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The Prisoner of Heaven by Carlos Ruiz Zafón
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6879541
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Jun 30, 12

Read from June 27 to 30, 2012

Inhalt:
Weihnachten steht kurz vor der Tür, als im Buchladen "Sempere & Söhne" plötzlich ein Fremder auftaucht. Er besteht darauf, das teuerste Buch im Laden, eine Ausgabe von Dumas' "Der Graf von Monte Cristo", zu kaufen. Er hinterlässt in diesem Buch eine merkwürdige Nachricht, die sich an niemand anderen als Fermín richtet.

Daniel versteht die Welt nicht mehr und als er seinen Freund Fermín damit konfrontiert, wird er Zeuge eine schrecklichen und traurigen Geschichte.

Meinung:
Mit "The Prisoner of Heaven" hat Zafón den dritten Teil geschrieben, der sich rund um den Friedhof der vergessenen Bücher dreht. Konnte man "Das Spiel des Engels" und "Der Schatten des Windes" noch durchaus getrennt voneinander lesen, baut dieses Buch auf den vorherigen beiden Büchern auf und vereint deren Inhalte meisterlich.

Man startet, wie im Schatten des Windes mit Daniel Sempere in das Buch und bekommt die Geschichte aus seiner Perspektive geschildert.
Zafón ändert nur in Rückblicken die Erzählperspektive in eine auktoriale.
Denn in fünf Teile aufgebaut erzählt er eine Geschichte, die zu zwei unterschiedlichen Zeiten spielt.

Und diese Geschichte ist auf der einen Seite tief berührend, auf der anderen Seite aber auch eiskalt und blutig. Umgesetzt wird dies in dem für Zafón typischen Stil, der sich flüssig und gut lesen lässt und, mit einem Wort gesagt, einfach wunderschön ist. Er vergisst dabei aber auch nicht die für ihn eigene Ironie und versetzt das Werk mit viel Witz und Humor, der vor allen vom Charakter Fermín ausgeht und meist auf die Kosten der Politik Spaniens zur Zeit der 40er / 50er geht.

Trotz allem ist das Buch anders als seine Vorgänger. Das mag daran liegen, dass es einen in eine bereits bekannte Welt mit bekannten Persönlichkeiten führt, selbst wenn man einige ungeklärte Hintergründe erfährt. Denn was die ersten beiden Bücher auszeichnete, war die liebevolle Einführung in ihre Hauptcharaktere, die bei diesem Buch natürlich nicht vorhanden ist bzw. auch nicht sein kann. So kommt es, dass das Buch ein kurzes Lesevergnügen ist. Für meinen Geschmack ein etwas zu kurzes Lesevergnügen.

Das offene Ende lässt einen jedoch hoffen, dass Zafón dem Ganzen vielleicht doch noch etwas hinzuzufügen hat.

Fazit:
Der Friedhof der vergessenen Bücher ist zurückgekehrt. So wunderschön, spannend und ironisch wie eh und je, versehen mit einem Manko: Es ist zu kurz.
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