Alexandra 's Reviews > Flow My Tears, the Policeman Said

Flow My Tears, the Policeman Said by Philip K. Dick
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2982535
's review
Nov 19, 14

bookshelves: science-fiction, usa, verrisse-enttäuschungen
Read from October 09 to 20, 2010

Das ist zwar eine gute Science Fiction Geschichte, aber für den Anspruch, den ich bisher an Dick hatte, nicht gut genug. Es fehlen die für Dick so typischen ironischen und abstrusen Zukunftsideen.

Ein internationaler Fernsehstar erwacht und stellt fest, dass ihn plötzlich keiner mehr kennt, obwohl sich die Welt ansonsten nicht verändert hat. Auch seine kompletten Identitätspapiere sind futsch, was in einem totalitären Polizeistaat zu erheblichen Problemen führt. Mit einem Bündel Geldscheinen, das er beim Erwachen bei sich hatte, versucht er, seine alte Identiät wiederherzustellen, was ihn erneut in multiple Schwierigkeiten bringt.

Der Roman ist sehr typisch wie viele Geschichten aus diesem Genre, die totalitäre Systeme kritisieren, aber nix besonderes. Die einzige Dick'sche lustige Idee, auf die ich bei dem Autor so stehe, kommt in der Mitte des Buchs vor, als der Fernsehstar auf einem Teppich steht, auf dem die Himmelfahrt von Richard Nixon dargestellt wird. Dann weiss man genau warum die beschriebene Welt so ist wie sie ist.

Spannend ist aber der Hintergrund des Romans, der auf meinem Exemplar auf der Rückseite zu lesen ist: "In Dicks Abwesenheit wurde seine Wohnung durchsucht und verwüstet, um einen Einbruch vorzutäuschen. Es war bekannt geworden, dass Dick einen Roman über den Polizeiterror in den USA schrieb. Die Unbekannten fanden jedoch das Manuskript nicht; Der Autor hatte es bei einem Notar hinterlegt. Auf seine Anzeige hin unternahm die Polizei nichts."
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Comments (showing 1-5 of 5) (5 new)

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Andreas Dem kann ich nur zustimmen, "Eine andere Welt" kommt nicht an die besseren Werke von Dick heran. Vor 15 Jahren (in den 90er) war es zudem extrem schwer, eine deutsche Ausgabe zu bekommen. Umso größer dann die Enttäuschung, dass die Geschichte recht banal ist.


Alexandra Ja war irgendwie schad - hätt mir einfach mehr erwartet


message 3: by Michael (new) - added it

Michael PKD war ein enorm produktiver Autor, passend zum Genre ist leider so einiges nur durchschnittlich. Und doch, im Vergleich zu dem, was sonst so auf den Markt kam, hat er seinen Platz behauptet. War er es nicht auch, der den bemerkenswerten Satz sage: "Nur weil ich unter Verfolgungswahn leide, heißt das ja nicht, dass ich nicht auch tatsächlich verfolgt werde?" Wie auch immer, ein Platz im SF-Olymp ist ihm sicher (wenn es auch nur ein klein wenig gerecht auf dieser und allen anderen Welten zugeht).


Alexandra @Michael Normalerweise liebe ich fast alles von Dick. Für mich ist er einer der größten Meister nicht nur in der Science Fiction - ich habe mittlerweile schon 7 Bücher und viele Kurzgeschichten gelesen und alle waren extrem gut - dieses Buch war das erste, das nur durchschnittlich war. Welche sind denn weitere durchschnittliche Werke Deiner Meinung nach? Könntest mich ja noch warnen :-))


message 5: by Michael (new) - added it

Michael Warnen würde ich vor keinem PKD. Aber es gibt eben Bände, wo die Ideendichte und die Originalität nicht ganz so groß sind. Mir ist das aufgefallen, als ich sehr viel von ihm hintereinander weg gelesen habe. Aber es war kein Band dabei, an dem ich nicht auch Spaß gehabt hätte. Alles wohl eine Frage der Dosierung. Ich mag ja gerne die sehr abgedrehten Romane von ihm, besonders empfehlenswert finde ich z.B. die Zusammenstellung Four Novels of the 1960s, die mich komplett begeistert hat.


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