Eleonore Rigby's Reviews > Krabat

Krabat by Otfried Preußler
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6269238
's review
Apr 14, 12

really liked it
bookshelves: fantasy
Read from March 07 to April 14, 2012

Die Mühle am Koselbruch wirkt eine ungeheure Faszination auf den Jungen Krabat aus. Alle waren ihn zwar, doch ist die Neugierde stärker, als der Wille - und so lässt sich Krabat mit dem Müllermeister ein, nämlich, das er dort arbeiten soll. Die Arbeit in der Mühle ist für niemanden von den Knappen leicht. Viel geschieht, und langsam fragt man sich, auch als Leser: was geht hier vor sich? Bald erlernen die Jungen samt Krabat Zaubersprüche aller Art. Sie können diese auch anwenden, so das die Arbeit leichter wird für sie - aber der Müllermeister ist gnadenlos. Schon bald erkennt Krabat, dass da mehr falsch läuft, als nur die Arbeit und das Lernen der Zaubersprüche. Und er erfährt, wie man dem unbarmherzigen Meister entkommen kann - oder auch nicht... das Schicksal hat die Jungen fest im Griff. Doch es gibt auch schöne und lustige Momente in der Geschichte von Krabat. Was mir sehr gefallen hat, war die allgemeine, unheimliche Stimmung, das Geheimnisvolle, das den Meister umgibt, der sich nicht so leicht ins Glas schauen lässt. Zu den Lehrlingen ist er kalt und brutal, und je mehr man in die Geschichte vordringt, desto öfter denkt man: "Hier will ich um Gottes Willen nicht arbeiten!" oder "Ich bin froh, das ich dort nicht angestellt bin, der Meister macht mir echt Angst!". Die Figuren entwickeln sich mit dem Verlauf des Romanes ganz gut mit, der eine mehr, der eine weniger, je nachdem wie hart das Schicksal zuschlägt. Es gibt genügend Nebenfiguren, die das Ganze noch einmal recht spannend machen. Aber das Unheimliche bleibt. Und deswegen hat mir Krabat auch so gut gefallen: das man selbst bis zum Ende nicht wusste, wie man sich aus der Bann der Koselbruch-Mühle befreien kann. Krabat, der Held an sich, ist ein ganz normaler Junge. Deshalb hab ich ihn auch sofort gemocht, genau wie seine anderen Leidensgenossen. Seine Darstellung ist nicht zu wenig, aber auch nicht zu übertrieben. Eben genau richtig. Auch der Müllermeister war ausreichend beschrieben, und wirklich sehr gruselig. Wie ich schon sagte: bei dem möchte ich nicht arbeiten! Und ich bin froh, das ich das Buch nur gelesen hab, und selbst nicht dabei war... die armen Jungen haben mir zeitweise doch schon sehr leid getan. Da ich die Geschichte bereits kannte und mir nicht neu war, gibt es nur vier von fünf Punkten. Trotzdem hab ich es sehr genossen, Krabat nach so langer Zeit wieder lesen zu können. Und die Mischung aus spannend und unheimlich war für meinen Geschmack einfach perfekt. Unterhalten hat sie mich auf alle Fälle. Für jeden, der solche Geschichten mag, daher ein absolutes Muss!
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Reading Progress

03/22/2012 page 18
6.0%
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