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Elixir by Hilary Duff
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7681404
's review
Apr 23, 12

Read in April, 2012

Klar wollte ich das Buch lesen. Jeder kennt Hilary Duff als Sängerin und/oder Schauspielerin. Ist es da nicht interessant zu sehen, wie sie sich als Autorin macht? So dachte ich, und folgendes ist dabei herausgekommen:
Auch wenn ich anfangs eher skeptisch war, bin ich froh dass ich diesem Werk eine Chance gegeben habe. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt gut durch dieses Buch hindurch. Gleich zu Anfang wird man mitten ins Geschehen geworfen. Die Hauptperson Clea reist sehr viel um die Welt und ihre Eltern haben es ebenfalls viel mit kulturellen Unterschieden zu tun, was mich vermuten lässt, dass die Autorin ihre eigenen Erlebnisse mit einbringen konnte, was durchaus von Vorteil ist. Auch das Berühmtsein spielt eine Rolle.
Allerdings waren ein an ein paar unlogische Sachen darin. Auf Seite 37/38 heißt es zum Beispiel, dass das Gesicht des unheimlichen, im Klappentext erwähnten, Mannes der Kamera nicht zugewandt war. Wenige Zeilen darunter werden seine dichten Augenbrauen und der "Schmerz" in seinen Augen beschrieben. Wie geht das?! Natürlich könnte das der Erzähler wissen, aber das Werk ist aus Sicht der Protagonistin Clea geschrieben (was ich im Grundsatz auch sehr gut finde). Außerdem konnte ich ein paar Anführungszeichenfehler finden, was aber hier keine Auswirkung auf die Bewertung haben soll.
Die Storyidee finde ich gelungen, auch wenn das ganze Drama um Unsterblichkeit heutzutage in vielen Büchern auftaucht. Hilary Duff ist es gelungen, erfrischend neue Elemente einzubauen. Die Konstellation der Charaktere war dagegen sehr klischeehaft. Eine beste Freundin, ein mysteriöser Fremder in den Clea sich sofort verliebt und ein in sie verknallter (was sie erst später bemerkt) Sandkastenfreund.
Clea war jedoch ein Glück ein bisschen anders. Sie denkt logisch und ist nicht so blind vor Liebe, dass sie gegen jeden Baum läuft. Auch ist sie keinesfalls verwöhnt oder arrogant, wie man es vielleicht von beliebten und angesagten Mädchen erwarten würde und das macht sie sofort sympathisch.
Piri, eine sehr abergläubische Haushälterin, sorgte für das ein oder andere Lächeln auf meinem Gesicht und entschädigte die abgenutze Figurenkonstellation ein wenig.
Die Gechichte ist von Anfang an spannend und nimmt immer wieder überraschende Wendungen. Doch - im Laufe des Geschehens war ich zwiegespalten. Manchmal fand ich die Ideen grandios, dann wieder dachte ich, dass es eher einer Art von Schnitzeljagd mit versteckten Hinweisen galt. Auch kam Clea beim Nachdenken [fast] immer direkt auf den richtigen Schluss, sodass sie relativ schnell wusste, was es mit Sage (so heißt der geheimnisvolle Schatten auf den Fotos) auf sich hat. Das fand ich persönlich etwas verwirrend.
Viele Fragen werden zwar ausreichend geklärt, jedoch nimmt das Buch am Ende wieder eine von den oben beschriebenen Wendungen, sodass ich unbedingt den zweiten Band lesen möchte ... ich hoffe doch dass es einen gibt!
Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass mir das schlichte, in lila gehaltene Cover sehr gut gefällt und man Cleas besondere Beziehung zu der abgebildeten Schwertlilie auch recht schnell erklärt bekommt.
Alles in allem war das Buch gut, mit ein paar kleinen Mängeln.
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