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The Last Kingdom by Bernard Cornwell
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1776940
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Dec 06, 08

bookshelves: historical-fiction
Read in March, 2007

Bernard Cornwell lernte ich schon lieben, als ich seine Artustrilogie verschlang. Und auch mit diesem Buch konnte er mich wieder voll und ganz überzeugen. "The Last Kingdom" bildet den Auftakt zu einer Serie rund um die Entstehung des Danelag auf der britischen Insel. Es ist auch die Geschichte des Aufstiegs des ersten englischen Königs Alfred, des einzigen britischen Monarchen der den Beinamen "der Große" trägt.

Der Icherzähler der Geschichte, Uhtred, wird mit gerade mal zehn Jahren Zeuge wie die Dänen über England herfallen. Sein Vater ist Aldermann (vergleichbar einem Grafen) in Northumbria als die Dänen vor der Küste gesichtet werden. Kurz darauf wird seinem Bruder der Kopf abgeschlagen und seinem Vater vor das Tor der Burg gelegt. Im folgenden Kampf um die Stadt Eoferwic gehen sein Vater und alle seine Gefolgsleute in der Schlacht unter. Das Gemetzel überleben nur zwei Engländer, ein Priester dem die Flucht gelingt und eben Uhtred der von einem der dänischen Grafen, nämlich Ragnar, gefangen genommen wird. Ragnar nimmt sich des jungen Engländers an und macht ihn zu seinem Adoptivsohn. Uhtred steht zwischen den Fronten und weiß nicht wo er hingehört. Er ist Engländer und liebt sein Land, aber er liebt auch seinen Ziehvater und dessen Familie.

Cornwell greift zu den gleichen erzählerischen Tricks die bereits seine Artusgeschichte zu einem herausragenden Epos machte:
* Der Protagonist erzählt die Geschichte retrospektiv am Ende seines Lebens und beginnt damit in seinen Jugendjahren.
* Der Erzähler ist ein wichtiger Teil der Historie, der nicht nur immer wieder Wendungen herbeiführt sondern auch ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft ist.
* Er steht häufig mitten in den Schlachtenszenen und seine Beschreibungen der Szenerien sind glaubhaft und schildern ungeschönt die Grauen des Krieges.

Cornwell ist ein begnadeter Erzähler historischer Romane. Seine Sprache ist den Werken immer wunderbar angemessen und sein Erzählstil ist einzigartig. Er lässt die dunkle Geschichte des Mittelalters immer wieder aufblitzen und seine Berichte über die Schlachten erfordern schon einen guten Magen. Aber er ist einfach brillant, seine Figuren haben unglaublichen Tiefgang, sind niemals schwarz-weiß gezeichnet und fügen sich perfekt in den historischen Kontext ein.

So wie ich einst die Artustrilogie empfahl halte ich es auch mit diesem Roman bzw. der ganzen Serie. Eine klare Empfehlung.
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