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Darkness Revealed by Alexandra Ivy
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3463210
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Mar 28, 12

Read in February, 2012

Nach den ersten drei Bänden der Guardians of Eternity Reihe, bin ich mit deutlich weniger Erwartungen an Band vier herangegangen. "Im Bann der Nacht" wiederholt das Schema des düsteren Vampirs und der hallsstarrigen Frau, die in Band eins eine Sterbliche war, die zum Kelch des Phönix wurde. (Einem Gefäß, vor dem alle Dämonen Respekt haben.) In Band zwei war es eine Shalott-Dämonin, die sehr kratzbürstig und stur war und in Band drei nahm den Part der halsstarrigen Frau eine Werwölfin ein.
Im vierten Buch durften die berühmten Charakterzüge der Hauptprotagonisten natürlich nicht fehlen und somit nimmt Anna Randal den neuen Platz ein, während sie sich nach einem spanischen Vampir sehnt...

Es ist London, 1814. Anna Randal ist gemeinsam mit ihrer Cousine Morgana auf einem Ball. Sie soll ein Auge auf Morgana haben, damit sie sich nicht mit irgendeinem dahergelaufenen Schurken einlässt und somit die Familienehre beschmutzt. Doch Annas Aufmerksamkeit ist nicht gerade bei ihrer Cousine. Der Mann, namens Conde Cezar ist viel interessanter... Als sie ihre Cousine nicht mehr findet und auch Cezar sich kurze zeit später erhebt, glaubt sie nicht an einen Zufall und geht ihm nach, mit der Befürchtung ihn und ihre Cousine in einer peinlichen Situation zu erwischen. Doch alles kommt ganz anders. Morgana ist nicht bei ihm und Cezar ist hungrig. Mit wilder Leidenschaft nimmt er Anna in Beschlag und lässt sie ihn nie wieder vergessen. Als sie aufwacht, ist er weg. Und mit ihm einige Antworten...

Zu Beginn der Geschichte ereignet sich alles sehr schnell und ich hatte meine Schwierigkeiten mich reinzufinden. Anna lebt seit über zweihundert Jahren und sie hat absolut keine Ahnung warum sie nicht altert. Woran sie sich jedoch sehr gut erinnert, ist der Biss von Cezar vor zweihundert Jahren. Irgendetwas scheint er mit ihr gemacht zu haben und sie will endlich Antworten haben! Als sie ihn in Chicago findet, durchlebt sie wieder dieses intensive Gefühl, was ihr schon bei ihrer ersten Begegnung die Luft zum Atmen nahm, aber davon will sie nicht beirren lassen. Sie ist seit Ewigkeiten Anwältin und so schnell wimmelt sie keiner ab! Als sie ihn dann endlich stellt, bekommt sie ihre heißersehnten Antworten immer noch nicht. Nur die Gewissheit, dass er ein Vampir ist, sie selbst aber glücklicherweise nicht von ihm verwandelt wurde.
Als ein magisches Feuer vor ihrer Zimmertür ausbricht, retten sich die Beiden aus dem Fenster. Anna ist immer ratloser, aber Cezars Verdacht bestätigt sich: Irgendjemand jagt Anna und will ihren Tod. Und er selbst wurde vor zweihundert Jahren dazu auserkoren sie zu beschützen. Nur er kennt ihre Bestimmung in der Dämonenwelt...

"Im Bann der Nacht" hat mich jetzt nicht wirklich in seinen Bann gezogen... Die Geschichte war trotz der anderen Handlung einfach zu vertraut, die Eigenarten schienen von Charakter zu Charakter vererbt worden zu sein und diesmal gelang es mir einfach nicht Cezar und Anna als alleinstehende Personen zu sehen, dafür hatten sie zu viel von Viper, Styx und Shay und Darcy.
Es ist sehr schade, denn Ivy's Schreibstil ist klasse, der Humor toll und die Geschichten gut durchdacht, aber wenn man ein Problem mit dem Charakter hat, beeinflusst es alles. Ich konnte dieses vierte Buch nicht so problemlos flüssig lesen, wie die drei Bände zuvor.

Außer bei den Hauptcharakteren, ist die Charakterpallette diesmal auch wieder gut bestückt, sogar besser als bisher. Die bösartige Elfenkönigin Morgana le Fay übertrifft es an Sadismus und Perversität, was ich je gelesen habe. Und der Fürstenkobold Troy ist ein Charakter, den man trotz seiner Bestimmung irgendwie mögen muss.
Und absolut nicht zu vergessen: Levet! Der neunzig Centimeter große französische Gargyle, der an Charme und Witz in jeder Charakterliste führt, gehört einfach in diese Serie, wie meine Finger an meine Hand gehören. Umso trauriger, dass er diesmal eindeutig zu wenig vorkam. Zwar noch genug um über ihn zu lachen und ihn zu lieben, aber da ich einfach nicht genug kriegen kann von ihm, war es mir einfach zu wenig.

Vielleicht hatte ich mir wirklich mehr von diesem Buch erhofft, aber ich bleibe der Serie treu, denn allein Levet ist es wert sie zu lesen. ^^
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