Nina's Reviews > The Zero Knot

The Zero Knot by K.Z. Snow
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Nov 03, 11


Jesse steht ein neuer Abschnitt in seinem Leben bevor. Er hat gerade die High School abgeschlossen und wird im kommenden Januar am College in Madison anfangen. Den Sommer und das restliche Jahr will er mit seiner Familie und seinen Freunden in seiner Heimatstadt verbringen, ein bisschen Geld bei seinem Job verdienen und ansonsten einfach nur Spaß haben. Er ist fest entschlossen, den auch zu bekommen, denn als typischer 18jähriger hat er nichts anderes als Sex im Kopf.
Die einzige kleine Besonderheit: Jess ist schwul.
Das weiß aber noch niemand. Zwar hat er eine Gruppe von Freunden, die gleichgeschlechtlicher Liebe nicht abgeneigt sind, als schwul mag sich aber doch niemand outen, denn das ist in der Kleinstadt doch sehr ungern gesehen. Sie bezeichnen sich lieber als bi und haben eine Art Club, den Domino Club, gegründet. Mittlerweile hat Jesse die Spielchen und ständigen Sprüche dort aber satt, denn keiner von ihnen scheint wirklich zu wissen, wer er eigentlich ist, und versucht sich von ihnen zu distanzieren. Der einzige, den er wirklich vermissen würde, ist Dylan, allen bekannt als Mig. Er und Jesse sind seit ihrer Kindheit befreundet, doch in letzter Zeit hat sich irgendetwas zwischen ihnen verändert.
Als Jess feststellt, dass auch Mig die Nase voll vom Domino Club hat, führen die beiden das erste wirklich ernsthafte Gespräch ihres Lebens miteinander und beide sehen sich gezwungen, ihre Entscheidungen und Lebensweisen zu überdenken. Doch dass sich die beiden immer näher kommen ist nicht jedem recht. Schon bald will sich jemand zwischen sie drängen, was für einen der beiden im Gefängnis endet.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich K.Z. Snow nicht so recht entscheiden konnte, was ihr Buch denn nun genau sein soll. Auf der einen Seite hat das Buch eine typische YA-Geschichte und grundsätzlich auch vom Schreibstil bzw. Niveau durchaus in diese Kategorie einzuordnen. Auf der anderen Seite aber hat es aber auch einiges an handfester Erotik zu bieten, die doch eindeutig an Erwachsene gerichtet ist. Denn hier wird wenig beschönigt und die Sexszenen werden teilweise doch recht detailliert beschrieben. Vor allem am Anfang war mir persönlich das einfach ein bisschen zu viel und hat sich zu sehr auf den sexuellen Aspekt fest gefahren.
Im Laufe der Geschichte aber hat sich das geändert. Je ernster die Sache zwischen den beiden jungen Männern wurde, um so mehr hat sich auf die Ernsthaftigkeit des Buches durchgesetzt. Natürlich geht es viel um das Coming Out, aber auch um die Toleranz oder eben deren Mangel, die vielen homosexuellen Jugendlichen nicht entgegen gebracht wird. Allerdings mangelt es auch hier nicht an einigen heißen Szenen.
Dementsprechend derb ist die Sprache natürlich auch stellenweise. Zwar fand ich sie nie übertrieben, dennoch hat sich die Autorin auch hier nicht zurückgehalten.
Die Charaktere selbst sind eigentlich recht gut gelungen. Mig und Jesse sind extrem unterschiedlich und trotzdem stimmt es zwischen den beiden einfach. Mein absoluter Liebling war aber Jesses kleiner Bruder Red, der für eine Menge lustiger und ziemlicher derber Sprüche gesorgt hat. Überhaupt war Jesses gesamte Familie ein echtes Highlight des Buches.

Insgesamt ist The Zero Not von K.Z. Snow aber doch eine Liebesgeschichte, die sich mit dem Kleinstadtleben schwuler Jugendlicher auseinandersetzt und trotz jeder Menge erotischer Elemente zu Beginn dennoch in der zweiten Hälfte einen sehr ruhigen und einfühlsamen Ton anschlägt.
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