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Unwind by Neal Shusterman
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3603663
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May 05, 11

bookshelves: young-adult, dystopian, read-in-2011, 1st-parts, highlights
Read from April 30 to May 04, 2011

Wir befinden uns in einer Zeit, in der iPods und Plasmafernseher die Technologie der Großelterngeneration waren. Nach Auseinandersetzungen zwischen Abtreibungsgegnern und -befürwortern, die in einem Krieg gipfelten, hat man sich auf einen "Kompromiss" geeinigt: Alle Schwangerschaften müssen ausgetragen werden, aber die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten haben das Recht, die Kinder, wenn sie zwischen 13 und 18 sind "abwickeln" zu lassen ("unwind"), was bedeutet, dass über 99,8 % der Körper der Teenager als Organ- und Gewebespende transplantiert werden müssen. Laut offizieller Definition bedeutet das nicht den "Tod" des Teenagers, sondern das Weiterleben in "aufgeteiltem Zustand" ("divided state").

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die miteinander verwobenen Schicksale dreier Jugendlicher: Connor hat sein Temperament noch nicht wirklich im Griff und gerät des öfteren in Schlägereien. Also beschließen seine Eltern, ihn "abwickeln" zu lassen. Durch Zufall erfährt er davon und flieht.
Risa ist eine Waise, die nur dann dem Schicksal der "Abwicklung" entgehen kann, wenn sie eine Jury überzeugen kann, dass sie nicht nur gut Klavier spielen kann, sondern virtuos.
Lev ist das zehnte Kind sehr religiöser Eltern, die ihn als Opfergabe (der zehnte Teil) Gott schenken wollen, sein Leben lang wurde er darauf vorbereitet, zum Wohle der Menschheit geopfert zu werden.

Die Perspektive wechselt zwischen den drei Protagonisten, aber auch immer wieder zu einer am Rande beteiligten Person. Erzählt ist die Geschichte außerordentlich spannend und schnell. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich aber alle recht liebenswert und durchlaufen verschiedene Entwicklungen im Verlauf der Geschichte. Verschiedene Hintergrundgeschichten werden sehr langsam erzählt und erst nach und nach fügen sie sich zu einem Gesamtbild, was ich als sehr spannend empfunden habe. Moralische Fragen werden aufgeworfen und regen zum Nachdenken an. Die Gründe der Eltern der anderen "Unwinds", die im Buch auftreten, sind allesamt schrecklich und die Schicksale drehen einem zum Teil den Magen um, was auf die Dauer manchmal etwas zu "gewollt extrem" war.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es gibt spannende Wendungen und gerade das Ende kommt recht unerwartet. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. die 2012 erscheinen soll.
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Reading Progress

05/01/2011 page 110
33.0%
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