Patricia Strunk's Blog, page 30
March 28, 2014
Es geht weiter
Vielen Dank für eure aufmunternden Zeilen und euren Zuspruch! Es hat geholfen! Nachdem ich einige Passagen gestrichen, mehrere umgeschrieben und andere neu eingefügt habe, passen die Teile des Puzzles jetzt zusammen. Jedenfalls bin ich ganz zufrieden. Natürlich werde ich diesen Teil noch mal durchgehen, aber erst muss ich wieder etwas Abstand gewinnen. Ich habe den Roman jetzt einmal komplett Korrektur gelesen (es sind bisher 360 Seiten). Bleiben noch rund drei Wochen, um die restlichen 20-25 Seiten zu schreiben. Das sollte sich ja hoffentlich bewerkstelligen lassen. Drückt mir weiterhin die Daumen!
March 22, 2014
Ein paar graue Haare mehr
Es ist zum Haareraufen! Warum habe ich die Geschichte nur so kompliziert konzipiert? Oder besser: wie konnte sie sich so kompliziert entwickeln? Es fügt sich ja irgendwie alles logisch und zwingend zusammen, aber es gibt so viele Aspekte zu beachten, dass ich immer Angst habe, irgendwo den Faden zu verlieren und einen Strang zu vernachlässigen oder – noch schlimmer – schlicht zu vergessen, ihn weiterzuführen. Drückt mir die Daumen, dass ich mich innerhalb der nächsten Tage durchwurschtle!
March 17, 2014
Endspurt
Die ersten zwei Drittel habe ich lektoriert. Nach der Hälfte ging es leider nicht mehr so schnell voran, weil ich den zweiten Teil noch so gut wie gar nicht überarbeitet hatte. Dennoch bin ich erstaunt, wie wenig ich im Verhältnis zum ersten Band an der ersten Fassung ändern muss. Bei ‘Kristalladern’ habe ich fast den gesamten Mittelteil komplett neu geschrieben, so dass von der ursprünglichen Fassung so gut wie nichts übriggeblieben ist. Diesmal sind es eher Feinheiten wie knackigere Dialoge, das Hinzufügen farbiger Details sowie das Straffen, Umschreiben oder Umstellen einzelner Passagen, bis sie genau das wiedergeben, was ich ausdrücken will – was mir gerade nach wie vor schwerfällt, wenn es um die Gefühle der Protagonisten geht.
Beim Überarbeiten habe ich außerdem die vorhandenen Lücken geschlossen. Für die letzte habe ich auch schon die passenden Idee. Muss sie nur noch ausformulieren. Langsam wird das Buch eine runde Sache – und es bekommt noch ein paar mehr Seiten als gedacht.
March 13, 2014
Auf den Krokus
Als ich heute nach getaner Arbeit auf unserer Gartenbank saß und den Sonnenschein genoss, fiel mein Blick auf den Dämonenpoeten auf unserer Terrassenmauer, der in die Betrachtung der Krokusse versunken war. Dabei waren ihm folgende Zeilen in den Sinn gekommen, die er mich bat, in mein Notebook zu tippen. Sie enthalten einen guten Rat, den ich öfter beherzigen sollte!
Hier also aus ‘Steinis Ecke’ Gedanken zum Frühling:
Auf den Krokus (2014)
Patricia Strunk
Im frühlingshaften Morgenlicht
Sah ich den Krokus sprießen.
Ich lehnte mich bequem zurück
Und ließ mich nicht verdrießen.
Genieß‘ den Tag und sorg‘ mich nicht,
Verfass‘ stattdessen ein Gedicht.
Das Leben ist zu kurz zum Klagen.
Ich freu‘ mich an den schönen Tagen.
Und scheint die Sonne einmal nicht,
Schreib‘ ich ein anderes Gedicht.
March 12, 2014
Lord Tennyson: The Lady of Shalott
Ich bin gerade dabei, Teil I der BookLess-Saga von Marah Woolf zu lesen. In der Geschichte ist von dem englischen Dichter Tennyson und seinem Gedicht ‘The Lady of Shalott’ die Rede. Ich hatte von diesem viktorianischen Dichter bisher nichts gehört, also habe ich den Namen und das Gedicht gegoogelt und siehe da: es gefällt mir. Traurig, aber klangvoll. Poetisch im besten Sinne des Wortes. Deswegen kommt es zu meiner Sammlung. Hier der Link: The Lady of Shalott (1842) by Alfred, Lord Tennyson : The Poetry Foundation.
