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Embrace The Darkness by Alexandra Ivy
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3463210
's review
Mar 28, 12

Read in January, 2012

"Der Kuss des Blutes" ist das zweite Buch aus der Guardians of Eternity Reihe von Alexandra Ivy. Den ersten Band "Der Nacht ergeben" habe ich schon verschlungen, aber leider sind die Folgebücher irgendwie in meinem SuB verschwunden, bis ich es gestern hervorgezogen und gedacht habe, dass ich es nun endlich mal lesen sollte...

Obwohl es sich bei den Büchern um eine Reihe handelt, könnte man auch dieses Buch ohne jegliche Vorkenntnis lesen. Da aber eine Nebenfigur aus dem ersten Band in diesem Buch die Hauptrolle einnimmt und dabei von den beiden Hauptprotagonisten aus dem ersten Band unterstützt wird, wäre es jedoch empfehlenswerter sie der Reihe nach zu lesen.

"Der Kuss des Blutes" macht optisch keine extrem überzeugende Figur. Titel und Cover sind klischeebehaftet und die dürre Kurzbeschreibung gibt nur einen winzigen Hauch der Geschichte preis. Aber das macht gar nichts, denn Alexandra Ivy lohnt es absolut zu entdecken. Ihr Schreibstil hat mich auch schon im ersten Buch sehr gefesselt und da meine absolute Lieblingsautorin J.R. Ward von den Büchern begeistert ist, dachte ich, würden sie mir auch gefallen.
Und Band zwei hat mich auch wieder umgehauen. Es ist zwar wie so oft der selbe Verlauf, aber das ist nicht schlimm, denn jede Geschichte hat ihr Eigenleben und ich finde es immer wieder interessant den selben Handlungsstrang zu lesen - nur von anderen Charakteren mit anderen Persönlichkeiten ausgeführt.

Der zweite Band der Guardians of Eternity Reihe befasst sich mit einer Halb-Dämonin, einer Shalott, die sehr, sehr selten geworden ist und einem Vampir.
Shay ist eine Sklavin und das schon seit etlichen Jahren. Sie ist dem Troll Evor ausgeliefert, der sie in einem Auktionshaus anbietet, wo sich Menschen, Dämonen und andere Irre für ihre ganz persönlichen Perversitäten Sklaven ersteigern können. Befreundet ist sie mit einem Gargyle (wobei ich mich frage, ob das ein Übersetzungfehler ist???), der gerade mal neunzig Centimeter groß ist, der aus Frankreich stammt und in diesem irren Auktionswahnsinn ihr einziger Freund ist, den sie mit allen Mittel beschützen würde.
Als eines Abends ihre eigene Versteigerung angepriesen wird und den Bietern klar wird, dass es sich bei Shay um eine Shalott-Dämonin handelt, bieten sich die Leute in ziemliche hohe Sphären. Das Gebot liegt bei zweihunderttausend Dollar, bis ein Vampir fünfhunderttausend bietet und somit Shays Schicksal an seiner Seite erkauft. Als sich ein Mensch erhebt und Shay für sich haben will, spürt sie direkt, dass an ihm etwas ganz und gar Böses haftet, mit dem sie besser nicht in Berührung kommen sollte. Als ihr neuer Herr sich gegen den Menschen behauptet, wird Shay klar, dass sie den Vampir kennt. Es ist Viper, dem sie damals das Leben rettete...

Ich muss sagen, dass ich schon auf der ersten Seite mehr als angeekelt und schockiert war. Über diesen Troll Evor, der mit dem Leid anderer Geld macht am meisten. Doch Shay stellt sich schnell selbst als harten Brocken vor, der kein Mitleid braucht. Ihre Stärke ist ihr eisiger Wille und keiner ihrer Herren hat es lange mit ihr ausgehalten ohne ihrer Aufsässigkeit überdrüssig zu werden.
Als dann der gute alte Viper, den man schon im ersten Buch kennen lernen konnte, auftaucht und so eine enorm hohe Summe bietet, spürt man direkt, dass er anders ist. Sie ist zwar seine Sklavin, aber er behandelt sie in seinem Haus wie einen Gast, stellt ihr jede Menge Essen, ein eigenes Schlafgemach und eine gewisse Art von Freiheit zur Verfügung. Sie darf sich im Haus frei bewegen und ihm sagen, wenn sie bei etwas, was er von ihr will, nicht mitmachen will.
Es versteht sich von selbst, dass Shay diese Geste ganz und gar nicht als nett erkennen kann und mehr als skeptisch ist.

Viper ist ein Gentleman mit einem Todes-Face. Er zögert nicht, wenn er töten muss und als Clanführer hat er so manchen grausigen, todbringenden Kampf hinter sich, so dass er seinen Posten mit Fug und Recht beanspruchen kann. Schon im ersten Buch war er mir auf merkwürdige Art sympathisch und ich konnte nicht so ganz benennen wieso. Das kann ich auch nach dem zweiten Buch nicht, trotz seiner eigenen Geschichte. Er ist klug, gerissen, sarkastisch, redegewandt und selbstsicher. Ein fettes Problem hatte ich mit der Figur aber schon: Mal stellte ich mir Viper als älteren Herren vor, mit einer Mozartperrücke (verrückt, ja) und manchmal als anfang Zwanzigjährigen, der das Herz seiner Freundin höher schlagen lässt. Selbst wenn ich ihn beschreiben müsste, weil mein Leben davon abhinge - ich könnte es nicht...
Shay hingegen hat mich manchmal ziemlich genervt. Was ist so falsch daran dem starken Mann einfach mal das Feld zu überlassen und an die eigene Sicherheit zu denken? Irgendwie habe ich auch Mitleid mit ihr, weil sie es ja einfach nicht besser weiß. Sie weiß nicht, wie man vertraut... Nur ihr Gargyle Levet ist ihr wichtig...
Dieser Gargyl hat es mir am meisten angetan. Er ist witzig, hat aber auch eine extrem sanfte Seite, die wohl nur ein waschechter Franzose haben kann. Seinem Charme muss man einfach erliegen und sein Humor ist unschlagbar. Er und Viper - das gab schon echt tolle Dialoge!
Was mich auch sehr gefreut hat, war die Rückkehr von Dante und seiner Gefährtin Abby, die im ersten Buch zueinander gefunden haben. Abby vereint den Phönix in sich, eine Kreatur, vor der die Dämonen enormen Respekt haben.

Der Verlauf der Geschichte ging mir zwar manchmal etwas zu schnell, aber auch wenn sich Shay und Viper nicht innig genug kennen gelernt haben, konnte ich schnell die Verbindung zwischen den beiden erkennen.
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