Patricia Strunk's Blog, page 29
April 15, 2014
Non-lineares Schreiben
Grundsätzlich schreibe ich meinen Roman relativ linear vom Anfang bis zum Ende. Aber hin und wieder weiche ich von dieser Praxis ab. Ich habe nämlich festgestellt, dass es hilfreich sein kann, an einer ganz anderen Stelle der Geschichte weiterzumachen, wenn ich an der aktuellen Stelle nicht weiterkomme. Gerade bei zwei weitgehend parallel verlaufenden Handlungssträngen springe ich manchmal wild von einem zum anderen – je nachdem, in welchem Strang mir gerade eine Idee kommt. Manchmal skizziere ich auch eine Szene, die mir in den Sinn kommt, obwohl sie erst viel später in der Geschichte auftaucht. Dann ist sie schon mal angelegt und geht nicht verloren. Wenn es so weit ist, füge ich sie dann einfach ein und arbeite sie aus. Auf diese Weise werde ich nicht allzu nervös, wenn ich irgendwo festhänge.
Oft weiß ich gar nicht so genau, was ich schreiben soll, bis ich mich an den Computer setze. Plötzlich sind die Bilder und Worte da, mal verschwommener, mal schärfer. Auf jeden Fall schreibe ich erst mal drauflos. Umformen, ausarbeiten, umstellen oder streichen kann ich später immer noch. Ein alter Schriftstellerrat heißt: Write drunk, edit sober! (Schreibe betrunken, überarbeite nüchtern!) Da ist definitiv etwas dran. :-)
Am Ende des Tunnels
… 387 Seiten …
Ich bin in Haupt- und Nebenhandlung jeweils bei der letzten Szene angekommen. Nur weiß ich noch nicht so genau, wie die Haupthandlung schließen soll oder besser gesagt, an welcher Stelle ich die Geschichte abbreche. Ein Cliffhanger wird es so oder so, aber ich will ihn natürlich möglichst effektvoll in Szene setzen. :-)
Immerhin wird die Rohfassung tatsächlich bis Ostern fertig – kaum zu glauben -, aber einige Passagen holpern noch ganz schön und bedürfen dringend der Überarbeitung, bevor ich den Text an meine Testleser herausgeben kann. Das wird wohl noch eine Woche oder so dauern. Aber das Ende ist definitiv in Sicht!
Das Cover ist auch schon in Arbeit!
April 11, 2014
Hintergrundmusik in Endlosschleife
… 382 Seiten …
Der Hauptstrang der Erzählung ist beinahe beendet und bei der Nebenhandlung fehlen auch nur noch ein oder zwei Szenen. Also schätzungsweise noch rund 10 Seiten. Damit hat Band II den ersten Teil (in der Neufassung 400 Seiten) tatsächlich beinahe eingeholt.
Da wir übrigens kürzlich beim Thema Film waren: Beim mir laufen derzeit zwei Soundtracks auf Endlosschleife: ‘Oblivion’ und ‘Tron’. Obwohl Science Fiction, passt die Stimmung hervorragend zu meiner Geschichte. Die Neufassung von ‘Tron’ habe ich zwar nicht gesehen und dass es sogar eine Serie gibt, wusste ich nicht mal, aber der Komponist ist derselbe wie von ‘Oblivion’. Die Musik ist wirklich schön, um sie im Hintergrund laufen zu lassen. Eine von der Sorte, die nicht nervt.
April 9, 2014
Der Film zum Roman oder der Roman zum Film?
Heute ging mir beim Schreiben mal wieder ein Gedanke durch den Kopf, der mich schon öfter beschäftigt hat. Man liest oft, dass Verfilmungen der Romanvorlage nicht gerecht werden, und mancher Roman gilt sogar als unverfilmbar. Natürlich ist es richtig, dass das Filmformat Komprimierung verlangt und daher nicht so detailreich sein kann wie ein Roman. Vielfach müssen Handlungsstränge oder Figuren gestrichen werden, insbesondere dann, wenn ein Roman als Einteiler und nicht als Mehrteiler oder Serie verfilmt wird. Zudem bedarf es besonderer Kniffe, um innere Monologe und Gedanken in eine visuelle Sprache zu übersetzen. Dabei geht zuweilen die Tiefe der Vorlage verloren.
Dennoch kehrt eine Geschichte meiner Meinung nach durch die Verfilmung quasi in ihr ursprüngliches Stadium zurück. Ich weiß zwar nicht, wie sich das bei anderen Schriftstellern verhält, aber ich kann nur schreiben, wenn ich die Szene bildlich vor meinem inneren Auge entstehen lasse. Insbesondere gilt das bei Szenen, in denen die Gewichtung auf der äußeren Handlung liegt (Actionszenen). Das heißt, ich muss im ersten Schritt das Kopfkino einschalten. Erst wenn ich den Film zum Laufen gebracht habe, kann ich die Szene zu Papier bringen. Ich beschreibe also im Grunde, was ich ‘sehe’.
