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Friday Night Bites by Chloe Neill
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Jan 01, 12

Recommended to Bissfan by: Shiku
Read in July, 2011

Merit ist Hüterin ihres Hauses – und gleich mitten drin im Geschäft. Sie war es, die Celina aufhielt, welche nicht nur versuchte, Ethan zu töten, sondern auch die vampirische Gesellschaft über die der Menschen zu erheben. Nun ist Morgan Meister des Hauses Navarre und zufälligerweise auch der Mann, mit dem sich Merit zu dem einen oder anderen Date trifft – gezwungenermaßen, denn ihr Meister befahl es ihr. Genau dieser ist aber auch an ihr interessiert und gibt gewiss nicht so schnell auf – die Dinge sind also nervenaufreibend genug, zumindest was Merit anbelangt. Trotzdem wird es dabei nicht belassen, jemand plant einen Zeitungsartikel über sogenannte Raves – illegale Veranstaltungen, in denen Vampire Jagd auf Menschen machen. Es liegt an Merit, denjenigen zu finden und die Sache klarzustellen; nebenbei muss sie sich noch mit dessen erzürnten Bruder rumschlagen, sich über seltsame Einladungen, die Ort und Art der Veranstaltung nicht verraten, wundern und Celina … nun, das letzte Wort ist in dieser Sache noch nicht gesprochen. Langsam drängt sich die Frage auf: Was wird hier gespielt?


Egal wie übel es aussieht, auf eines ist immer Verlass: Merits Humor. Von Anfang an weiß „Friday Night Bites“ zu überzeigen, allein schon weil es dermaßen amüsant ist. Das ist nicht allein Merits Verdienst, sondern so ziemlich allen Charakteren zu verdanken, die auch wirklich solche und nicht nur bloße Namen sind, wenn man von kurzen Auftritten von beispielsweise Chuck Merit einmal absieht. Bei Randcharakteren, die selten vorkommen, ist es logischerweise nicht möglich, sie genauso kennenzulernen, aber der Rest weiß zu überzeugen.
Das macht die kleine Dreiecksgeschichte auch so reizvoll – Morgan ist ein wirklich lieber Kerl, der sich auch Gedanken macht und sich bemüht. Die erste Wahl also verglichen mit Ethan, der scheinbar nur Befehle geben kann und sich recht rücksichtslos verhält. Dennoch auch ist er mehr, selbst Ethan hat eine kümmernde, nette Seite, die im zweiten Band ein wenig offensichtlicher wird und definitiv Sympathiepunkte für ihn sammelt. Keine leichte Aufgabe für Merit also, sich da zu entscheiden – wenn sie das aber nicht tut, wird sie nie Ruhe haben. Allerdings ist es ohnehin fraglich, ob das jemals geschieht: Scheinbar muss jeder Mann, dem Merit über den Weg läuft, Interesse an ihr haben, was zugegebenermaßen ein Nachteil des Buches ist. Sie sieht gut aus, ja, aber müssen deswegen gleich alle läufig werden?
Sei es, wie es sei, die junge Vampirin versucht das Beste daraus zu machen und hat noch immer Zeit für kleine, lustige Entdeckungen. So zum Beispiel dass das Akronym für die Vereinigung der Zauberer „Union of Amalgamated Sorcerers and Spellcasters“ netterweise „U-ASS“ ist. Alles in Ordnung also!

Neben der Entwicklung der Charaktere schläft auch die Handlung nicht, wenngleich diese anfangs ein wenig vor sich hinplätschert. Wurden die Menschen im ersten Band noch als eher unsicher, aber dennoch friedlich gestimmt beschrieben, kommen nun die ersten Vampirhasser zum Vorschein, die sicherlich noch eine größere Rolle spielen – bereits jetzt legen sie der nächtlichen Bevölkerung Chicagos Steine in den Weg; das wird noch ordentlich Ärger heraufbeschwören.
Nun aber muss diese mit ihren eigenen „Abtrünnigen“ zurechtkommen, auch wenn die Meister die Verantwortung von sich weisen. Dafür wollen einige Menschen das mithilfe eines Zeitungartikels übernehmen … und das ist nur ein seltsames Ereignis von vielen, die der übernatürlichen Bevölkerung Kopfzerbrechen bereitet. All dies sammelt sich mit der Zeit an, steht aber in keinem sichtbaren Zusammenhang – erst im letzten Drittel platzt die Bombe und enthüllt, womit man es hier zu tun hat. Ohne zu viel zu verraten: Es bedeutet mal wieder richtig großen Ärger.
Auf den letzten hundert Seiten wird es dann immer spannender, mit jeder Seite ein bisschen mehr, was durchaus das Plätschern zu Anfang entschuldigt und wieder gut macht.
Das Ende vom Lied ist zum Glück kein Chaos, aber noch immer ein Haufen ungelöster Probleme und neuer Fragen. Da hilft es auch nicht – beziehungsweise nur dem dringenden Bedürfnis sofort weiterzulesen –, wenn ein Shifter vorbeikommt und von familiären Banden zwischen ihm und Merit spricht!

Erzählt wird das Ganze in der zu Merit passenden, recht trockenen Art inklusive spitzer Kommentare ihrerseits, die nicht selten für einen Lacher sorgen. Der Stil der Autorin mag keine Besonderheit sein, aber er passt bestens zur Geschichte und bringt sie so rüber, wie es auch dem Leser die größte Freude bereitet. In dem Sinne lässt sich dazu sagen: Nichts Neues, aber dennoch perfekt!


Der Anfang mag es ein wenig langsam angehen und die Tatsache, dass Merit die Männerherzen geradezu hinterherfliegen, ist auch weniger erfreulich. Trotzdem besticht „Friday Night Bites“ mit seinem Humor, den interessanten Charakteren und einer später immer spannenderen Handlung. Dieses Buch verspricht Lesestunden, die sich definitiv lohnen!
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