Patricia Strunk's Blog, page 19
October 15, 2014
Herbsttraum
Wie versprochen, hier eines der Herbstgedichte, die beim diesjährigen Wandern auf der Alb entstanden sind
Herbsttraum
Wir trotten auf sonnigen Pfaden dahin.
Nicht nach Denken steht uns der Sinn,
sondern nach Träumen:
Schattige Teiche und Wege voll Licht,
buntes Laub an den Bäumen
zaubern ein Lächeln auf unser Gesicht.
Aus silbriger Kehle klagender Schrei –
Bussard, Falke? Einerlei –
gesellt sich zum Blätterrauschen.
Drüben im Felde die Lerche singt.
Wir stehen still und lauschen
der Herbstsinfonie, die um uns erklingt.
Übrigens habe ich das Manuskript meiner Gedichtsammlung heute an zwei auf Lyrik spezialisierte Verlage geschickt (dlv und Lyrikwelten-Verlag). Drückt mir die Daumen, dass die Gedichte bei den verantwortlichen Lektoren Anklang finden!
October 12, 2014
Zeit zum Träumen und Schreiben
Wie erhofft, haben die Tage auf der Schwäbischen Alb sich auch in schriftstellerischer Hinsicht gelohnt: ohne Ablenkungen durch Internet & Co., dafür beflügelt von frischer Luft, Ruhe und Bewegung ging das Schreiben so leicht von der Hand wie lange nicht und Band III ist nunmehr auf knapp 90 Seiten angewachsen.
Außerdem habe ich auch drei neue Gedichte verfasst, von denen ich eines in den nächsten Tagen hier posten werde. Meine Gedichtsammlung werde ich jetzt doch einigen Verlagen anbieten. Bin schon am Überarbeiten des Manuskripts. Wenn ich abgelehnt werde, kann ich das Bändchen immer noch selbst herausgeben. Aber zur Abwechslung wäre ein Verlag mit seinen besseren Marketingmöglichkeiten ja auch mal ganz reizvoll.
Apropos Ablehnung: als Burgenbloggerin bin ich raus. Keine große Überraschung, nachdem ich gesehen habe, wie andere Bewerber sich ins Zeug gelegt haben. Dafür fehlte mir momentan einfach die Zeit. Ich bin nicht mal 100%ig sicher, ob ich von meinem momentanen Arbeitgeber wirklich ein halbes Jahr unbezahlten Urlaub bekommen hätte. Also ist es gut, wie es ist. Einen Versuch war es trotzdem wert.
Zeit zum Wandern und Entdecken
Wunderschön, dieser Märchenwald, nicht wahr? Die Wipfel rauschen, es duftet nach Moos und Harz und die Stille ist Balsam für die gestresste Städterseele. Aber selbst im heimischen Wald lauern Gefahren, als da beispielsweise wären:
Gefahren im Wald
1. Das Wentalweible – eine betrügerische Krämerin, die im Wental den Tod fand und deren Geist seither in der Nacht auf den 1. Dezember dort umgeht und dabei klagt:
„Drei Vierling send koi Pfond,
drei Schoppen ischt koi Mauß.
Ei, ei, ei und au, au , au,
o hätt i no dees Deng net dau
no müaßt i net em Wental gau.“
Lerne: Sich nichts zuschulden kommen lassen und seine Kunden nicht abzocken, dann muss man nach seinem Ableben auch nicht herumspuken!
2. Man sollte sich seine Trinkkumpane genau ansehen, bevor man den Heimweg durch den dunklen Wald antritt, sonst endet man möglicherweise wie der unglückselige Birkhold, der 1846 einer Messerstecherei zum Opfer fiel.
3. Auch beim Pilzesammeln sollte man sich gut überlegen, welche Pilze man ins Körbchen packt, und nicht nach dem attraktiven Äußeren auswählen – es sei denn, das Gericht ist für jemanden bestimmt, den man loswerden will. ;-)
October 11, 2014
Rezension: Inagi – Kristalladern (Band 1)
Die neueste Rezension zu ‘Kristalladern’!
