Reinhold's Reviews > Matt in 13 Zügen : Roman ; [d. Roman zur Fernsehserie]

Matt in 13 Zügen  by Alexander Horla
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1776940
's review
Dec 06, 2008

really liked it
bookshelves: crime
Read in February, 2007

Hans Joachim Flechtner (alias Alexander Horla) (* 1902 Stettin - t 1980 Marburg) studierte Chemie, Musik und Philosophie. Er arbeitete als Feulleitonist und Kulturkorrespondent bei diversen Zeitungen und schrieb zwei Theaterstücke und einige Romane sowie zahlreiche Sachbücher.

Bei einem Unfall in seinem Chemielabor kommt der Nobelpreisträger Professor van Rogen ums Leben. Seit gut zehn Jahren forschte er schon an einem Thema das er vor aller Welt geheim hielt, dessen Ergebnisse ihn aber in der Welt der Chemie endgültig unsterblich gemacht hätten. Eine Überraschung gibt es als sein Testament verlautbart wird, nicht sein Sohn und nicht sein Neffe sind darin bedacht, sondern derjenige der dreizehn Rätsel löst, die eines nach dem anderen an die Teilnehmer ausgegeben werden. Kriminalrat Grahn, der mit der Aufklärung des Unglücks vor allem aber mit der Aufklärung des nachfolgenden Einbruchs in die Räumlichkeiten des Professors betraut ist, ahnt Schlimmes und bittet daher seinen Neffen Peter Cranach ihm bei der Lösung der Rätsel behilflich zu sein. Aber Cranach verschwindet von der Bildfläche und taucht erst Tage später in einem Krankenhaus auf - überfallen und zusammengeschlagen. Und bald findet die Polizei eine erste Leiche - scheinbar Selbstmord, aber wirklich glauben will das keiner.

Die Sprache ist vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß, entspricht aber dem Stil deutschsprachiger Bücher aus den 1950er Jahren. Horlas Menschenbild spiegelt die Tatsache, dass er in der wilhelminischen Epoche aufwuchs deutlich wider. Die Charaktere entsprechen durchwegs einem sehr traditionellen, konservativen Menschenbild und sind kaum differenziert, sondern schwarz-weiß gezeichnet. Die Zeichnung der Charaktere ist insgesamt nicht sehr liebevoll gemacht. Stilistisch hatte ich zunächst den Eindruck, dass Horla sehr sicher mit Tempo und Tempus umgeht. Als er aber das erste Mal völlig ohne Grund vom Präteritum ins Präsens wechselte, fragte ich mich, ob er wirklich stilsicher ist. Ein Problem das sich mehrmals wiederholt und teilweise satzweise wechselt. Auf der Positivliste ist zu vermerken, dass der Roman wirklich unheimlich ist und dass er ein unverbrauchtes Sujet betrifft.

Fazit: Das Buch weist nennenswerte schriftstellerische Schwachpunkte auf, die aber großteils durch die Spannung aufgewogen werden. Das Buch ist absolut lesenswert, man darf sich allerdings an dem schriftstellerischen Stil nicht stören, der zumindest teilweise für die Entstehungszeit typisch ist.
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