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Touched by Corrine Jackson
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10634642
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Jul 02, 2012

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Remy war eine Figur, die kontrastlastiger nicht sein können. Am Anfang des Buches kam sie mir wie eine Rebellin vor. Eine tickende Zeitbombe. Doch je mehr ich über sie erfuhr und in ihre Gedanken verwickelt wurde, desto stärker wusste ich nicht was ich über sie denken sollte. Sie kam als ein zusammengeschlagenes und gebrochenes Wesen zu ihrem Vater in eine andere Stadt. Doch scheinbar war sie gar nicht so zerbrechlich wie ich dachte. Denn je länger sie Zeit mit Asher verbrachte, desto unausgeglichener wurde sie als Charakter. Ich hatte oft Mitleid mit ihr und wollte sie vor Dean beschützten, aber ihr Verhalten nervte mich.

Lucy, Remys Stiefschwester, war nett. Anders kann man es gar nicht sagen. Sie half ihrer Schwester. Da sie jünger als Remy ist, erwartete ich, dass die beiden Ärger miteinander haben würden. Aber Lucy war im ganzen Buch durch und durch lieb und aufgeschlossen, obwohl Remy es ihr nicht einfach machte!
Anna, Remys leibliche Mutter, kam mir durch Remys Erzählungen eigentlich vor als sei sie ein Teenager. Leicht zu beeinflussen, blind für die offensichtliche Wahrheit und einfach zu jung die Verantwortung zu übernehmen. Es schmerzte mich was im Buch mit ihr geschah.

Dean, Remys Stiefvater, war eine Bestie. Ein anderes Wort träfe es nicht. Sadistisch, kalt, ekelhaft und feige. Er tat seiner Frau und Remy Dinge an, die mich jetzt noch zittern lassen. Er war das Böse in Person.

Ben, Remys leiblicher Vater, rief in mir zwei Gefühlsregungen hervor. Bedauern und Sympathie. Bedauern, weil er es offensichtlich als Remys Vater nicht leicht hatte und Sympathie, weil er sein Bestes versuchte und schließlich auch sein Ziel erreichen konnte, obwohl sich immer wieder Hürden vor ihm aufstellten.

Laura, Bens neue Frau und Lucys Mutter, war nicht wirklich ein ausgeprägter Charakter. Meistens wurde sie nur von jemandem anderen erwähnt. Wenn sie allerdings aktiv am Geschehen Teil nahm, war sie genau wie ihre Tochter nett und aufgeschlossen. Allerdings war sie auch, wie es mir schien, ziemlich verletzlich und fing schnell an zu weinen. Ich stellte sie mir aus einem Gemisch aus ihrer Tochter und Anna vor.

Remys neue Freunde waren alle samt nett zu ihr. Sie nahmen sie ohne Diskussion in ihre Mitte und halfen ihr sich in der neuen Stadt zu Recht zu finden.

Gentleman, leidenschaftlich und humorvoll. Der Charakter von Asher war nach dem Idealbild eines Mannes aller Frauen geschaffen. Auch mir zauberte seine witzige, aber auch nachdenkliche Art, hin und wieder ein kurzes Lachen ins Gesicht. Wie auch Remy verhielt er sich von Zeit zu Zeit komisch und unerwartet. Einerseits war es ganz angenehm, andererseits schürte es nach und nach meine Befürchtung auf die ich gleich noch zu sprechen komme.

Ashers Geschwister, Gabriel und Lottie, fand ich das ganze Buch über ziemlich unsympathisch. Wenn einer von ihnen auftauchte, gab es Ärger oder noch schlimmer: einer bekam ein blaues Auge.

Meine Aussage vom Anfang, dass ich das Buch gestern gekauft hatte und schon heute damit fertig war, lässt nur auf eins schließen. Entweder ich hatte aus schlechten Nerven ein paar Kapitel übersprungen, oder der Schreibstil war einfach OK.
Variante 2 trifft zu...
Ich will nicht sagen, dass er besonders war. Hin und wieder stockte der Lesefluss durch nicht gekennzeichnete Dialoge oder Monologe, die nicht, wie alle anderen Monologe sonst, in Kursiv geschrieben waren! Noch dazu fiel mir im Verlauf des Textes auf, dass einige wörtliche Reden nicht als solche zu erkenne waren. Manchmal fehlten die Anführungszeichen oder waren am Satzanfang in die falsche Richtung gesetzt. Noch dazu war auf Seite 9 eine kleine Wortwirrung: „ (…) Sie schreckte zurück und an fing zu weinen. (…) “
Zudem kam noch hinzu, dass die Charaktere manchmal merkwürdige Wörter benutzten, die in den Zusammenhang nicht passten und die Stimmung ein wenig runter rissen.
Es war als würde in einem Liebesgedicht von Goethe plötzlich Jugendsprache wie „Jo, was geht?“ vorkommen. Ein absoluter Stielbruch wäre das, oder?
Im Großen und Ganzen gesehen, war der Stil nicht schlecht, aber auch nicht besonders. Ein gesundes Mittelmaß, welches sich durch die Tatsache gerettet hat, dass ich mir die Geschichte als Film im Kopf vorstellen konnte und das ist ein sicheres Zeichen, dass es keine Katastrophe ist.

Ich kaufte das Buch nicht nur wegen seinem hübschen aussehen, sondern vor allem, weil ich sehen wollte, ob es wirklich der Biss- Reihe ähnelte. Und so reizvoll sich die Idee hinter der Story anhörte, leider waren meine Befürchtungen begründet.
Ich hatte noch kein Buch gelesen, dass mich so stark an die Vampir Bücher erinnerte. Obwohl kein einziges Mal das Wort Vampir viel, stand es mitten im Raum. Remy verhält sich ab und zu wie Bella und Asher wie Edward. Wenn sie ein Dialog führe, klingt der Twiglight-Ton sogar noch mehr raus. Auch die übersinnlichen Eigenschaften der beiden (vor allem Ashers!!) ähnelten der Biss- Reihe. Die Umsetzung der eigentlichen Idee gelang der Autorin also nur teilweise.

Kurz und knapp:
Das Buch, das von außen so hübsch aussieht, lässt mich echt mit mir ringen. Es bietet positives aber auch negatives. Die Charaktere sind außerordentlich gut geschaffen. Trotzdem störte mich der plötzliche Sinneswandel, welcher häufig hin und her ging, der Personen sehr! Der Scheibstil war OK, bot aber nichts Außergewöhnliches und war an manchen Stellen sehr verwirrend für mich. Die Umsetzung der Idee, die wirklich sehr gut ist (!!), gelang weniger gut als erwartet. Wie ich an nahm und die anderen Blogger bereits sagten, gibt es Parallelen zu Twiglight. Für Leute, die die Biss- Reihe lieben, ist dieses Buch sehr geeignet. Ich dagegen, die die Bücher zwar gut fand, der der Film allerdings alles verdorben hat, muss zugeben, dass ich das Buch gut fand. Umgerissen hat es mich allerdings auch nicht.
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