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A Connecticut Yankee in King Arthur's Court by Mark Twain
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1776940
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Dec 12, 08

bookshelves: fantasy, historical-fiction, comedy
Read in September, 2003

Gekonnte bittere Satire

Zu Unrecht ist dieses Werk von Mark Twain in der Bekanntheit hinter Tom Sawyer und Huck Finn gereiht. Es ist eine bittere Satire sowohl auf das Mittelalter als auch auf die Moderne, und es hat seine Berechtigung bis in die heutige Zeit behalten.

Der in die Zeit Arthurs (1. Hälfte des 6. JH) zurückversetzte Hank Morgan (Icherzähler), wird aufgrund seines überragenden technischen Wissens als größter Zauberer seiner Zeit anerkannt. Er wird zum zweiten Mann im Staate (nach Arthur) und beginnt im Geheimen an einem Plan für die Revolution zur Republik zu arbeiten. Twain richtet sich nicht nur gegen die romantisierende Glorifizierung des Mittelalters, sondern greift im Laufe des Buches den Kapitalismus der Moderne immer massiver an. Zum Ende hin vernichtet er den gesamten Adelsstand dieser Zeit - ein klarer Genozid - sodass dem Leser das Lachen im Halse stecken bleiben muss.

Ganz klar bezieht Mark Twain Stellung gegen den Adel und die Staatskirche und für die Gleichheit der Menschen. Aber Ungerechtigkeiten gibt es auch in der Gesellschaft in der Mark Twain lebt (und heute ist das nicht anders) und auch diese stellt er an den Pranger.

Besonders interessant an diesem Werk ist die sprachliche Vielfalt mit der Mark Twain virtous spielt. Er wechselt ständig den Erzählstil und lässt so die Szenen sehr unterschiedlich wirken. Ebenso werden durch den laufenden Einsatz von Anachronismen Verfremdungseffekte spürbar. Sein großes Wissen auf vielen Gebieten verflicht er ständig mit der Handlung, und er spart nicht mit Anspielungen auf historische Ereignisse.
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