Patricia Strunk's Blog, page 23
July 11, 2014
Island – Tag 7
Der Morgen zeigt sich erneut in graue Wolken gehüllt. Nun, mittlerweile erwarte ich gar nichts anderes mehr. Wir machen einen Spaziergang am Vogelkap und sehen tatsächlich einige der niedlichen Pagageientaucher. Als nächstes unternehmen wir eine kleine Gletscherwanderung, aber wir kommen nicht weit. Das Gletscherende ist ordentlich getaut und die Brücke gesperrt. Also treten wir nur ein bisschen am Rand herum. Besonders schön sieht dieser Gletscher nicht aus. Er hat unter dem Ausbruch des Eiyafjallajoküll gelitten und ist schwarz ‘betufft’. Immerhin zeigt sich ein Sonnenstrahl und bestätigt damit, dass sich über Gletschern stets ein Hochdruckgebiet hält. :-) Tatasächlich lagen die wenigen blauen Himmelsabschnitte, die wir in dieser Woche zu Gesicht bekommen haben, fast immer über einem Gletscher (oder dem Meer).
Mittags steht der Skógafoss auf dem Progamm, einer der höchsten Wasserfälle Islands. Wieder einmal ohne Sonne. Anschließend besichtigen wir das in der Nähe befindliche Heimatmuseum mit interessanten Exponaten zur Geschichte der Südküste. Der letzte Programmpunkt ist wieder ein Wasserfall: der Seljalandsfoss – einer der Gründe, weshalb ich diese Reise ausgewählt habe. Ich wollte unbedingt diesen Wasserfall sehen, der auf Fotos so toll aussieht und hinter dem man entlanggehen kann. Der Fall sieht wirklich großartig aus, obwohl es inzwischen angefangen hat zu regnen. Sieben Wasserfälle in sieben Tagen und nicht ein einziger mit Sonne – da kann man doch echt Depressionen kriegen! :-(
Es geht zurück nach Reykjavik. Mittlerweile gießt es in Strömen. Keiner hat große Lust zu einer Stadtbesichtigung. Ich gehe mit Uta shoppen und kaufe mir Mütze und Handschuhe (der nächste Winter kommt bestimmt).
Wir sind alle eher froh als traurig, als wir zum Flughafen fahren. Es war eine schöne Reise, auf der wir alle viel Spaß miteinander hatten, und Islands Landschaften sind auch bei schlechtem Wetter beeindruckend, doch uns fehlt einfach die Sonne! No sun, no fun! Trotzdem werde ich irgendwann wiederkommen.
July 9, 2014
BAfmW
Island – Tag 6
Unser Der Himmel ist grau – wen wundert’s. Ich glaube, den Trollen ist in ihren unterirdischen Behausungen langweilig, deshalb haben sie die Sonne verscheucht, um auf die Erdoberfläche hinaufkommen zu können. Immerhin regnet es auf unseren Wanderungen nicht. Wir wandern heute im Skaftafell-Nationalpark: Unter anderem geht es zum Svartifoss mit seinen Basaltsäulen, die wie eine Orgel aussehen. Natürlich scheint die Sonne nicht, aber es lohnt sich trotzdem.
Anschließend fahren wir in den nächsten Ort, der sich als Ansammlung von ein paar Wohnhäusern und Geschäften herausstellt. Eine kleine Kirche gibt es auch. Anders als unsere ist sie kuschelig warm. Dank Geothermie kostet Heizwärme in Island nicht viel, weshalb alle Gebäude ordentlich beheizt sind. Frieren muss man hier nur draußen. Ich erstehe ein Armband aus Lavasteinen und jede Menge Lakritze mit Schokolade drumherum.
Zurück im Hotel begeben meine Zimmernachbarin Uta und ich uns auf Schafsuche, leider ohne Erfolg. Dafür treffen wir zwischen den bemoosten Felsen jede Menge Trolle, die wir um schönes Wetter für morgen bitten. Letzte Chance auf Wasserfall mit Sonne, bevor es kurz nach Mitternacht schon wieder heimwärts geht.
July 8, 2014
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Kristallblut so hoch wie nie! :-D :-D
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Island – Tag 5
Heute fahren wir vom Nordosten der Insel in den Südosten. Das Wetter ist ganz leidlich und unsere Reiseleiterin lässt unseren Busfahrer Goje die Route über die Berge nehmen, weil dort die Landschaft noch abwechslungsreicher ist … sein soll. Leider haben wir nämlich die Rechnung ohne die örtlichen Feen gemacht, die gerade schlechte Laune haben und uns mal wieder im Nebel versacken lassen. Von einem Moment auf den anderen beträgt die Sicht unter 10 Meter. Wahrscheinlich verflucht Goje uns lautlos, während er uns durch die weiße Suppe navigiert. Am Ende der Nebelfront machen wir Stopp an einem Wasserfall. Der vierte in diesem Urlaub und der vierte ohne Sonne.