Ursprünglich veröffentlicht auf HalbSchattenBaum:
Und wieder eine überzeugende Überraschung aus dem Selfpublischer-Bereich. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich damals auf das Buch von Patricia Strunk aufmerksam geworden bin. Ich folge ihrem Blog nun schon eine Weile und als endlich Band 1 und 2 von “Inagi” als Print-Ausgabe erschienen sind, habe ich mir natürlich direkt beide Bände bestellt.
Original ansehen noch 812 Wörter
September 23, 2014
Auf zum Wandern
Schon wieder Urlaub, herrlich! :-D Übermorgen geht es auf die Schwäbische Alb oder, genauer gesagt, die Ostalb. Zwei Wochen Wandern, Freunde und Bekannte treffen und natürlich an Band III schreiben – und das ablenkungsfrei, denn Internetanschluss hat unsere Wohnung nicht. Ich besitze zwar einen Stick zum mobilen Serven (Hallo Gehirn, heute schon zu viel mit Servern zu tun gehabt oder was?) Surfen, aber ich glaube nicht, dass ich ihn nutzen werde. Wenn ich ständig bei Facebook, WordPress, Twitter oder dem Tintenzirkel rumhänge, wird ‘Kristallherz’ nie fertig – die Beiträge sind so interessant, dass ich mich jedes Mals festlese, auch wenn ich eigentlich nur schnell etwas nachschauen wollte.
Eigentlich hatte ich ja versprochen, noch ein bisschen über Belgien zu schreiben, aber das scheint schon wieder so lange her zu sein und ich hatte so viel zu tun, dass ich einfach nicht dazu gekommen bin. Nächstes Mal schreibe ich doch gleich abends alles auf und lade es nach meiner Rückkehr einfach geballt hoch. Aber ein paar Fotos werde ich zu gegebener Zeit auf jeden Fall noch posten. Ich muss sie nur immer erst bearbeiten und die Größe reduzieren, weil ich mit Spiegelreflex fotografiere.
Also dann bis in zwei Wochen! :-D
Links seht ihr zwei unserer Wandergebiete in der Umgebung von Aalen.
September 20, 2014
Der Hügel der vergangenen Zeit
Heute möchte ich euch ein Gedicht vorstellen, das bei einer Wanderung auf den Ipf (ein solitär stehender kahler Berg auf der Ostalb / Franken mit einer vorgeschichtlichen Ringwallanlage) entstanden ist. Veröffentlicht wurde es zusammen mit einem weiteren Wandergedicht in der Ausgabe 116 (Dezember 2002) der Regionalzeitschrift “ostalb einhorn”.
Da fällt mir ein: wenn ich nächste Woche ins ‘Ländle’ fahre, könnte ich eigentlich mal wieder hinwandern. Ist schon über 10 Jahre her, dass ich oben war.
Der Hügel der vergangenen Zeit
(Wanderungen I/ Auf den Ipf)
Ich folge dem Feldweg bergauf.
Trockener Lehm zermahlt
unter meinen Füßen zu Staub.
Kornfelder zu beiden Seiten.
Goldgelbe Ähren wiegen sich im Wind.
Schläfrig summen Insekten.
Es duftet nach Sommer.
Eine Feldmaus schaut aus ihrem Loch,
halb verborgen unter Grashalmen.
Ihre schwarzen Augen blinzeln neugierig.
Doch bin ich ein Freund?
Als ich mich bewege,
huscht sie davon.
Der Weg windet sich weiter aufwärts.
Vereinzelte Baumgruppen
führen das suchende Auge.
Verfallene Mauern –
stumme Zeugen vergangener Macht.
Doch sind sie wirklich stumm?
Flüstert dort nicht ein Stein
mit einer Buche?
Erzählt von Geheimnissen,
nun eingeschlossen im Schoß der Erde?
Und erklingt nicht leises Gekicher,
wenn der Wind über die Mauern streicht
und sie mit seinem Atem kitzelt?
Ich bin am Ende des Weges angekommen.
Ein windgepeitschter Hügelkamm.
Silbrige Disteln
drängen sich aneinander,
trotzen gemeinsam der Einsamkeit.
Zerzauste Gräser,
gebogen vom Wind,
doch niemals gebrochen.
Ein Schmetterling weht vorbei.
Im wilden Luftstrom
wirbelt er über die Wiese,
lockt mich, ihm zu folgen.
