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Das Labyrinth der Träumenden Bücher by Walter Moers
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Nov 26, 11

Read in November, 2011

"Mythenmetz hat Orm verloren!" So hätten es zumindest die lebenden Zeitungen Buchhaims verkündigt, hätten sie "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" gelesen. Als ich das Nachfolgewerk von "Die Stadt der Träumenden Bücher" (2004) in einem Shop am Kölner Flughafen entdeckte, war es sofort gekauft, entpackt und angelesen - derart beeindruckt hatte mich die erste Geschichte rund um Hildegard von Mythenmetz, Starautor und Dickwanst aus Zamonien.

Noch im Buchladen versprach der erste Satz ein ähnliches Vergnügen: "Hier geht die Geschichte weiter. Sie erzählt, wie ich nach Buchhaim zurückkehrte und zum zweiten Mal hinabstieg in die Katakomben der Bücherstadt." - um 426 Seiten später mit dem Satz "Hier fängt die Geschichte an." zu enden. Dazwischen: eine Zusammenfassung der Ereignisse der Geschichte aus "Die Stadt der Träumenden Bücher" in Form eines Puppenspiels, lahme Wortspiele (aus Samuel Beckett wird Beula Smeckett, aus Franz Kafka wird Zank Frakfa) und die bittere Gewissheit, dass dies nur der erste Teil des neuen Abenteuers Mythenmetz' sein kann.

Betrug! 300 Seiten Wiederholung und die eigentliche Geschichte einfach ausgelagert auf den nächsten Band? Ausser im Schlusswort von Walter Moers wird weder auf dem Cover noch im Klappentext darauf hingewiesen. Ob der Verlagswechsel zu Knaus den Anstoss gab, die Erfolgsgeschichte auf zwei Episoden aufzublähen, ist ungewiss. Spätestens 2013 soll "Das Schloss der Träumenden Bücher" erscheinen. Nichtsdestotrotz: Seinen sonst so guten Sinn für Storytelling hat Moers, zu dessen Kreationen unter anderem 'Kapt'n Blaubär', 'Das kleine Arschloch' oder 'Adolf, die Nazisau' gehören, dieses Mal bei Mythenmetz unter der Erde gelassen.
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