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Kleine Biester by Charles Ogden
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1250419
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Sep 27, 10

bookshelves: gen-middlegrade
Recommended for: no-one
Read from August 11 to September 26, 2010, read count: 1

Kleine Biester – Charles Odgen
(Originaltitel: Rare Beasts)
Teil 1 von 6 (Edgar & Ellen)
Deutsche VÖ: 2004, Arena


Als ich Edgar und Ellen zum ersten Mal entdeckte, war ich sehr neugierig. Die düsteren Zeichnungen, die man sowohl auf dem Cover als auch im Buch selbst wiederfindet, ließen mich vermuten, dass dieses Buch genau meinen Geschmack treffen könnte. Fehlanzeige!

Themen
Tiere, Gemeinheiten, Schabernack, Geld

Inhalt
Die Zwillinge Edgar und Ellen sind abgrundtief böse. Sie sitzen den ganzen Tag in ihrem schäbigen Haus herum und überlegen sich neue Gemeinheiten, mit denen sie sich die Zeit vertreiben können. In diesem Abenteuer stellen sie fest, dass sie nicht genug Geld haben, um ihren Schabernack zu finanzieren und so beschließen sie, die Haustiere der Stadtbewohner zu klauen, sie mit Hilfe von Weihnachtsschmuck in exotische Tiere umzuwandeln und anschließend teuer zu verkaufen.

Rezension
Das größte Problem, was die Geschichte aufweist, sind Edgar und Ellen selbst. Sie sind durchweg böse, sowohl zueinander als auch zu allen anderen. Nichts kann Mitleid in ihnen wecken und ihnen ist egal, ob sie anderen wehtun. An keiner Stelle zeigen sie Reue. Wenn all ihre böswilligen Taten wenigstens lustig wären, hätte ich als Leser vielleicht eine Chance mich für die beiden zu erwärmen, aber so war ich einfach nur froh, als sie am Ende bekommen, was sie verdient haben. Ich glaube, es ist durchaus möglich fiese Hauptcharaktere zu haben, aber zu denen muss ich als Leser auch irgendwie einen Draht finden und das war hier unmöglich.

Dazu kommt die Handlung, die ebenfalls weder durch Witz noch durch Charme von ihrer Vorhersehbarkeit ablenken kann. Der Stil ist solide, aber ebenfalls unspektakulär.

Das Einzige, was mir gefallen hat, war was Edgar und Ellen aus den gestohlenen Haustieren für exotische Kreaturen erschaffen haben. Hier glühte tatsächlich mal ein Funken Kreativität auf.
Auch das Ende hat mir gefallen, denn da wird klar, dass Edgar und Ellen die ganze Zeit ein echtes exotisches Tier direkt vor der Nase hatten.

Zusammenhang
Kleine Biester ist der erste Band einer sich anscheinend ewig fortsetzenden Reihe. Die beiden Zwillinge werden einem zu Beginn zwar kurz vorgestellt und man wird in ihre Umgebung eingeführt, aber ich glaube im Großen und Ganzen könnte man mit einem beliebigen Band der Reihe beginnen. Für mich war das definitiv das erste und letzte E&E Abenteuer

Offene Fragen
Was wird aus Stups?

Fazit
Ein Buch, das versucht schwarzen Humor kindgerecht anzubieten, aber kläglich scheitert. Die Hauptcharaktere strotzen so sehr vor Bosheit, dass es mir als Leser unmöglich war auch nur einen Funken Sympathie für sie zu entwickeln.
Wer eine Mischung aus seltsamen Humor und Kinderbuch braucht, sollte lieber Philip Ardaghs Eddie Dickens Reihe lesen!

[1.5 STERNE]

Optische Gestaltung
Das Buch selbst kommt sehr schick daher. Das Cover strahlt in leuchtendem Rot und Schwarz und enthält sogar ein kleines Wackelbild (das Auge des Wesens, das ganz oben auf dem Cover sitzt). Innen setzen sich die durchaus gekonnten Zeichnungen fort.

Trivia oder was ich aus diesem Buch gelernt hab
Der angebliche Autor Charles Odgen existiert gar nicht. Die Edgar und Ellen Bücher werden unter diesem Namen von verschiedenen Autoren verfasst und veröffentlicht.
Edgar und Ellen gibt es auch als Zeichentrickserie von Nickelodeon.

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