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  <read_at>Mon May 10 00:00:00 -0700 2004</read_at>
  <date_added>Thu Dec 11 13:27:53 -0800 2008</date_added>
  <date_updated>Fri Nov 13 02:54:19 -0800 2009</date_updated>
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    <body><![CDATA[<strong>Sehr interessant, aber viel zu einseitig und vereinfachend</strong><br/>	<br/>Nach längerer Zeit habe ich mich nun doch entschieden dieses Buch zu lesen und muss sagen, dass ich sehr zwiegespalten bin. Ein großer Pluspunkt ist der locker flockige Schreibstil, der durchaus ernst zu nehmende Themen leicht erfassbar macht. Manchmal allerdings überspannen die beiden den Bogen. Die beiden Autoren versuchen darzulegen, dass Frauen und Männer unterschiedlich sind, dennoch schaffen sie aber den Hochseilakt niemals als Traditionalisten zu erscheinen. Im Gegenteil fordern sie: &quot;Gleichberechtigung bei gleichzeitiger Anerkennung der Unterschiedlichkeit.&quot;<br/><br/>Bei dieser Darstellung geht das Buch allerdings immer auf ein und das gleiche Schema zurück: &quot;Der Mann war der Jäger, die Frau die Hüterin des heimischen Herdes und daher ist eine natürliche Determination im Denken gegeben.&quot; Diese Logik ist zwar schwer zu entkräften, erscheint letztlich aber doch als zu engstirnig - so einfach ist es denn wohl doch nicht. Während des Lesens des Buches wurde ich permanent von dem Gedanken eingeholt, es würde nur eine Seite der Wahrheit beschrieben und gegenläufigen Gesichtspunkten kein Raum eingeräumt. Dies ist eine sehr gefährliche Art und Weise Bücher zu schreiben.<br/><br/>Ein weiterer Kritikpunkt ist sicherlich die häufige Wiederholung der immer wieder gleichen Fakten. Dies kann lästig werden, zwingt andererseits allerdings zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema. Die erzwungene Reflexion und das Erkennen von typischen Mustern ist mit Sicherheit der wertvollste Output des Buches. Schließlich erkennt man viele Situationen wieder und denkt sich dann still und heimlich, 'naja da könnte ich ja ansetzen', auch wenn man es vielleicht nicht gerne zugeben wird. Musterunterbrechung gibt es bekanntlich nur wenn man das Muster erkennt.<br/><br/>Letztlich aber bleibt der Eindruck, dass extreme Positionen als Mittelwert dargestellt werden. Die durchschnittliche Frau ist durchaus in der Lage sich zu orientieren und eine Straßenkarte zu lesen, ebenso wie der durchschnittliche Mann durchaus dazu in der Lage ist Einfühlungsvermögen zu entwickeln und monogam zu leben. Die Schwarzweißmalerei des Buches ist ein wirklich enorm schwerwiegender Punkt und deshalb gibt es massive Abzüge. Einige Kompensation gibt es durch die dahinterliegenden Wahrheit und das Bemühen all das verständlich und humorvoll zu beschreiben. Letztlich kann aber nicht mehr als eine mittlere Bewertung herauskommen. Ist das nun eine Empfehlung, werden Sie vielleicht fragen? Nun, ich möchte es nicht missen dieses Buch gelesen zu haben, aber vor überzogenen Erwartungen muss gewarnt werden. ]]></body>
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