Michael's Reviews > The White Forest

The White Forest by Adam McOmber
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4486167
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Sep 29, 12

bookshelves: phantastik-supernatural-horror
Read from September 13 to 29, 2012 — I own a copy

"The White Forest" verarbeitet so viele Elemente der victorianischen Gothic Novel, dass man das Buch lesen muss, wenn man sich für dieses Genre interessiert. Entsprechend bin ich mit sehr hohen Erwartungen an den Start gegangen, die rückblickend vielleicht zu hoch waren. Neben den Spuk- und mythischen Elementen geht es natürlich auch um die Liebe und um eine gefährliche Dreiecksbeziehung. Dazu ist das Buch stilistisch durchaus ansprechend geschrieben und überragt das Gros dieses Genres. Warum also nur drei Sterne?
Mein Eindruck ist, dass der Autor sich übernommen hat und zuviel wollte. Denn es kommen nicht nur zahlreichste gattungstypischen Gothic-Elemente vor, sondern auch etliche andere Motive und Themen, die der Autor aber letzten Endes nicht alle sinnvoll miteinander verweben kann. So geht es neben Spuk auch um Religion und Mythos, um Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen, um einen gefährlichen Eiferer und um einen geheimnisvollen Detektiv.
Als Personen bleiben Ariston Day, der Erzbösewicht, und Vidocq, der Ermittler, überaus farblos und sind nur dazu da, die Handlung voranzutreiben. Leider verhält es sich mit den drei jungen Leuten, die im Zentrum der Handlung stehen, nicht sehr viel anders. Weder Nathan noch Madeline wachsen dem Leser ans Herz, und selbst Jane Silverlake, die Ich-Erzählerin, bleibt dem Leser eigenartig fremd.
Und auch die Handlung ist Teil dieses Zwiespalts: Obschon eigentlich nicht unspannend, fehlt doch immer wieder über längere Passagen der Zug im Kamin und die Kapitel sind häufig so kurz, dass, kaum hat sich Spannung aufgebaut, der Autor schon wieder absetzt.
Trotzdem ist die Grundidee ansprechend und der Roman gut zu lesen. Dazu handelt es sich bei der Touchstone-Ausgabe um ein wirklich sehr schon aufgemachtes Buch mit einem schönen Cover und rauhem Buchschnitt.
Gut, ich habe oben von drei Sternen gesprochen und damit einigen Druck aufgebaut, mich aber gerade auch selber überzeugt, dass dieses Buch eher vier als drei Sterne verdient. Also vier Sterne und die Hoffnung, dass der Autor uns mit weiteren Büchern erfreut, die dann hoffentlich etwas straffer und zusammenhängender erzählt sind.
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Reading Progress

09/16/2012 page 47
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Comments (showing 1-1 of 1) (1 new)

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message 1: by Michael (last edited Sep 29, 2012 09:14AM) (new) - rated it 4 stars

Michael Gestartet mit der festen Überzeugung, das Buch würde mir sehr gut gefallen, habe ich die ersten 90 Seiten auch gut geschafft. Inzwischen ist das Lesetempo deutlich gesunken. Ich mag die Grundstimmung, aber der Aufbau ist unglücklich, er läßt keine Fahrt aufkommen. Immer wieder Rückblenden, immer wieder Verschränkungen, wo man einfach sehen möchte, wie sich die Handlung entwickelt. Auch die Symbolik des Übernatürlichen wiederholt und wiederholt sich. Die Euphorie ist deutlich gedämpft.


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