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Seelenfänger by Jonathan L. Howard
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5100042
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Mar 10, 2011

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bookshelves: buch, fantasy
Read in September, 2009

Johannes Cabal tritt den unangenehmen Weg in die Hölle an, nein nicht tot, sondern quicklebendig und unangenehm sind eigentlich nur dir Formulare, die er am Eingang ausfüllen soll. Er hat eine Verabredung mit Satan, den der hat etwas, was Johannes wiederhaben möchte: seine Seele. Nicht da Johannes seine Seele wirklich fehlen würde, jahrelang kam er prima ohne sie zurecht. Das Problem ist einfach, dass sie oder besser das Fehler der Seele, seine Messergebnisse versaut, denn Johannes ist Nekromant und forscht über das Thema der Unsterblichkeit.
Natürlich will Satan Johannes seine Seele nicht einfach so wiedergeben, sondern nur im Austausch gegen 100 andere Seelen, ein klassischer Deal, bei dem beide Seiten versuchen den anderen übers Ohr zu hauen, nur wer wird hier den Kürzeren ziehen Johannes oder doch Satan?
Satan ist auf jeden Fall so fair Johannes bei der Seelensammlung entsprechendes Handwerkszeug zur Verfügung zu stellen: einen alten, abgewrackten Jahrmarkt und eine Kompanie Untoter. Naturgemäß traut Johannes diesem Angebot nicht, und holt sich selbst Hilfe an Bord: seinen Bruder Horst einen Vampir, aber da Jahrmärkte bekanntlich abends offen sind, ist dies kein Handikap für Horst.
Jüngere Leser und Leser die neu in diesem Genre sind, werden möglicherweise irritiert über den Stil des Buches sein. Es ist weder klassische Fantasy, noch klassischer Horror, aber auch nicht wirklich eine Persiflage eines dieses Genre. Am ehesten wird es einige wohl an Terry Pratchett erinnern der sich in Horrogenre verirrt hat. Mich, die ich jedoch schon ein wenig älter bin erinnert das ganze Buch und auch der Schreibstil des Autors sehr stark an Tom Holt, und besonders an sein Buch Faust und Konsorten.
Johannes Cabal ist nicht wirklich böse, er hat seine guten Seiten, aber diese sind tief, tief vergraben, möglicherweise auch mangels einer Seele. Er tut Böses, aber auch Gutes, und immer verfolgt er ein bestimmtes Ziel und erinnert teilweise doch ein wenig an Gregory House mit seinem Gehstock.
Satan hingegen ist eher der gelangweilte Kumpeltyp, dem das Leben in der Hölle seit Jahrhunderten nichts Neues mehr bietet und der sich auf das Spielchen mit Johannes richtiggehend freut und es auch noch ein Weilchen länger genießen will, weil er Johannes unterhaltsam findet.
Insgesamt ein unterhaltsames, teils extrem witziges Buch, das jedoch nicht durch neue Ideen oder einen innovativen Plot überrascht. Die Geschichte bewegt sich auf klassischen, teils sehr ausgetretenen faustischen Pfaden und viele Wendungen sind daher schon lange vorher vorhersehbar. Dennoch durchaus unterhaltsam und man darf auf die Fortsetzung gespannt sein. Für Leser die Pratchett und Holt mögen ist diese Buch absolut empfehlenswert.
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