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Verwandlung by Cate Tiernan
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May 14, 11

Read from May 12 to 14, 2011

Prolog zu einer Trilogie, die neugierig macht!


Inhalt:
Die sechzigjährige Morgan hält sich für ganz normal, abgesehen von ihrem leichten Außenseiterimage, das an ihr klammert. Sie hat immerhin ihre beste Freund Bree, die Männer wechselt, wie manch einer seine Unterhosen. Gemeinsam gehen sie durch dick und dünn und überstehen den Schulalltag. Zumindest bis Cal an die Schule kommt und die Freundschaft zwischen beiden zum Bröckeln bringt, denn nicht nur Bree hat ein Auge auf den hübschen Cal geworfen, sondern insgeheim auch Morgan, die zum ersten Mal so etwas wie Liebe fühlt. Doch alles wird viel komplizierter, als Cal sie zu alten Wicca Ritualen einlädt, denn er such einen neuen Hexenzirkel. Was zu Beginn als Zeitvertreib erscheint, beschäftigt Morgan mehr und mehr, bis sie plötzlich spürt, dass sie irgendwie anders ist, dass sie Sachen kann, die kein normaler Mensch können sollte. Sie fühlt sich immer mehr zu Cal hingezogen, der eine Ahnung zu haben scheint, was mit Morgan wirklich passiert …

Meinung:
Die “Das Buch der Schatten” Reihe beschäftigt sich mit dem Thema Wicca, also den alten Hexenkünsten. Somit handelt das Buch vor allem von Hexen, deren Ritualen und Zauberkünsten, was ich recht erfrischend fand.
Die Geschichte wird aus Morgans Sicht erzählt, die eigentlich ganz normal erscheint, vielleicht ein wenig verklemmt und schüchtern, aber keineswegs paranormal. Das ist natürlich bei dem männlichen Hauptprotagonisten völlig anders, denn man merkt sofort, dass er ein Geheimnis haben muss, so wie er sich benimmt. Cal wird zudem schnell der Freund von allen und natürlich heiß begehrt, weshalb Morgan ihre Gefühlen ihm gegenüber keine Hoffnung schenkt. Dazu kommt Morgans beste Freundin Bree, die ich ziemlich unsympathisch fand. Sie wechselt ständig ihre Männer und ist auch irgendwie abwertend Morgan gegenüber, ich konnte mir kaum vorstellen, dass beide beste Freundinnen sein sollten. Dagegen war mir Morgan recht sympathisch, wobei mir ihre verklemmte, schüchterne Art einfach nicht liegt. Aber dieses Mädchenbild wird ja oft bei amerikanischen Jugendbüchern gewählt.
Der Plot der Geschichte beginnt recht zügig, da Cal nach wenigen Seiten schon zum ersten Mal auftritt. Er ist geheimnisvoll, attraktiv und überaus nett. Dennoch auch irgendwie komisch, da er seine neuen Freunde direkt zu einem Wicca Ritual einlädt. Ich fand die Idee der Autorin hier irgendwie schon erfrischend, aber auch merkwürdig, da Cal eigentlich direkt mit der Tür ins Haus fällt. Er gibt seine Geheimnisse schnell bekannt, wobei natürlich niemand davon ausgeht, er hätte wirkliche Hexenkräfte, sondern würde sich nur für diese Rituale der Naturmagie interessieren. Doch durch eines dieser Rituale beginnt in Morgan eine Art Wandel, wodurch sie sich mehr und mehr zu den Wicca Ritualen hingezogen fühlt. Cal scheint genau dies zu wollen, hält sich jedoch die meiste Zeit im Hintergrund, wodurch Morgan vieles selber erkennt und herausfindet.
Allerdings ist das auch der Punkt der mich gestört hat, denn man liest unheimlich viele Monologe, wie Morgan etwas herausfindet, anstatt das sie einfach mal Cal konkret fragt. Sie hält sich zurück, wodurch die Geschichte irgendwie zäh wird, weil mich beispielsweise ihre lesbische Verwandte, oder auch Nachbarin wenig interessiert.
Das Thema Wicca ist jedoch sehr interessant, weshalb ich das Buch auch so schnell gelesen habe. Es ist irgendwie neu bzw. benutzt die Autorin dieses Thema so, als wäre es etwas vollkommen normales, keine fiktiven Fähigkeiten, Länder oder Wesen. Allerdings liest man wenig von Cal, weshalb der erste Teil der “Das Buch der Schatten” Reihe eher ein Prolog ist als eine zusammenhängende Story. Man lernt viel, liest aber wenig Handlungen, was wiederum unbefriedigend ist.
Dennoch macht das Buch eindeutig Lust auf die weiteren Bände, da alles so geheimnisvoll erscheint. Wieso will Cal, dass Mogan eine Hexe wird? Wie kann es sein, dass Morgan magische Fähigkeiten zu besitzen scheint, ihre Familie aber nicht? Fragen um Fragen, die hoffentlich der zweite Band besser beantworten wird. Das gute daran ist, dass der zweite Band der Trilogie schon mit dem ersten zusammen erschienen ist, sodass man flott weiter lesen kann.

Zum Schreibstil der Autorin muss ich sagen, dass es wirklich 100% Jugendstil ist. Man liest die Sätze ohne große Mühe. Ich fand es in Ordnung, aber für ältere Leser könnte es enttäuschend wirken, da die Autorin sich ständig mit unwichtigen Details wie der Kleidung der jeweiligen Person beschäftigt, oder mit Frisuren etc., was unheimlich nervt und unnötig ist. Da das Buch eh schon ziemlich kurz ist finde ich es auch echt schade, denn diese ganzen Puffer sind Lückenfüller und verdeutlichen sehr schön, wie wenig eigentlich in dem ersten Teil passiert.

Das Cover gefällt mit recht gut, da die Farben einfach stimmig sind. Was es mit dem Amulett auf sich hat kann ich jedoch nicht so ganz nachvollziehen, da so etwas im ersten Buch zumindest überhaupt nicht erwähnt wird. Aber trotzdem scheinen auch die weiteren zwei Cover sehr stimmig untereinander zu sein.

Fazit:
“Verwandlung” ist der Einstieg in eine Trilogie über Wicca Künste. Das Buch ist eher ein Prolog, weshalb ich raten würde sich den zweiten Teil gleich dazu zukaufen, sodass man sich eventuell ein besseres Bild machen kann. Aus diesem Grund gebe ich auch nur 3,5 Sterne, in der Hoffnung, dass die weiteren Bände besser werden. Ansonsten ist die “Das Buch der Schatten” Reihe sicherlich eine Hexenserie mit Erfolg, die sich aber wirklich nur an Jugendliche richtet.
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