Sarah's Reviews > Rosendorn

Rosendorn by Jenna Black
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7556412
's review
Feb 05, 2012

really liked it
Read in February, 2012

Durch das kontrastreiche Cover von roten Blütenblättern auf schwarzem Hintergrund bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und schon die Kurzbeschreibung hat mich zum schmunzeln gebracht. Da wollte ich doch natürlich wissen, was hinter diesem schönen Cover steckt.

Dana, die Protagonistin, lebt bei ihrer Alkoholabhängigen Mutter und weiß schon seit klein auf, dass sie halb Fee und halb Mensch ist. Dass ihre Mutter sie so weit wie irgend möglich von ihrem Vater fernhalten will ist also kein Geheimnis, doch nach all den Jahren hält Dana die Schnapsvernebelten Ausreden und Lügen ihrer Mutter nicht mehr aus und will endlich ihren Vater kennenlernen und wenn möglich auch gleich bei ihm wohnen. Also nimmt sie Kontakt zu ihm auf und reist nach Avalon ...

Avalon an sich ist ein sehr interessanter Ort. Er befindet sich bei London und dennoch ist Avalon ein eigenes Land - wenn man so will. Dort gelten nicht alle Gesetze der Menschen, denn oft ist es schwierig Feen unter diese Gesetze zu zwingen. Als einziger Ort der Welt, wo sich Faerie - das Feenreich - mit der Menschenwelt kreuzt hat die Stadt auch ein eigenes Politisches System, welches ausgewogen von Menschen und Feen gebildet wird. Und in diesem Politischen System befindet sich auch Danas Vater. Was sie nicht ahnt ist, dass sie selbst als Halbwesen von größtem politischem Interesse ist.

Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut, denn sobald Dana in Avalon ankommt, gehen die Turbulenzen los. Erst nimmt ihr Vater sie nicht in Empfang, weil er im Gefängnis sitzt, dann wird sie von ihrer scheinbar netten Tante Grace in eine Zelle gesperrt und schließlich von den Geschwistern Kimber und Ethan wieder entführt - oder gerettet, wenn man so will.

Da Dana schon seit Jahren viel auf sich selbst gestellt ist, Rechnungen bezahlt und die Miete überweist - da ihre Mutter jedes Mal im delirium liegt - sollte man meinen, dass sie eine sehr erwachsene Persönlichkeit ist. Und, ja, irgendwie ist sie das auch. Alleine, dass sie den Mut aufbringt alleine nach Avalon zu reisen ist ein großer Schritt. Dennoch zeigt Danas Charakter im laufe des Buches immer wieder, dass sie keinesfalls so erwachsen ist wie sie es gerne hätte, denn auch sie hat mit typischen Teenagerproblemen zu kämpfen. Und, dass sie absolut keinerlei erfahrungen mit Jungs hat und schon bei den kleinsten Flirtereien von Ethan - einem Feenjungen - jedes Mal rot wie eine Tomate wird geht ihr mehr als nur gegen den Strich.

Ethan ist der typische Draufgänger. Er scheint Interesse an Dana zu haben, doch durch all die Geschehnisse ist Dana sich einfach nicht mehr sicher was sie ihm glauben soll bzw. kann, da er mehr wie einmal ihr Vertrauen missbraucht und sie belügt. Doch auch seine Schwester Kimber ist nicht besser, denn auch sie ist in diese Geschehnisse involviert und auch, wenn sie wie eine Freundin wirkt belügt auch sie Dana, sodass diesen Vertrauensverhältnis ebenfalls schneller zerstört wird als beiden Mädchen liebt ist.

Der Schreibstil der Autorin, Jenna Black, ist sehr flüssig und ich hatte keinerlei Probleme "Rosendorn" recht schnell durchzulesen. Dabei macht es richtig Spaß Danas Abenteuer in der Ich-Form mitzuerleben und gleichzeitig bei ihrem Sarkasmus hautnah dabei zu sein. Mehr als einmal musste ich herzlich lachen, denn Dana bringt oftmals einfach genau die richtigen Erwiederungen ein.
Dass sich die Ereignisse immer wieder überschlagen und Dana mehr als nur einmal in Gefahr gerät lässt den Leser von anfang an mitfiebern und auf ein gutes Ende hoffen und auch, wenn sie und Ethan am Ende scheinbar wieder quitt sind und auch Kimber zu einer guten Freundin wird, frage ich mich doch wie es nun weitergeht, nachdem die ersten Schocks überwunden sind.

Wer in diesem Buch eine Liebesgeschichte erwartet wird leider enttäuscht werden. Dana und Ethan nähern sich zwar ein wenig an, aber hier ist lediglich von einem heißen Flirt zu sprechen, als von Liebe, dennoch lässt die Autorin viel Raum für die Fortsetzung und soweit ich das beurteilen kann ist "Rosendorn" lediglich die Vorbereitung auf eine größere Geschichte. Auch was Dana und die Liebe betrifft.
Und auch wenn sie unter Ethans heißen Blicken fast dahin schmilzt, wirft ihr auch ihr sexy Gothic Trainer für Selbstverteidigung - Kaenan - scheinbar interessierte Blicke zu. Auch wenn diese nicht so auffällig beschrieben werden.

Mit viel Action startet dieser Auftakt der Avalon-Reihe. Und auch ohne eine richtige Liebesgeschichte und lediglich ein paar Flirts kommt Dana - halb Fee, halb Mensch - ganz schön in's schwitzen sowie sie in's Visier der Feenpolitik gerät. Ich halte dies für einen gelungenen Start, auch wenn einiges weitaus besser hätte ausgearbeitet werden können, dennoch ist das Potential zu einer spektakulären Feen-Geschichte durchaus vorhanden.
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