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  <description><![CDATA[Archie Sherdian sitzt in der geschlossenen Anstalt. Der ehemalige Detective ist einer von zwei Männern, die die chirurgischen Mordversuche der ebenso verführerischen wie grausamen Serienkillerin Gretchen Lowell überlebt haben. Jetzt ist Gretchen wieder auf freiem Fuß – und sie meldet sich über ein in die Anstalt eingeschleustes Handy bei Sheridan. Dann ermordet sie mit der Hilfe eines ihr hörigen Wärters eine selbstmordgefährdete  Mitpatientin Archies und zwingt den Ermittler so, sich auf die Suche nach ihr zu machen. Auch andere schrecklich zugerichtete Leichen tauchen auf. Aber ist Gretchen Lowell für dies alles diesmal wirklich verantwortlich? Und welche Rolle spielt der andere Überlebende, Jeremy, in diesem Fall? <p>Die 37-jährige amerikanische Schriftstellerin Chelsea Cain schreibt keine Kriminalromane – auch wenn sie ihre Leser gern auf die falsche Fährte lockt. An der Aufklärung von Verbrechen ist die Autorin nicht interessiert. Cain schreibt Thriller, und das ist ein Genre, das sich spätestens seit Thomas Harris’ Figur des Massenmörders Hannibal Lecter sehr gewandelt hat. Thriller wie der von Cain haben mehr mit Schauerromanen als mit Krimis zu tun. Sie setzen nicht auf Spannung, sondern auf Horror, ja: Ekel. Und das tun sie mit klug kalkulierter Raffinesse. Da werden Augäpfel aus ihren Höhlen gelöst und im Spülkasten eines Klos gelagert, die ein oder andere Milz aus aufgeschnittenen Leibern entnommen und Gedärme durch den After „mithilfe einer nicht identifizierten Saugvorrichtung“ entfernt. Da bricht nicht der Tod, sondern das personifizierte Grauen ein in unsere Welt. Schlimmer geht’s nimmer.</p> <p>In Cains <em>Gretchen</em> sind zahlreiche Elemente des Schauerromans enthalten: die übermenschlich böse, übermenschlich intelligente, sprich: diabolische Mörderin zum Beispiel, die mit der Erotik des Vampirs vorgeht; der Held, der ihr gegen seinen Willen in ambivalenter Art und Weise verfallen ist; der Mord als teuflisches Ritual – und eine durchgeknallte Verehrersekte, die sich ins Mörderische hineinsteigert. So hangelt sich <em>Gretchen</em> von verstümmelter Leiche zu verstümmelter Leiche, und dieser blutige Handlungsfaden hält den Plot zusammen. Das ist bisweilen ekelhaft zu lesen. Und trotzdem liest man mit wohligem Grauen immer weiter.<em> -- Thomas Köster </em></p>]]></description>
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