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Phantom Universe by Laura Kreitzer
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1250419
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Dec 13, 2011

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bookshelves: form-audiobook, ser-connected, t-timetravel-parallel-universes, gen-ya, gen-scifi-future, t-pirates
Read from November 15 to December 07, 2011 , read count: 1

Lang und breit
Phantom Universe ist ganz anders als die anderen Sci-Fi-, Dystopia- und Fantasy-Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Der Beginn des Buches spielt in etwa in unserer Zeit. Allerdings gibt es dort Piraten, die sich Sklaven halten und Jagd auf Flatscreens und Rum machen. Der zweite Teil der Geschichte findet viele Jahre in der Zukunft statt. Dort hat Kanada die USA überrumpelt und Müll wird zur Entsorgung ins All geschossen. Neben vielfachen technischen Erfindungen gibt es außerdem „Outlander Camps“, in denen die Menschen, die aus der Vergangenheit ganz plötzlich in die Zukunft gereist sind, untergebracht werden.

Die futuristische Entwicklung der Welt war komplex und reizvoll zu erkunden. Es wird erklärt wie genau Kanada die Oberhand gewinnen konnte (hier wird es aber nicht zu politisch, keine Sorge), wie die Eheschließung inzwischen gehandhabt wird und dass jeder einen technischen Minicomputer in den Kopf gepflanzt bekommt, mit dem er geortet werden kann und der sogar Telepathie ermöglicht.

Klingt schon mal abwechslungsreich. War es auch, bis sich plötzlich die Liebesgeschichte angeschlichen hat. Am Anfang fand ich die noch ziemlich süß. Summer, die aus der Vergangenheit in die Zukunft „springt“, verliebt sich dort in den Offizier Gage. Leider hat sich der Handlungsmittelpunkt dabei extrem auf deren Liebelei verschoben. Bald ging es nur noch um Liebesbeweise in Form von Rosen (da Gage sie kitschigerweise „Flower“ nennt) und Eifersucht. Außerdem muss Summer ständig gerettet werden. Immer wieder gerät sie in Situationen, die sie an ihre Zeit als Sklavin auf dem Piratenschiff und die damit verbundene Fast-Vergewaltigung erinnern. Diese ständigen Rettungsaktionen machen Summer leider zu einer sehr schwachen Figur. Sie hat durchaus ihren Reiz mit ihrer Stummheit, ihrer Neugier und ihrem unerschütterlichen Glauben an Feen (auf den übrigens nie weiter eingegangen wird, obwohl er immer wieder Erwähnung findet). Am Ende nimmt sie zwar endlich eine aktive Rolle ein, aber aus ihrem „schwaches Mädchen braucht starken Retter“ Muster kommt sie damit nicht heraus.

Während ich Gage zu Beginn noch genauso mochte wie Summer ihn, verließ mich nach und nach die Begeisterung. Der ausschlaggebende Punkt hierfür war wohl als er Summer verlässt, weil er so unglaublich verwirrt über seine Gefühle und die Situation ist. Dann merkt er aber schnell wie sehr er sich nach Summer sehnt und kehrt zurück, was sie prompt akzeptiert.
Viel lieber war mir da Landon, ein Freund von Summer, der für sie wie ein Bruder ist. Seine Fürsorglichkeit Summer gegenüber war loyal und bewegend.

Hörbucheindruck
Karen Savage hat eine so angenehme Stimme, dass ich mich sofort wohl gefühlt habe. Am Besten hat mir Londons schottischer Akzent gefallen, den sie perfekt imitiert hat. An manchen Stellen redet sie ein wenig zu schnell bzw. klingt es so als hätte man ihre Stimme schneller laufen lassen, um die Hörbuchlänge zu kürzen, aber darüber kann man hinweghören.

Kurz und knapp
Ein Roman, der vor allem in seinem Setting viel Abwechslung und Neues bietet. Die Handlung wandelt sich recht schnell von einem Zeitreiseabenteuer zu einer Liebesgeschichte, die kaum Klischees auslässt. Durch die tolle Vorlesestimme bietet das Buch solide Unterhaltung, so richtig Lust auf die Fortsetzung habe ich aber nicht bekommen.
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Reading Progress

11/26/2011
50.0% "fun!"

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