Wir fahren weiter nach Osten. An der Nordostküste scheint kurzzeitig die Sonne, dann herrscht wieder das Einheitsgrau. Die einizigen, die sich an den schwarzen Stränen wohlfühlen, sind die Schafe.
Als wir uns dem Vatnajoküll nähern, Europas größtem Gletscher, wo wir eine Fahrt durch die Gletscherlagune machen wollen, kommt irgendein Troll auf den lustigen Einfall, es regnen zu lassen. Aber meine neu geknüpften Beziehungen beim Bundesamt für magische Wesen zeigen Wirkung. Ich mache eine Eingabe und erwirke 10 Minuten Sonne für die Fahrt durch die Eisschollen und Minieisberge. Wir trinken stilvoll Whiskey aus Plastikbechern mit 1000-jährigem Gletschereis. Skál!
Wir übernachten am Fuße des Gletschers im Nichts. Ein Containerhotel mitten in der Landschaft. Ringsumher Stille und Weite. Das wäre ein passender Ort zum Meditieren. Stattdessen schauen die meisten von uns das Spiel Deutschland – Brasilien. Wir anderen zählen die Tore anhand der Jubelschreie. Jetzt fehlt zu unserem Glück nur noch Sonne bei der morgigen Wanderung zum fünften Wasserfall.
Übrigens ist das Essen in den Hotels großartig. Zum Frühstück gibt es unter anderem leckeren Hering und Waffeln zum Selberbacken (aber nicht, dass ihr jetzt denkt, ich würde das zusammen essen! ;-) ). Aber unser Mitreisender Malte besitzt irgendeine geheime Anziehungskraft. Nachdem ihm im zweiten Hotel eine Kellnerin Bier über das Hemd geschüttet hat, ist es diesmal immerhin nur Wasser. Auf Island kann man nicht nur Vulkanismus studieren, sondern auch das Gesetz der Serie. :-)
July 7, 2014
Island – Tag 4
Heute Morgen scheint die Sonne! Die Stimmung steigt um 60 Punkte. Glücklich schießen wir Fotos vom Fjord, der heute zu immerhin 70% zu sehen ist. Eine Kurve weiter sehen wir plötzlich nichts mehr. Wir sind in dichten Nebel geraten. Na großartig! Die Stimmung sinkt wieder auf Minuswerte. Aber die Elfen haben ein Einsehen: am Myvatn haben sich die Wolken aufgelöst und wir werden mit einem weiteren Strahl Sonne verwöhnt. Der Mückensee macht seinem Namen zum Glück auch nur mäßig Ehre – vor allem scheinen die Mücken auf Trockenfischflocken zu stehen. Unser Mitreisender mit entsprechendem Geschmack hält sie uns vom Leib.
Die Kraterwanderung ist eindrucksvoll, ebenso die Lavafelder darunter – genannt die düsteren Burgen, die von versteinerten Trollen bewohnt werden. Leider hat sich die Sonne inzwischen wieder verabschiedet. Aber beim Solafatarenfeld zeigt sie sich noch mal und verwandelt die schwefligen Dämpfe und in eine Märchenwelt. Zum Schluss bietet sich uns noch ein unvergesslicher Ausblick von einem anderen Kraterrand auf den Kratersee und die Landschaft der Kravla-Feuerlandschaft, die direkt aus einem Fantasyfilm stammen könnte. Zum Schluss kommen wir an ein paar Häusern vorbei, in denen sich die Hobbits wohlfühlen könnten. Ein toller Tag. Da verzeihen wir sogar, dass es wieder neblig wird und am Abend regnet. Denn unser lauschiges Waldhotel hat eine heiße Quelle mit Blick auf den See. Was will man mehr?
July 6, 2014
Island – Tag 3
Auf zum Whale Whatching. Es regnet in Strömen. Da ich Bootsschaukelei nicht vertrage, muss ich von dem Unternehmen leider Abstand nehmen und gehe mit fünf anderen ins Walmuseum und Kaffee trinken. Gute Entscheidung. Die anderen kommen grün im Gesicht und durchgefroren zurück. Es hat drei Stunden geregnet, die Wellen waren vier Meter hoch und von den Walen war nur eine Schwanzflosse zu sehen.