March 11, 2014
Schreiben und Überarbeiten
Die ersten 150 Seiten von Teil II habe ich Korrektur gelesen bzw. lektoriert und für gut befunden.
Wenn ich mit dem Rest weiterhin so schnell vorankomme, sollte das Buch spätestens zu Ostern in der Betafassung fertig sein, so dass ich es an meine Testleser schicken kann.
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich beim nochmaligen Lesen des Textes Lücken zwanglos schließen und Teile einfügen lassen, bei denen ich beim Schreiben der ersten Fassung ergebnislos hin und her überlegt habe, wo ich sie einbauen soll. Oder wie sich quasi von selbst neue Ideen und Handlungsverläufe entwickeln, mit denen ich am Anfang nie gerechnet hätte. Ich habe auch schon erlebt, dass ich Passagen verworfen und später doch in veränderter Form an anderer Stelle wieder eingefügt habe. Wichtig ist auf jeden Fall, erst mal hinzuschreiben, was mir gerade in den Sinn kommt, und nicht lange darüber nachzudenken, ob es gut ist. Das zeigt sich oft erst später. Eigentlich konnte ich bisher immer etwas davon verwenden und wenn es nur die Grundidee war. Aber erst mal muss etwas dastehen, um mit dem Text weiterarbeiten zu können. Damit kann ich nur bestätigen, was ich einmal in einem Schreibratgeber gelesen habe: bei der ersten Fassung den Kritiker in sich selbst ausschalten und dem kreativen Geist freie Bahn geben. Erst beim Überarbeiten hat der Kritiker dann seinen großen Auftritt. Bei mir lebt er sich auch wirklich immer richtig aus.
Immerhin komme ich bei Teil II mit zwei bis drei Überarbeitungen aus. Bei Teil I waren es noch sechs.
March 8, 2014
Die letzten dreißig Seiten
Bei den letzten Seiten hakt es mal wieder. So war es auch schon bei Teil I. Also lese ich das Buch jetzt erst mal Korrektur, das hat beim letzten Mal auch geholfen. Ich bekomme dann ein besseres Gefühl für die Zusammenhänge und daraus entwickeln sich oft neue Ideen oder Verbesserungen. Die ersten fünf Kapitel sind immerhin veröffentlichungsreif, das beruhigt mich auf jeden Fall schon mal. Der Rest wird sich wie üblich auch noch finden.
March 3, 2014
Die Königin der Nacht
Im ‘Brief Garden’, dem Garten des 1992 verstorbenen britischen Lebenskünstlers Bevis Bawa nahe Bentota auf Sri Lanka, blühte gerade die Schwarze Lilie. Ich fand, das folgende meiner Gedichte passt ganz gut zu dieser interessanten Blume, über die ich leider keine näheren Informationen finden konnte.
Die Königin der Nacht
Patricia Strunk
Schattenkleid, gesäumt von Blüten,
gleitet sie durchs Mondenlicht.
Jeder Schritt lässt Schatten wabern,
Blumen kommen und verwehen.
Jedem ihrer Schritte folgen
Werden, Wachsen und Vergehen.
Ihre Spur ist unauslöschlich
mit der Erde selbst verwoben.
Wer ihr folgt, der findet Stille,
entdeckt sich selbst in der Natur.
Sie ist die Göttin,
Kraft der Erde,
Schoß des Lebens.
Ihre Macht ist unermesslich,
doch sie stirbt, weil wir sie jagen.
Mit jedem Tier, das wir erlegen,
jeder Pflanze, die wir roden,
verliert sie mehr von ihrer Kraft.
Sie ist die Hüterin des Lebens,
doch wir haben sie vergessen.
Tod folgt ihrer Glitzerspur.
Es ist Zeit, uns zu erinnern
an einen Schatten, eine Ahnung –
an die Königin der Nacht.
February 21, 2014
Die Drachen leben!
