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The Iron King by Julie Kagawa
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Apr 28, 12

bookshelves: g-young-adult, g-romance, g-fairytale, g-fantasy, t-adventure
Read from April 20 to 22, 2012

Meinung:
Man nehme Shakespeares A Summernight’s Dream, mische es mit Alice in Wonderland, füge eine Prise Harry Potter und ein klein wenig Drama, Herzschmerz und jugendliche Probleme hinzu und schon erhält man eine leckere Portion „The Iron King“. In etwa das dürfte sich die Autorin Julie Kagawa gedacht haben, als sie den ersten Teil ihrer „Iron Fey“-Reihe schrieb. Die Komponenten sind wirklich nichts Neues, doch überraschenderweise macht es die Mischung. Entgegen anfänglicher Skepsis, die dann von Neugierde wegen guter Rezensionen gedämpft wurde, gefiel mir „The Iron King“ nämlich ziemlich gut.

Dabei hätte ich auf den ersten Seiten das Buch am liebsten gleich wieder zugeklappt und weggelegt. Denn da las sich das ganze noch wie ein typisches paranormales Jugendbuch, mysteriöse Vergangenheit der Hauptfigur inklusive. Nur der angenehme Schreibstil und die Gewissheit, das manche Bücher erst nach dem ersten Viertel richtig Gas geben, ließen mich weiterlesen.

Glücklicherweise gibt es tatsächlich eine Wende zum Besseren – hat man den Anfang erst einmal hinter sich gelassen und lässt sich vollständig auf das Buch ein, erlebt man mit Meghan eine wunderbar fantasievolle Reise. Sie begegnet Figuren, die man womöglich schon aus anderen Geschichten kennt, oder gerät in Situationen, die einem nicht gänzlich unbekannt sind. Dennoch sind diese Komponenten so gut kombiniert, dass das Lesen wirklich Spaß macht und spannend bleibt. Schließlich weiß man nie genau, welche Kreatur als nächstes um die Ecke schauen wird... Besonders gut gefiel mir dann aber das letzte Drittel des Romans – hier setzt sich „The Iron King“ von typischen Romantasy-Büchern ab und bringt neuen Wind in das Genre. Eine Liebesgeschichte kommt zwar auch in diesem Buch vor, doch die ist vergleichsweise klein gehalten und nimmt nicht Überhand. Sie entwickelt sich langsam und natürlich – keinesfalls übertrieben – und stellt nicht andere Teile der Geschichte in den Schatten. Es bleibt viel Platz für das eigentliche Abenteuer, aber auch Dinge wie Freundschaft, Selbstfindung, usw.

War mir Meghans Charakter zunächst noch suspekt, so änderte sich das relativ schnell. Anfangs wirkte sie auf mich sehr weinerlich, doch als die Geschichte richtig los geht, ist dafür keine Zeit mehr und sie verwandelte sich in einen erfrischend bodenständigen, sympathischen Hauptcharakter, mit dem man gerne durch das Nevernever reist. Auch die anderen Figuren konnten meine Sympathien für sich gewinnen. Der Charakterwandel geht nicht zu schnell vonstatten, ist aber eindeutig vorhanden, und es gibt zahlreiche Figuren, die mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten die Geschichte anreichern. Auf den ersten Blick wirken einige Figuren zwar stereotypisch, doch mit der Zeit ändert sich auch das.

Julie Kagawas Schreibstil gestaltet das Lesen sehr angenehm. Ihre Wortwahl wirkte auf mich stets passend – Gefühle, Gedanken, Beschreibungen und Ereignisse werden gut transportiert, sodass sich „The Iron King“ wie ein Film vor meinem inneren Auge aufbaute. Die eine oder andere sarkastische Bemerkung oder besondere Eigenheiten der Charakteren brachten mich stellenweise zum Lachen. Vor allem die Dialoge sind es, die dem Buch und den Charakteren noch mehr Leben einhauchen, denn sie wirken nicht hölzern oder unrealistisch. Besonders tiefgründig ist „The Iron King“ trotzdem nicht. Das hatte ich aber auch nicht erwartet. Dennoch bleibt es im Kopf, einfach durch die tolle Kombination aus Charakteren, fantasievoller Erzählung und Details, die Lust auf mehr machen.


Fazit:
Zwischen den Buchdeckeln von „The Iron King“ verbirgt sich überraschenderweise eine sehr fantasievolle und schön erzählte Geschichte. Überwindet man die ersten paar Seiten, die noch auf ein typisches Fantasy-Jugendbuch schließen lassen, taucht man in einen abenteuerreichen Roman mit einer sympathischen Hauptfigur ein. Fans und Neulingen des Genres ist es gleichermaßen zu empfehlen – aber auch solchen, die, wie ich, nur noch selten zu Romantasy-Büchern greifen.
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Julie Kagawa
“Ladies and Felines," he stated grandly, grasping the doorknob, "Welcome to Tir Na Nog. Land of endless winter and shitloads of snow.”
Julie Kagawa, The Iron King
tags: puck

Julie Kagawa
“Careful, human." Grimalkin appeared on the corner of the stage, overshadowed by the dead chimera. "Do not lose your heart to a faery prince. It never ends well.”
Julie Kagawa, The Iron King

Julie Kagawa
“I guess the sacrifice of my dignity is the only thing that will save us now. The things I endure for love. The Fates laugh at my torment.”
Julie Kagawa, The Iron King

Julie Kagawa
“Oh, we're playing nice now? Shall we have tea first? Brew up a nice pot of kiss-my-ass?”
Julie Kagawa, The Iron King

Julie Kagawa
“I licked my lips and whispered, "Is this where you say you'll kill me?"
One corner of his lips curled. "If you like," he murmured, a flicker of amusement finally crossing his face. "Though it's gotten far too interesting for that.”
Julie Kagawa, The Iron King


Reading Progress

04/20/2012 page 40
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