Jetzt stehen drei Stunden Wandern auf dem Programm. Es regnet immer noch. Wir streiken. Die Reiseleiterin hat nichts dagegen, die Wanderung auf eine gute Stunde zu verkürzen – sie hat Tabletten gegen Seekrankheit genommen und ist nicht mehr ganz fit. Ich verzichte ganz auf die Wanderung und lasse mich mit ein paar anderen gleich im Bus zum Kratersee fahren, um in Ruhe ein paar Fotos machen zu können. Leider warten statt spektkulärem Panorama nur die Mücken.
Weil das Programm morgen so vollgepackt ist, ziehen wir den Wasserfall Godafoss vor. Wir fahren ewig Bus, im Regenschauer einmal um einen großen See herum und auf derselben Straße wieder zurück. Fragende Gesichter ringsum. Hat unsere Reiseleiterin die Fahrt wegen des schlechten Wetters abbrechen lassen? Nein, sie ist nur kurzfristig der Wirkung der Tabletten erlegen und eingeschlafen. In der Zwischenzeit hat sich der Busfahrer verfahren. Der See war der Myvatn, den wir eigentlich morgen besichtigen wollen. Immerhin erreichen wir schließlich doch noch den Godafoss und – oh Wunder – ein Sonnenstrahl verirrt sich zu uns und verleiht dem mächtigen Schauspiel die passende dramatische Wirkung.
Island – Tag 2
Der Schneefall von nächster Woche kommt schon heute und hat sturmartigen Wind im Gepäck, der einen fast von den Füßen fegt. Wir erinnern uns: heute ist der 5. Juli. Auf einem Schild steht: Zum Weihnachtsmann 31 km. Welcher Troll hat den alten Weißbart vorzeitig aus dem Schlaf geholt?! Um uns herum versinkt alles in wirbelndem Weiß. Der Bus kommt den Hang nicht mehr hoch und wir müssen zu Fuß gehen. Die Gräser sind vom Wind schockgefroren und zu Eiskristallen erstarrt. Hübsch – wenn meine Finger nicht dabei wären, dasselbe zu tun. Die Wanderung zu den Solfataren wird gestrichen, weil der Bus den Hang trotzdem nicht hochkommt.
Irgendwie schafft der Busfahrer auf der Schotterpiste zu wenden. Wir kommen noch bis zum Torfmuseum von Glaumbaer, dann gibt der Bus den Geist auf. Im ersten Gang ruckeln wir zur nächsten Tankstelle. Vom Dieselgestank werden wir erst high, dann fällt die erste von uns in Ohnmacht. Ein Kleinbus bringt uns uns in Kleingruppen zur Tankstelle. Irgendwann kommt ein neuer Bus und wir sind sitzen dann doch schon um 22:00 Uhr ohne menschliche Verluste beim Abendessen. Gut, dass es hier nicht dunkel wird.
July 4, 2014
Island – Tag 1
Das war ein toller Tag! Zwar kalt und super windig (bin ich froh, dass ich mir extra noch eine neue Windjacke gekauft hatte!!!), aber sehr erlebnisreich! Die Landschaft ist so spektakulär, wie man es von Abbildungen kennt. Selbst wenn die Sonne – wie heute – nicht scheint. Aus unserer einstündigen Wanderung wurden allerdings drei, weil wir uns verlaufen haben. Aber wir wurden später mit dem Geysir Strokkur und dem Godafoss entschädigt. So einen gewaltigen Wasserfall hatte ich noch nicht in natura gesehen. Ehrlich atemberaubend. Den ersten Troll habe ich auch entdeckt. Leider war der Geselle versteinert. Sie vertragen kein Licht und der arme Kerl hatte seinen Kopf zu weit aus der Erde gestreckt – im Sommer für einen Troll selbst nachts gefährlich, denn es wird hier gar nicht dunkel. Es ist um 01:00 Uhr immer noch so hell wie bei uns zur Morgendämmerung. Morgen fahren wir ins Hochland. Ich habe schon mal die Skiunterwäsche bereit gelegt, obwohl der Schneefall erst für nächste Woche angekündigt ist. :-)
July 3, 2014
Auf zu Feen und Trollen
In 4 Stunden sitze ich schon im Flieger nach Island, auf dem Weg zu Feen, Trollen und Drachen! Falls ich welche finden sollte, werde ich euch davon berichten! ;-D
Aber es geht doch nie etwas glatt: bin heute Nachmittag prompt noch in eine Biene getreten. Jetzt habe ich einen dicken Fuß und weh tut er auch. :-( Gut, dass die erste Wanderung erst übermorgen ist. Bis dahin wird ja hoffentlich alles wieder in Ordnung sein.
Vielleicht kann ich mich unterwegs mal von einem der Hotels aus einloggen (mein neues Smartphone kam auch nicht mehr rechtzeitig an). Ansonsten bin ich Mitte Juli wieder im Lande!


