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Sommerfalle by Debra Chapoton
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May 24, 12

bookshelves: re-2012
Read from May 08 to 09, 2012

Kurzbeschreibung:
Nach Abschluss der Schule beginnt für die 18-jährige Rebecca der Sommer ihres Lebens - glaubt sie. Doch dann gerät sie in einen Albtraum: Sie wird entführt und in einer Kammer eingesperrt, irgendwo in einem entlegenen Wald. Es gelingt ihr, sich zu befreien. Aber damit nimmt das Spiel ihres Entführers erst seinen Anfang. Denn bald erkennt Rebecca, dass der Unbekannte alles über sie weiß - und dass er jede ihrer Entscheidungen voraussehen wird...

Zur Autorin:
Debra Chapoton arbeitet als Lehrerin und Schriftstellerin in Michigan/USA. Ihr Thriller "Sommerfalle", den sie zunächst in Eigenregie veröffentlichte, wurde in Amerika zum eBook-Bestseller.

Rezension:
Die 18-jährige Rebecca McPherson ist eine beliebte Schülerin und lebt ihr sorgenfreies Leben, bis sie eines Tages bei einem Einkaufsbummel mit ihrer Freundin Sarah entführt wird und sich in einer Art Kellerverlies wiederfindet. Zwar kann sie sich von dort befreien, doch hastet sie nun kopflos auf der Flucht in die tiefsten Wälder Michigans.

Schon bald findet sie sich in einem perfiden Spiel mit dem Entführer wieder, denn dieser scheint jeden ihrer Schritte vorauszuahnen. Ihr Freund Josh, Mitschüler Mike und der Polizist Sylver finden bald heraus, um wen es sich bei dem Entführer handelt und versuchen alles, Rebecca zu befreien, bevor es zu spät ist...

Bei "Sommerfalle" von Debra Chapoton handelt es sich um einen soliden Jugendthriller, der aufgrund seiner Charaktere, Protagonistin Rebecca und Antagonist Edward, punkten kann. Denn beide schenken sich in ihrem Einfallsreichtum nichts und somit wirkt die Handlung wie ein perfektes Katz-und-Maus-Spiel.

Zwar wird bereits auf den ersten Seiten klar, wer Rebeccas Entführer ist, doch tut das der Spannung keinerlei Abbruch. In zahlreichen Rückblenden, die man allerdings zeitlich öfter einordnen muss, werden die Werdegänge von Rebecca und Edward, so unterschiedlich sie auch sind, erzählt und somit konnte ich vor allem Edwards Motive für die Entführung recht gut nachvollziehen.

Rebecca als Protagonistin kommt auf der einen Seite recht clever daher, wenn es um den Erfindungsreichtum geht, sich aus ihrer verzwickten Lage zu befreien, auf der anderen Seite wirkt sie aber auch kindlich naiv in ihrer festgefahrenen Meinung, wer ihr Entführer ist und in manchen ihrer Verhaltensweisen.

Edward ist ein eher mitleidenswerter Zeitgenosse, der in der Schule nichts mehr als Verachtung und Verhöhnung aufgrund seiner Lernbehinderung findet. Auch das traumatische Erlebnis mit seinem Vater und das schwierige Verhältnis zu seiner Mutter haben ihn fürs Leben gezeichnet und man empfindet für ihn, trotz seiner Tat, eine gehörige Portion Mitleid.

Man sollte "Sommerfalle" allerdings in manchen Situationen nicht mit einem richtigen Thriller vergleichen, da es hier und da ein paar Szenen gibt, die nicht ganz nachvollziehbar für den erwachsenen Leser sein mögen. Doch als Jugendthriller kann das Buch und seine Charaktere auf jeden Fall begeistern und auch das Ende wirkt stimmig und schlüssig. Dank der kurz gehaltenen Kapitel, die auch nochmals in einzelne Abschnitte eingeteilt sind, liest sich der Roman im Fluge weg und konnte mir einige unterhaltsame Lesestunden bereiten.

Fazit: Mit "Sommerfalle" ist Debra Chapoton ein unterhaltsamer Jugendthriller gelungen, der vor allem durch seine Erzählperspektiven und zahlreiche Rückblenden punktet, da man dadurch viel über die einzelnen Charaktere erfährt und noch ein bisschen mehr mit Rebecca mitfiebert.
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Reading Progress

05/08/2012 page 117
41.0%

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