Und es gibt sie doch! Fündig wurde ich jetzt im Urlaub auf Sri Lanka. Dieser lebende Beweis schaut vorwitzig aus seiner Behausung in Kataragama nahe dem Tempelsbezirk. Ein schönes Exemplar eines Warans und er hat eindeutig die goldenen Augen der Drachen Inagis, oder was meint ihr?
Die gesamte Reise war großartig, auch wenn meine Mutter wegen eines – glücklicherweise nur leichten – Schlaganfalls eine Woche vorher stornieren und ich alleine fahren musste. Aber ich hatte eine sehr nette Reisegruppe, so dass ich mich nicht eine Minute einsam gefühlt habe. Außerdem gab es all die vielen Tiere, die uns in den Hotelanlagen Gesellschaft leisteten: von diebischen Raben mit einer Vorliebe für Pfannkuchen über Baumhörnchen, die sich morgens ihre Frühstücksbanane abholten, bis hin zu wuseligen Palmhörnchen, die sich mit lautstarkem Geschrei über die Liegestühle jagten. Nicht zu vergessen die Elefanten und Affen, die unterwegs für großartige oder amüsante Erlebnisse sorgten.
Sri Lanka heißt übrigens ‘erhabenes Land’ und der Name ist nicht übertrieben, ebenso wenig wie die Bezeichnung ‘Perle im Indischen Ozean’.
Während der Badeverlängerung in Bentota habe ich aber nicht nur faul unter Palmen im Liegestuhl gelegen und im herrlich warmen Meer herumgeplanscht, sondern auf dem Balkon mit Meerblick auch einige Seiten weitergeschrieben. Jetzt fehlen noch rund vierzig. Damit kommt ‘Kristallblut’ schätzungsweise auf rund 375 Seiten, wird also nur unwesentlich dünner als Band I. Ich hoffe, bis Ende März fertig zu werden, aber neben der Arbeit muss ich mich noch um meine Eltern kümmern, die beide schon über 80 sind. Mein Vater, der an Altersdemenz leidet, liegt zu allem Unglück seit dem Blitzeis-Montag, der den Berlinern im Januar an die zweitausend Knochenbrüche beschert hat, mit gebrochenem Fuß im Krankenhaus und ich kann meiner Mutter nicht die ganze Arbeit überlassen. Deshalb bitte ich um Verzeihung, dass ich mit dem Schreiben nicht immer so vorankomme, wie ich gerne möchte.
January 29, 2014
Lesen bereichert das Leben
Lesen zu können, ist heute wichtiger denn je, denn niemals zuvor wurde unsere Welt so von sich ständig weiter entwickelndem Wissen geprägt wie heute. Wer nicht richtig lesen kann, gerät schnell ins gesellschaftliche Abseits. Junge Menschen mit Leseschwäche haben nicht nur in der Schule Schwierigkeiten, ihnen bleiben auch privat und später im Berufsleben viele Türen verschlossen. Und nicht zuletzt geht ihnen eine wundervolle Möglichkeit verloren, das eigene Leben zu bereichern, denn Lesen dient ja nicht nur dem Erwerb von Wissen, sondern auch der Inspiration. Kein Film und kein Videospiel kann die Fantasie so stark beflügeln wie ein spannendes Buch. Beim Lesen lässt sich wundervoll dem grauen Alltag entfliehen. Wir können uns in andere Welten versetzen, mit unseren Helden mitfiebern oder unseren Gefühlen freien Lauf lassen – und tauchen oft um eine neue Erfahrung reicher wieder aus dem Buch auf. So erlebe ich persönlich es jedenfalls immer wieder.
Um so wichtiger finde ich, dass das Lesen so früh wie möglich gefördert wird und dass es Vereinigungen wie z.B. die ‘Stiftung Lesen’ gibt, damit auch diejenigen, die nicht das Glück haben, in einem Elternhaus aufzuwachsen, in dem Bücher zum Leben gehören, eine Chance erhalten, sich die unzähligen Möglichkeiten des Lesens zu erschließen.
Ich habe mir selbst vorgenommen, Kinder oder Jugendliche aktiv beim Lesen zu unterstützen. In Berlin werden immer Lesepaten gesucht, die unter anderem vom Bürgernetzwerk Bildung vermittelt werden. Ich hofffe, ich kann es in diesem Jahr zeitlich einrichten, wenigstens mal probeweise.