Fazit: am Anfang war der Film und nicht das Wort. :-)
April 7, 2014
Unwägbarkeiten 2
Heute wollte ich mich mit einer Freundin zum Frühstück treffen. Das versuchen wir jetzt schon seit Ende Januar. Gerade als ich das Haus verlassen wollte, sah ich eine Nachricht auf dem AB blinken. Ich ahnte nichts Gutes und richtig: (nein, diesmal war es nicht mein Chef :-) ) Meine Freundin musste absagen, weil bei ihr in der Praxis eingebrochen worden war, sie schon in der Nacht mit Polizei und Spurensicherung zugange war und es heute Morgen mit Protokoll und Bestandsaufnahme weiterging. Das einzig Positive an der Sache war, dass ich mehr Zeit zum Schreiben hatte und ein bisschen aufholen konnte, was ich gestern nicht geschafft hatte.
… 377 Seiten …
Fehlen noch 15-20 Seiten, schätze ich. Irgendwie glaube ich, das sage ich jedes Mal. Aber beim Schreiben fällt mir immer noch etwas ein und – schwupps – sind es wieder 2 Seiten mehr. Wahrscheinlich wird Band II am Ende genauso dick wie Band I. Na ja, ich glaube, darüber werdet ihr euch nicht beschweren. ;-)
April 6, 2014
Unwägbarkeiten
Verflixt, immer kommt irgendwas dazwischen! Gerade, als ich mich heute Morgen voller Motivation und Elan an den Computer gesetzt hatte, rief mein Chef an, ob ich für einen erkrankten Kollegen einspringen könnte. Und als ich am Abend nach Hause kam, war ich einfach zu müde zum Schreiben. Ich habe zwar noch ein paar Kleinigkeiten am vorhandenen Text verbessert, aber die fehlenden Teile fehlen immer noch. :-(
Hoffentlich habe ich morgen mehr Erfolg!
Die Abstimmung scheint übrigens zu Gunsten des neuen Anfangs auszugehen. :-)
April 3, 2014
… 370 Seiten …
April 2, 2014
Abstimmung: ein neuer Anfang
Heute wende ich mich mit einer Bitte an euch: Ich habe beim Überarbeiten von ‘Kristalladern’ für die Printfassung einen neuen Anfang geschrieben, weil vielfach die Kritik kam, man käme schwer in die Geschichte hinein und die Handlung würde etwas zäh beginnen. Ich habe daher ein wenig umgestellt und den Angriff der Amanori verändert. Außerdem habe ich die Anzahl der erdachten Begriffe reduziert, sofern es nicht auf Kosten der Stimmung ging, und die anderen so erklärt, dass man das Glossar nicht mehr unbedingt benötigt (natürlich gibt es das noch).
Jetzt würde ich gern eure Meinung hören, ob es mir gelungen ist, den Einstieg in den Roman spannender und geschmeidiger zu gestalten.
Hier könnt ihr euch das neue Kapitel I downloaden (es ersetzt die bisherigen Kapitel I und II): Kristalladern_Kapitel_I_neu (PDF-Datei).
Ich erwarte mit Spannung eure Antworten!
April 1, 2014
… 365 Seiten …
March 28, 2014
Der Beobachter
Gestern habe ich angefangen, in unserem Japangarten die Basaltumfassung zu legen (nicht gerade eine rückenfreundliche Beschäftigung). Dabei hat mir der Dämonenpoet zugesehen und mal wieder ein Gedicht verfasst. Vielleicht sollte ich mir darüber Gedanken machen, dass die Steinfiguren im Garten mich beobachten, aber solange sie freut, was ich tue, ist es wohl in Ordnung. :-)
Der Beobachter (2014)
Patricia Strunk
Ich schau‘ dir gerne bei der Arbeit zu,
Da hab‘ ich Freude dran.
Nicht weil ich selber faul bin,
Sondern weil ich’s nicht so kann.
Ich freu‘ mich, wenn die Osterglocken blühen,
Wenn Tulpe und Narzisse sprießt.
Besonders gerne mag ich auch,
Wenn du beim Kaffee Gartenbücher liest.
Dann weiß ich, dass du Neues planst:
Einen Teich, eine Mauer, ein buntes Beet,
Einen windgeschützten Platz zum Sitzen,
Wenn die Sonne tiefer steht.
Ich habe alles gut im Blick
Von meinem Logenplatz
Und sehe täglich, wie er wächst:
Mein Gartenschatz.



