II begonnen habe. Eigentlich sollte das Buch jetzt fertig sein. Das wäre Plan A gewesen. Aber Plan A geht gewöhnlich schief, das kennen wir ja. Plan B sah vor, heute die 300. Seite zu schreiben. Auch das hat nicht ganz geklappt, es wurde nur die 298. Aber das lasse ich jetzt trotzdem gelten, wir wollen ja nicht kleinlich sein. Morgen lasse ich das Buch ruhen und gehe nach der Arbeit ins Kino (Tribute von Panem II, wo wir gerade bei zweiten Teilen sind), übermorgen geht’s wieder weiter. Neues Ziel: die Rohfassung Ende Januar beenden, das Manuskript mit nach Sri Lanka nehmen und unter Palmen Korrektur lesen. Ach, wird das schön…
December 5, 2013
‘Kristallblut’ im letzten Drittel
Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, die Rohfassung von Band II zum Jahresende fertigzustellen, aber wann laufen die Dinge schon jemals so, wie man sie gerne hätte? Immerhin bin ich mittlerweile beim letzten Drittel angekommen. Am 17. Dezember vergangenen Jahres habe ich mit dem Schreiben von ‘Kristallblut’ begonnen (übrigens im Maritim Hotel in Dresden) und etwa um dieselbe Zeit werde ich wohl die 300. Seite beenden (beinahe wäre ich wieder in Dresden gewesen, aber jetzt bleibe ich doch zu Hause in Berlin). Wie viele Seiten der zweite Teil genau haben wird, kann ich noch nicht sagen. Ich schätze, er wird etwas dünner als der erste, der es im Print immerhin auf stattliche 427 Seiten bringen wird.
Die Printversionen der ersten beiden Teile werden zeitgleich mit der eBook-Version von Band II erscheinen. Die Cover sind bereits in Arbeit und ich freue mich schon sehr darauf. Die Geschichte ihrer Entstehung werde ich aber erst an späterer Stelle verraten.
Übrigens hat ‘Kristalladern’ auf Amazon inzwischen 51 Rezensionen erhalten – die meisten positiv, was mich sehr glücklich macht. Hierfür und auch für alle Rückmeldungen in diesem Blog oder auf Facebook herzlichen Dank!
October 13, 2013
Ein Herbstgedicht von Stefan George
Ich möchte euch noch ein stimmungsvolles Herbstgedicht vorstellen, das nicht nur Gärtnerherzen höher schlagen lässt. Der Lyriker Stefan George (1868-1933) hat damit seinen Zyklus Jahr der Seele eingeleitet.
Komm in den totgesagten park und schau:
Der schimmer ferner lächelnder gestade.
Der reinen wolken unverhofftes blau
Erhellt die weiher und die bunten pfade.
Dort nimm das tiefe gelb. Das weiche grau
Von birken und von buchs. Der wind ist lau.
Die späten rosen welkten noch nicht ganz.
Erlese küsse sie und flicht den kranz.
Vergiss auch diese letzten astern nicht.
Den purpur um die ranken wilder reben.
Und auch was übrig blieb von grünem leben
Verwinde leicht im herbstlichen gesicht.
Von den Hürden des Schreibens
Endlich bin ich über eine Stelle hinweg, an der ich jetzt bestimmt seit drei Wochen oder sogar länger festgehangen habe (und das nicht nur, weil ich so viel mit anderen Dingen beschäftigt war). Manchmal ist es so schwierig, in Worte zu fassen, was ich ausdrücken möchte, insbesondere, wenn es um das Innenleben der Figuren geht. Ich finde es viel einfacher, Actionszenen und äußere Konflikte zu schreiben als Dialoge und innere Konflikte. Die Zerrissenheit der Figuren darzustellen, was sie sich wünschen und wovor sie sich fürchten, bringt mich manchmal echt an meine Grenzen. Wahrscheinlich brauche ich einfach mehr Übung. Die Romande anderer Autoren zu lesen hilft auf jeden Fall, meine eigenen Gedanken zu ordnen, aber dazu komme ich im Moment auch nur bedingt. Ich hoffe auf den Winter. Zu etwas muss die kalte Jahreszeit schließlich gut sein.