Wind umhüllt mich,
Zeit verweht.
Noch einmal erstehen die Mauern,
um erneut zu zerfallen.
Reiche blühen auf –
und sterben.
Ich sehe alle Zeit und keine.
Mein Leben –
ein Sandkorn.
„Was bleibt, ist Staub“,
höhnt der Wind.
„Was bleibt, ist die Erinnerung“,
flüstern die Steine.
„Was bleibt, ist die Zukunft“,
singt der Schmetterling.
Patricia Strunk
September 18, 2014
Touristenalarm im Schloss
Hilfe, die Touristen rennen uns das Schloss ein! So viele Gruppen hatten wir schon lange nicht. Und ich habe auch noch die ganze Woche Dienst. *seufz* In den nächsten Tagen werde ich wohl nicht zum Schreiben kommen, denn abends geht gar nichts mehr – außer fernsehen. Aber Mitte nächster Woche fahre ich für 1-2 Wochen ins ‘Ländle’. Da habe ich Ruhe (sogar vor dem Internet :-) ) und kann hoffentlich neben dem Wandern ungestört an Band III arbeiten. Ich hänge immer noch im 3. Kapitel. Gestern habe ich Kapitel 1 überarbeitet, um wieder reinzukommen, und es gleich zur Hälfte umgeschrieben, weil mir am Abend vorher eine neue Idee kam. Jetzt liest es sich flüssig und ist auch noch dramatischer. Die Passagen, die ich schon hatte, werde ich zum Teil an einer späteren Stelle einfügen, so dass ich gar nicht so viel löschen musste. 50 Seiten hat der Roman bis jetzt etwa, das ist rund 1/8.
Übrigens findet meine Betaleserin meine Gestaltwandlergeschichte zu banal. Das Schlimme daran ist: sie hat Recht. :-( Aber um sie besser zu machen, müsste ich sie grundlegend ändern, und dazu habe ich gerade keine Lust, weil ich viel lieber an ‘Kristallherz’ weiterschreiben möchte. Also bleibt die Geschichte erst mal liegen. Ist ja noch Zeit bis Ende Oktober.
September 14, 2014
Burgenbloggen – nichts geht mehr
In knapp anderthalb Stunden endet die Frist für die Bewerbung zum Borgenblogger bzw. zur Borgenbloggerin. Mein letzter Stand waren über 300 Bewerbungen und es sind seither bestimt noch einige hinzugekommen. Da mache ich mir nicht viele Hoffnungen, aber wer weiß? Auf jeden Fall bin ich gespannt, wer in die engere Auswahl kommt – und wer am Ende der oder die Glückliche sein wird.
September 12, 2014
Zimmer 26 – Rohfassung steht
Ein junger Mann bittet eine Privatdetektivin, nach seiner vermissten Schwester zu suchen, die zuletzt in einem alten Schlosshotel gesehen wurde. So beginnt meine Gestaltwandlergeschichte, die irgendwo zwischen amerikanischen Detektivgeschichten und ‘Supernatural’ angesiedelt ist. Die Rohfassung von 19 Seiten habe ich innerhalb einer Woche geschrieben – so schnell möchte ich mit ‘Kristallherz’ auch mal vorankommen! Aber vielleicht geht es mit zunehmender Übung immer schneller. Wäre schön. :-)
Jetzt werde ich meine Kurzgeschichte erst mal meiner bevorzugten Betaleserin vorlegen und eine Weile ruhen lassen, um Abstand zu gewinnen. Diesmal kann ich mir das zum Glück leisten, denn Abgabetermin für den Wettbewerb des vss-verlages ist erst der 31. Oktober.
September 9, 2014
Writers helping writers
Ich habe eine weitere interessante Seite für Autoren entdeckt (allerdings nur in Englisch): http://writershelpingwriters.net/
Hier findet ihr sowohl allgemeine Informationen rund ums Schreiben und Veröffentlichen als auch eine Sammlung von Begriffen aus unterschiedlichen Bereichen, also Listen mit Synonymen und Erklärungen, falls einem der treffende Ausdruck fehlt, sowie Buchempfehlungen und weiterführende Links. Auf jeden Fall einen Blick wert.








